Förderprogramm zur Steigerung der medizinischen Qualität in Bayerischen Kurorten und Heilbädern

Das Förderprogramm unterstützt bayerische Kurorte und Heilbäder sowie anerkannte Heilquellen- und Moorkurbetriebe, den Strukturwandel aktiv zu gestalten. Die zukunftsorientierte Ausrichtung steht dabei im Fokus. Ziel ist es, das eigenständige Gesundheitsprofil durch moderne und neue medizinische Konzepte besonders im Bereich Früherkennung, (betriebliche) Gesundheitsförderung und Prävention, als auch Versorgung zu schärfen sowie die medizinische Qualität weiter zu verbessern.

Ziel/Gegenstand der Förderung

Ziel der Förderung ist es, die medizinische Qualität weiter zu verbessern. Unterstützt wird die:

Fördersäule: KuHeMo-Classic

  • Verbesserung bei der Durchführung von Kuren und medizinisch geprägter Aufenthalte, um den veränderten Anforderungen, Rahmenbedingungen und Erwartungen der Gastpatienten gerecht zu werden
  • Ausrichtung der Kurorte und Heilbäder auf medizinische Zukunftsthemen (wie Burn-out, Osteoporose, Allergien, Metabolisches Syndrom sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement u. a.), um neue Gästekreise zu erschließen

Fördersäule: KuHeMo-Infrastruktur

  • Förderung von medizinisch-therapeutischen Infrastrukturmaßnahmen zur Steigerung der medizinischen Qualität

Antragsberechtigte

Antragsberechtigte für alle Maßnahmen im Sinne der Förderrichtlinie (Ziffer 1.2 der Förderrichtlinie)

  • Gemeinden, die über eine Anerkennung gemäß §§ 3 bis 8 der Verordnung über die Anerkennung als Kur- oder Erholungsort und über die Errichtung des Bayerischen Fachausschusses für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen (AnerkV) vom 17. September 1991 (GVBI S. 343, ber. S. 371, BayRS 2024-1-1-I) verfügen oder die Sitz eines anerkannten Heilquellen- und Moorkurbetriebs gemäß Teil 3 des Amtlichen Verzeichnisses der anerkannten Kur- und Erholungsorte in Bayern oder eines Staatsbads sind
  • Verbände, die mehrheitlich aus Mitgliedern bestehen, die die Voraussetzungen der antragsberechtigten Gemeinden erfüllen
  • Gebietskörperschaften, Verbände und sonstige Institutionen, deren Aktivitäten Zweck und Inhalt dieser Förderrichtlinie verfolgen

Ausschließlich antragsberechtigt für projektbezogene Infrastrukturmaßnahmen zur Steigerung der medizinischen Qualität im Sinne der Förderrichtlinie (Ziffer 1.2.3 der Förderrichtlinie)

  • Unternehmen in Gemeinden nach 1.3.1, die im Wesentlichen Heilverfahren wie zum Beispiel ambulante Vorsorgeleistungen nach § 23 Abs. 2 SGB V durchführen, hierbei das ortsgebundene natürliche Heilmittel oder Naturheilverfahren anwenden und mit den Kostenträgern abrechnen

Stellt die Gemeinde den Antrag nicht selbst, hat die Antragsstellung im Benehmen mit der jeweiligen Gemeinde zu erfolgen.

Eckpunkte der Förderung

  • Die Förderung kann maximal drei Jahre in Anspruch genommen werden.
  • Die Zuwendung beträgt bis zu 70 % der förderfähigen Ausgaben, höchstens jedoch 200.000 Euro.
  • Der Zuwendungsempfänger muss einen Eigenanteil vom mindestens 10 % einbringen.
  • Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben müssen mindestens 25.000 Euro betragen.
  • Die Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Steigerung der medizinischen Qualität in den bayerischen hochprädikatisierten Kurorten und Heilbädern sowie anerkannten Heilquellen- und Moorkurbetrieben tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2020 außer Kraft.

Postkarten: Informationen zum Förderprogramm auf einen Blick

Antragstellung und Bewilligung

Der Antrag ist mit folgendem Betreff: “Bitte senden Sie mir das KuHeMo-Antragsformular per E-Mail "unter folgender E-Mail-Adresse ikom@lgl.bayern.de anforderbar.

Dem Antrag sind beizufügen:

  • eine Projektbeschreibung, in der neben Einzelheiten zum Projekt (Titel, Ort, Beginn und Ende) vor allem Hintergrund und Ziele sowie die Bedeutung des Projekts für die medizinische Qualität in den hochprädikatisierten Kurorten und Heilbädern dargestellt werden,
  • eine Erklärung des zuständigen Organs des Zuwendungsempfängers über die Durchführung der Maßnahme,
  • ein Finanzierungsplan mit Beilagen gemäß Nr. 3.2.1 der Verwaltungsvorschriften für Zuwendungen des Freistaates Bayern an kommunale Körperschaften (VVK),
  • eine Wirtschaftlichkeitsberechnung bzw. Angaben zur Höhe und zur Finanzierung der durch das Projekt ausgelösten Folgeausgaben, gegebenenfalls eine EU-beihilferechtliche Erklärung,
  • eine Erklärung zu subventionserheblichen Tatsachen,
  • eine datenschutzrechtliche Einverständniserklärung,
  • von Zuwendungsempfängern gemäß Nr. 1.3.2 eine Stellungnahme der jeweiligen Gemeinde und
  • von Zuwendungsempfängern gemäß Nr. 1.3.4 eine Stellungnahme der Gemeinden nach Nr. 1.3.1 oder des Verbands nach Nr. 1.3.3, deren bzw. dessen Zuständigkeitsbereich durch die beantragte Förderung berührt ist.

Im Einzelfall kann die Bewilligungsbehörde auf die Vorlage bestimmter Unterlagen verzichten oder weitere Unterlagen anfordern.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ist Bewilligungsbehörde.

Kontakt

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Sachgebiet GE9: Institut für Kurortmedizin und Gesundheitsförderung

Münchner Str. 5
97688 Bad Kissingen

Telefon 09131 6808-7220
Telefax: 09131 6808-7209
E-Mail: ikom@lgl.bayern.de

Sonstige Hinweise

Aufgrund der Komplexität des Antragsverfahrens empfehlen wir allen potenziellen Antragstellenden die Beratung des Projektconsultings in Anspruch zu nehmen und vor Einreichung eines Antrages diese unverbindlich und kostenfrei zu kontaktieren.
Bitte beachten Sie, dass bereits begonnene Projekte nicht gefördert werden können. Entscheidend hierfür ist der Zeitpunkt der Bewilligung, nicht der Zeitpunkt der Einreichung am LGL.

Anhand eines mehrstufigen Begutachtungsverfahrens ist leider von einer mehrmonatigen Bearbeitungsdauer der Anträge durch die Förderstelle KuHeMo auszugehen. Wir bitten dieses zu berücksichtigen.

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie im Downloadbereich rechts.