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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Alkoholfreie Getränke, Getränkeansätze, Getränkepulver

Warenkunde

Flaschenhälse mit Strohhalm

Zu den Erfrischungsgetränken im Sinne der Leitsätze der Deutschen Lebensmittelbuchkommission vom 18. März 2003 zählen Fruchtsaftgetränke, Fruchtschorlen, Limonaden und Brausen. Ihnen ist gemeinsam, dass sie Alkohol (Ethanol) nur in einer Menge bis höchstens 2 g/l enthalten dürfen (entsprechend 0,25 %vol).

Rechtlich gesehen gelten sie dann als "alkoholfrei" und dürfen auch so bezeichnet werden. Bedingung ist aber, dass dieser Alkohol ausschließlich aus den Fruchtbestandteilen und/oder den zugesetzten Aromen stammen darf. Eine direkte Alkoholzugabe oder ein Zusatz alkoholischer Getränke ist nicht zulässig.

Erfrischungsgetränke sollen in erster Linie den Durst stillen. Daher bestehen sie hauptsächlich aus Wasser, dem aber aus Geschmacksgründen noch Komponenten wie Fruchtsäfte (auch in Form von Konzentraten), pflanzliche Auszüge oder Aromen zugesetzt werden. Die Verwendung von verschiedenen Zusatzstoffen ist üblich.

Was wird generell untersucht?

Die Untersuchung der alkoholfreien Erfrischungsgetränke am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Prüfung auf rechtskonforme Verwendung von Zusatzstoffen
  • Überprüfung bestimmter Qualitätskriterien (z. B. des isotonischen Charakters in Elektrolytgetränken oder Ermittlung des Fruchtgehaltes in fruchtsafthaltigen Getränken)
  • Überprüfung der Einhaltung von Höchstgehalten von bestimmten Stoffen (z. B. des Koffeins in koffeinhaltigen Produkte oder des Chinins in Bitterlimonaden)
  • Überprüfung der ausgelobten Mineralstoff- bzw. Vitamingehalte oder sonstiger Nährstoffe
  • Untersuchung auf Kontaminanten
  • Begutachtung der Kennzeichnung und der Aufmachung

Rechtliche Grundlagen

  • Leitsätze für Erfrischungsgetränke des Deutschen Lebensmittelbuches vom 18. März 2003 (BAnz.Nr. 62 vom 29. März 2003)
  • Fruchtsaftverordnung vom 24. Mai 2004 (BGBl. I Nr. 25 S. 1016)
  • Allgemeinverfügung gem. § 47a des LMBG vom 28. Februar 1994 (BAnz.Nr. 46 S. 2170 vom 08. März 1994), so genannte Red Bull Allgemeinverfügung
  • Richtlinie 2002/67/EG vom 18.Juli 2002 über die Etikettierung von chininhaltigen und von koffeinhaltigen Lebensmitteln (ABl. L 191/20 vom 19. Juli 2002)
  • Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel – (ABl. L 404/9 vom 30. Dezember 2006)
  • Verordnung über koffeinhaltige Erfrischungsgetränke vom 24. Juni 1938 (RGBl. I S. 691)
  • Verordnung (EG) Nr. 1925/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 über den Zusatz von Vitaminen und Mineralstoffen sowie bestimmten anderen Stoffen zu Lebensmitteln (ABl. L 404/26 vom 30. Dezember 2006)
  • Richtlinie 90/496/EWG des Rates vom 24. September 1990 über die Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln (ABl. L 276 vom 06. Oktober 1990 S. 0040 – 0044)