Antworten auf häufig gestellte Fragen

  • Welchen Sinn hat die Krebsregistrierung?

    Um Krebs früher zu erkennen, besser behandeln oder auch verhindern zu können, werden genaue Daten über die Entstehung und Entwicklung von Krebserkrankungen benötigt.

  • Warum ist es sinnvoll, dass auch meine Daten gemeldet werden?

    Um sinnvolle Aussagen machen zu können, müssen mindestens 90% aller Neuerkrankungen erfasst sein. Nur durch Ihre Mithilfe können daher aussagefähige Daten über Krebserkrankungen gewonnen werden.

  • Was nützt die Krebsregistrierung dem Krebspatienten selbst?

    Krebspatienten profitieren von der Krebsregistrierung, da ihre Therapien auf Wissen aufbaut, welches durch die Registrierung der Daten generiert wird, z.B. bei Fragen wie: "Bei welchen Stadien ist die brusterhaltende Operation langfristig erfolgreich?".
    Krebsregister sind ein Mittel zur Qualitätssicherung, da alle beteiligten Ärzte den Erfolg ihrer Behandlung langfristig kontrollieren können.
    Krebsregister unterstützen als "Informationsdrehscheiben" die Kooperation aller Ärzte aus den verschiedenen Fachrichtungen.

  • Muss eine Einwilligungserklärung unterschrieben werden?

    Das Unterzeichnen einer Einwilligungserklärung ist nicht notwendig. Das bayerische Krebsregistergesetz gibt Ihnen aber das Recht, der dauerhaften Speicherung von Identitätsdaten zu widersprechen.
    Vordruck Widerspruchsformular

  • Sind meine Daten geschützt?

    Die Krebsregisterdaten unterliegen strengen Datenschutzregeln. Ihr Name und Ihre Anschrift ist dauerhaft nur der Vertrauensstelle zugänglich. Andere Einrichtungen des Krebsregisters haben nur Zugriff auf Pseudonyme, die den eigentlichen Namen nicht erkennen lassen. Sie haben ein Widerspruchsrecht gegen die dauerhafte Speicherung der Identitätsdaten.

  • Werden Daten in ganz Bayern erfasst?

    Nach einer vierjährigen Aufbauphase, in der nur bestimmte Regionen Bayerns erfasst wurden, werden seit dem 1.1.2002 Daten aus allen bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten erfasst.

  • Welche Daten werden gespeichert?

    Der Umfang der Datenspeicherung ist im bayerischen Krebsregistergesetz genau geregelt und richtet sich nach dem bundeseinheitlichen onkologischen Basisdatensatz der Fachgesellschaften ADT und GEKID.
    Die wichtigsten Daten sind:

    • Angaben zur erkrankten Person (Geschlecht, Geburtsdatum, Wohnort)
    • Angaben zum Tumor (Zeitpunkt der ersten Diagnose, Sitz und Stadium des Tumors, histologischer Befund)
    • Angaben zur Therapie und zum Krankheitsverlauf
    • im Todesfall Angaben zur Todesursache und zum Sterbezeitpunkt

  • Wo bekomme ich Auskunft, welche Daten über mich gespeichert sind?

    Auskunft erhalten Sie von der Vertrauensstelle:

    Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
    Vertrauensstelle des Bayerischen Krebsregisters
    Schweinauer Hauptstr. 80
    90441 Nürnberg
    Tel. 09131 / 6808-2887
    Fax 09131 / 6808-2906
    Vertrauensstelle-Krebsregister@lgl.bayern.de