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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Frischobst

Warenkunde

Apfel, halbiert

Unter Obst werden für den Menschen genießbare, saftig-fleischige Früchte und Samen von meist mehrjährigen Bäumen und Sträuchern verstanden, die zum größten Teil roh gegessen werden können. Frischobst wird vor allem wegen seines hohen Gehalts an Vitaminen und Mineralstoffen geschätzt. Der Kaloriengehalt – und damit der energetische Nährwert – ist niedrig; der Wassergehalt mit ca. 80 % hoch. Es handelt sich um Lebensmittel mit geringer Energiedichte. Obst hat aufgrund seines hohen Anteils an Ballaststoffen eine wichtige Funktion für die Verdauung. Als wichtig für die Ernährung gilt der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen in unterschiedlichster Zusammensetzung und Menge. Diesen wird eine breite Palette an gesundheitsfördernden und krankheitsverhindernden Wirkungen zugesprochen.

Grob eingeteilt werden die verschiedenen Obstgruppen in Steinobst, Kernobst, Beerenobst, Schalenobst und die zunehmend große Gruppe der exotischen Früchte. Obst gehört zu den leicht und schnell verderblichen Lebensmitteln. Es eignet sich daher grundsätzlich nicht zu langer Lagerung und sollte deshalb kühl aufbewahrt und rasch verzehrt werden.

Auch bei Obst sind Allergien und Unverträglichkeiten ein Gefahrenpotential für betroffene Personengruppen.

Die Vielfalt an Obstsorten ist schier unerschöpflich. Neue, aber auch unbekannte Obstarten, Sorten und bisher unbekannte exotische Früchte kommen auf den Markt. Aus ökologischen Gründen ist der Verzehr von einheimischem Obst sinnvoll und empfehlenswert.

Was wird generell untersucht?

Bei Frischobst wird – je nach Bedarf – untersucht:

  • Aussehen, Geruch, Geschmack
  • Frischezustand und Verderb
  • tierische Verunreinigungen wie Käfer, Maden, Fliegen
  • mikrobiologisch auf Keimbelastung oder Verderb
  • Pflanzenschutzmittelrückstände
  • Schalenbehandlungsmittel (Wachse)
  • Spurenelemente und Schwermetalle
  • bei Verdacht: Radioaktivität
  • Kennzeichnung (Ursprungsland)
  • verbotene Gesundheitsangaben

Rechtliche Grundlagen

  • Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates vom 22. Oktober 2007 über eine gemeinsame Organisation der Agrarmärkte und mit Sondervorschriften für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse (ABl.Nr. L 299 S.1)
  • Verordnung (EG) Nr. 1580/2007 der Kommission vom 21. Dezember 2007 mit Durchführungsbestimmungen zu den Verordnungen (EG) Nr. 2200/96, (EG) Nr. 2201/96 und (EG) Nr. 1182/2007 des Rates im Sektor Obst und Gemüse
  • Verordnung über EG-Normen für Obst und Gemüse vom 10. Juni 2009
  • Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 der Kommission vom 19. Dezember 2006 zur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln (ABl.Nr. L 364 S. 5), EU-Dok.-Nr. 3 2006 R 1881
  • Verordnung über Höchstmengen an Rückständen von Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln, Düngemitteln und sonstigen Mitteln in oder auf Lebensmitteln in der Fassung vom 21. Oktober 1999, zuletzt geändert durch Verordnung zur Begrenzung von Kontaminanten in Lebensmitteln und zur Änderung oder Aufhebung anderer lebensmittelrechtlicher Verordnungen vom 19. März 2010.
  • Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel (ABl.Nr. L 404 S. 9, gesamte Vorschrift ber. ABl. 2007 Nr. L 12 S. 3, ABl. 2008 Nr. L 86 S. 34), EU-Dok.-Nr. 3 2006 R 1924

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Allgemeine Informationen zum Thema

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