Gesundheitsregionenplus

Mit dem Konzept Gesundheitsregionenplus will das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege seit 2015 die regionale Gesundheitsvorsorge und -versorgung sowie Pflege im Freistaat weiter verbessern. Die regionalen Netzwerke sollen auf kommunaler Ebene zur Gesundheit der Bevölkerung beitragen.

Der Freistaat unterstützt die Gesundheitsregionenplus durch Beratung und Fördermittel. Ein Vorläufer des Konzepts der Gesundheitsregionenplus war das Modellprojekt „Regionale Gesundheitskonferenzen“.

Die Karte zeigt die geförderten Regionen

In den Landkreisen und kreisfreien Städten Bayerns stößt das Förderprogramm Gesundheitsregionenplus weiterhin auf großes Interesse. Seit 2015 werden bisher 56 Gesundheitsregionenplus, bestehend aus 71 Landkreisen und kreisfreien Städten, gefördert.

Ziel und Aufgaben

Die oberste Zielsetzung der Gesundheitsregionenplus ist es, den Gesundheitszustand der Bevölkerung, gerade auch im Hinblick auf die gesundheitliche Chancengleichheit, zu verbessern und die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu erhöhen.

Als ein fachlich kompetentes Netzwerk regionaler Akteure des Gesundheitswesens bemühen sich die Gesundheitsregionenplus um die Optimierung der regionalen Gesundheitsvorsorge und -versorgung sowie der Pflege in Bayern. Bestehend aus einem Gesundheitsforum mit Management- und Steuerungsaufgaben, themenbezogenen Arbeitsgruppen und einer koordinierenden Geschäftsstelle, sollen sich die Gesundheitsregionenplus vorrangig den Handlungsfeldern Gesundheitsförderung und Prävention, Gesundheitsversorgung sowie Pflege widmen.

Fördergrundlagen und Antragstellung

Die Förderung der Gesundheitsregionenplus basiert auf der „Richtlinie zur Förderung von Gesundheitsregionenplus (GRplusFöR)“ vom 4. November 2019 sowie auf der „Realisierungsstrategie“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) mit Stand vom 1. Oktober 2019.
Zuwendungsempfänger sind bayerische Landkreise, kreisfreie Städte oder Zusammenschlüsse von Landkreisen und/oder kreisfreien Städten.

Der Antrag für die komplette Laufzeit ist einmalig mit dem Formblatt nach Muster 1a zu Art. 44 BayHO (Formblatt_BayHO) (DOCX, 37 KB) beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit einzureichen.

Das Verfahren der Antragstellung ist der „Richtlinie zur Förderung von Gesundheitsregionenplus (GRplusFöR)“ zu entnehmen.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ist Bewilligungsbehörde.

Antragstellern wird zudem empfohlen, eine telefonische Erstberatung mit der Fachlichen Leitstelle Gesundheitsregionplus zu vereinbaren.


Hinweis:
Für Projekte, die die Gesundheitsregionenplus entwickeln, können im Rahmen bestehender staatlicher Förderprogramme Zuwendungen gewährt werden.

Einen ergänzenden Überblick über weitere relevante Förderprogramme mit Gesundheitsbezug finden Sie hier.

Fachliche Leitstelle Gesundheitsregionenplus

Im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Sachgebiet GE6, ist eine Fachliche Leitstelle zur Beratung und Unterstützung von Gesundheitsregionenplus eingerichtet worden. Aufgabe dieser Stelle ist es, die Entwicklung der Gesundheitsregionenplus auf Basis von Praxiserfahrungen und theoretischen Grundlagen zu begleiten und sie fachlich zu beraten. Außerdem werden die Vernetzung, der Erfahrungsaustausch und der Wissenstransfer zwischen den Gesundheitsregionenplus sowie zwischen Land und Kommunen sichergestellt. Die Evaluation der Gesundheitsregionenplus und ihrer Projekte wird von der Fachlichen Leitstelle angeleitet und unterstützt. Bei Fragestellungen zur ärztlichen Versorgung arbeitet die Fachliche Leitstelle eng mit dem Kommunalbüro für ärztliche Versorgung zusammen. Zudem bieten die Förderung von innovativen medizinischen Versorgungskonzepten (IMV) sowie die Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheitsversorgungsforschung (LAGeV) enge Anknüpfungspunkte an die Arbeit der Fachlichen Leistelle. Themenbezogen steht die Fachliche Leitstelle Gesundheitsregionenplus im Themenfeld Gesundheitsförderung und Prävention zudem u. a. im Austausch mit dem Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG), dem Institut für Kurortmedizin und Gesundheitsförderung (IKOM) und der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) sowie – insbesondere in Bezug auf Bedarfsanalysen der Gesundheitsregionenplus – mit dem Arbeitsbereich der Gesundheitsberichterstattung (GBE) des LGL. Ebenso steht die Fachliche Leistelle anlassbezogen mit weiteren relevanten Akteuren auf kommunaler und Landesebene in Kontakt.

Kontakt zur Fachlichen Leitstelle

Malte Bödeker (Leiter der Fachlichen Leitstelle)
Dr. Till Beiwinkel (stellvertretender Leiter der Fachlichen Leitstelle)
Wiebke Robl
Dr. Winfried Teschauer
Fachliche Leitstelle Gesundheitsregionenplus
Bayerisches Landesamt
für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Sachgebiet GE6: Bayerische Gesundheitsagentur, Gesundheitsversorgung
Schweinauer Hauptstr. 80, 90441 Nürnberg
Telefon 09131 6808-2917
Telefax: 09131 6808-2905
E-Mail: gesundheitsregionplus@lgl.bayern.de

Kontakt für zuwendungsrechtliche Belange

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Sachgebiet K1
– Gesundheitsregionenplus
Münchner Straße 5, 97688 Bad Kissingen
Telefon: 09131 6808-2404
Telefax: 09131 6808-2119
E-Mail: Zuwendungsrecht@lgl.bayern.de

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