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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Bericht zur Gesundheit der Beschäftigten

Das LGL hat einen neuen Kurzbericht zur Gesundheit der Beschäftigten veröffentlicht. Er zeigt z.B., dass Bayern im Ländervergleich einen unterdurchschnittlichen Krankenstand hat, dass psychische Störungen bei den Krankschreibungen und den Frühberentungen inzwischen eine große Rolle spielen, viele Beschäftigte unter Zeit-und Termindruck arbeiten oder dass die Zahl tödlicher Arbeitsunfälle erfreulich zurückgeht.

Mehr dazu hier:

BAYERISCHE IMPFWOCHE 2018

Zeitgleich zur Europäischen Impfwoche findet vom 23. bis 29. April 2018 die 5. Bayerische Impfwoche statt, welche von allen Mitgliedern und Partnern der industrieunabhängigen Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) und den Gesundheitsämtern in Bayern gemeinsam organisiert wird. Schwerpunkt der Impfwoche ist das Motto „Impfen rund um die junge Familie“ mit besonderem Fokus auf den Schutz des Neugeborenen durch eine geimpfte Umgebung. Wir bitten herzlich um breite Unterstützung durch Alle, denen der Schutz durch Impfung ein Anliegen ist.
Wie bei den vorangehenden Impfwochen sind bayernweite Pressearbeit, Aktionen und Medienkampagnen vorgesehen.
Informationen zu den vorangehenden Bayerischen Impfwochen der LAGI hier:

Auslobung des „Bayerischen Preises für Arbeitsmedizin“

Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, jetzt Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, lobt alle zwei Jahre den „Bayerischen Preis für Arbeitsmedizin“ aus und hat die Akademie für Arbeits-, Sozial– und Umweltmedizin (ASUMED) am LGL mit der Organisation der Veranstaltung beauftragt. Mit dem Preis wird eine Ärztin oder ein Arzt für eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin gewürdigt. Verleihung und Übergabe des Preisgeldes in Höhe von 5.000 € werden am 28.11.2018 stattfinden. Dabei wird der Preisträger bzw. die Preisträgerin die ausgezeichnete Arbeit in einem Vortrag vorstellen. Bewerbungen können bis zum 30.06.2018 beim LGL eingereicht werden. Dem Festakt wird eine Fortbildung für Arbeitsmedizinerinnen und – mediziner vorausgehen. Alle weiteren Details entnehmen Sie bitte dem Auslobungsschreiben.

LGL stellt Merkblätter zum Tabakrecht bereit

Bei den Tabaküberwachungsbehörden gehen regelmäßig Anfragen zu den rechtlichen Anforderungen insbesondere für elektronische Zigaretten (E-Zigaretten) und Nachfüllbehälter sowie für Wasserpfeifentabak ein. Vor diesem Hintergrund hat die Arbeitsgemeinschaft der Tabaksachverständigen wichtige rechtliche Vorgaben speziell zu diesen Produktgruppen zusammengefasst. Das LGL stellt diese in Form von Merkblättern zum Herunterladen zur Verfügung:

Fünf Jahre Molekularepidemiologie am LGL

Das Public Health Mikrobiologie (PHM)-Labor am LGL feiert gemeinsam mit dem ebenfalls hier angesiedelten Nationalen Referenzzentrum für Borrelien NRZ und dem Konsiliarlabor für Diphtherie das 5-jährige Jubiläum der Etablierung von Multi Locus Sequence Typing (MLST) und Next Generation Sequencing (NGS) zur modernen molekularbiologischen Ausbruchsaufklärung von Infektionskrankheiten. Es gehört damit zu den führenden PHM-Laboratorien in Europa und ist in Sachen NGS im Bereich ÖGD, Infektionserreger und PHM deutschlandweit Hauptansprechpartner des Robert Koch-Instituts.

Welt-Tuberkulosetag 2018

Am 24. März wird jährlich der Welttuberkulosetag begangen. Robert Koch, der Entdecker des Tuberkulose-Erregers, hielt am 24. März 1882 seinen berühmten Vortrag „Über die Tuberkulose“. Am Welttuberkulose-Tag soll daran erinnert werden, dass diese Krankheit weltweit immer noch zu den häufigsten Infektionskrankheiten und Todesursachen zählt. So erkranken jährlich immer noch ca. 10,4 Millionen Menschen neu an Tuberkulose und ca. 1,7 Millionen Menschen sterben an den Folgen dieser Erkrankung.

Weitere Informationen:

Erster Bericht zur Seniorengesundheit in Bayern erschienen

Der Mehrheit der älteren Menschen in Bayern geht es gesundheitlich gut, drei Viertel der Betroffenen sind mit ihrem Leben 'sehr zufrieden' oder 'eher zufrieden', obwohl das Alter Erkrankungen und Einschränkungen mit sich bringt. Dies geht aus dem ersten Bericht zur Seniorengesundheit in Bayern hervor, den die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml am 22.3.2018 in München vorgestellt hat. Der Bericht beschränkt sich nicht darauf, das Krankheitsspektrum älterer Menschen darzustellen. Vielmehr umfasst diese umfassende Datensammlung körperliche, seelische und auch soziale Aspekte des Lebens älterer Menschen. Den Bericht hat das LGL in Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychogerontologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg auf der Grundlage eines Gutachtens des Internationalen Instituts für Empirische Sozialökonomie INIFES gGmbH erstellt.

Grippewelle

In Bayern wird das Auftreten von Grippeerkrankungen neben der Meldepflicht nach IfSG auch über das Bayern Influenza Sentinel (BIS) überwacht. Rückblickend hat in der Influenza-Saison 2017/18 die Grippewelle mit Kalenderwoche 52/2017 begonnen.

Bisher wird die Influenza-Saison durch Influenza B-Viren der Yamagata-Linie dominiert. Antigene dieses Influenza-B-Virusstammes sind in dieser Saison allerdings nur im Vierfachimpfstoff (quadrivalente, inaktivierte Influenzavakzine, QIV), nicht aber im Dreifachimpfstoff (trivalente inaktivierte Influenzavakzine, TIV) enthalten. Inwieweit eine Impfung mit dem TIV eine partielle Kreuzprotektion zur nicht enthaltenen Influenza B-Linie Yamagata vermittelt, ist nicht sicher zu quantifizieren. Falls noch nicht geschehen, wird eine Influenzaimpfung vorzugsweise mit dem Vierfachimpfstoff entsprechend den Indikationen der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Institutes (STIKO) empfohlen.

Wettbewerb für Kunst am Bau entschieden – Konzepte für LGL-Neubau stehen

Wenige Monate nach dem Richtfest für den Neubau des Verwaltungsgebäudes am LGL in Erlangen fiel nun die Entscheidung darüber, welche Konzepte von Künstlern am Bau des neuen Dienstgebäudes realisiert werden. Grundlage dafür war ein Kunstwettbewerb, an dem sich 15 regional und überregional bekannte Künstler beteiligten.
Die Wettbewerbsbeiträge werden vom 12.03.2018 bis 14.03.2018 im Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg, Dienstgebäude Nürnberg, Bucher Straße 30, 90408 Nürnberg, ausgestellt. Künstlerisch gestaltet werden unter anderem das Foyer und der Innenhof des LGL-Ersatzneubaus.

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Das Essen der Zukunft – Was bringt die neue EU-Verordnung über Novel-Food (neuartige Lebensmittel)?

Seit dem 1. Januar 2018 gilt die neue EU-Verordnung über neuartige Lebensmittel, die Verordnung (EU) 2015/2283. Sie löst die bald 20 Jahre gültige Verordnung über neuartige Lebensmittel aus dem Jahre 1997 (Verordnung (EG) Nr. 258/97) ab. Als „neuartig“ werden weiterhin alle Lebensmittel bezeichnet, die vor dem Stichtag 15. Mai 1997 noch nicht in nennenswertem Umfang in der EU für den menschlichen Verzehr verwendet worden sind und unter eine bestimmte in der Verordnung festgelegte Lebensmittelkategorie fallen. Bevor neuartige Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden dürfen, müssen sie nach wie vor gesundheitlich bewertet und zugelassen sein.

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Perfluorierte Substanzen in Blutproben aus dem Landkreis Altötting

In Gendorf im Landkreis Altötting wurden früher perfluorierte Kohlenwasserstoffe, hier speziell Perfluoroctansäure (PFOA), im Rahmen der Fluorpolymerherstellung verwendet. Seit 2008 wurde PFOA durch das sogenannte ADONA (Ammoniumsalz der Perfluoro-4,8-dioxa-3H-nonansäure) ersetzt. Ziel war nun zu prüfen, ob ADONA in die Umwelt gelangt und beim Menschen nachweisbar ist. Das LGL hat daher Blutproben von Personen in der Nähe von Gendorf auf ADONA und weitere perfluorierte Substanzen untersucht. ADONA wurde in den meisten Proben gar nicht gefunden oder nur in Spuren. Aufgrund der bisherigen toxikologischen Kenntnisse zu ADONA sind negative gesundheitliche Wirkungen, auch langfristige, nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu erwarten. In der Nähe der Firma ist aufgrund einer Trinkwasserkontamination allerdings eine deutliche interne Belastung der Bevölkerung mit PFOA nachweisbar. Um Expositionsquellen, die sich aus Altlasten ergaben, zu minimieren und so die aus gesundheitlicher Sicht erwünschten Zielwerte zu erreichen, wurden unmittelbar Maßnahmen zur Senkung der Belastung ergriffen. Hierzu zählen auch Maßnahmen zur Trinkwasseraufbereitung.

Vor dem Hintergrund einer derzeit diskutierten epidemiologischen Studie zu PFOA aus den USA, hat das Zentrum für Krebsfrüherkennung und Krebsregistrierung am LGL daher Krebsdaten aus betroffenen Gemeinden ausgewertet und derzeit keine Hinweise auf ein erhöhtes Vorkommen von Hoden- und Nierenkrebs für diese Regionen erhalten.

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Dem Lebensmittelbetrug auf der Spur

Gemeinsam mit Statistikern der Ludwig-Maximilians-Universität München haben LGL-Experten die Analysemethode „Import screening for the analysis of food risks“ (ISAR) entwickelt, mit deren Einsatz sich Lebensmittel-Importströme auf Unregelmäßigkeiten untersuchen lassen. Dabei werden Veränderungen bei Preisen und Mengen von Lebensmittelimporten erfasst und in Bezug zum jeweiligen Herkunftsland gesetzt. Liegt beispielweise die tatsächliche Preisentwicklung über der erwarteten, kann dies ein Signal für eine höhere Wahrscheinlichkeit von Betrugsfällen sein. Das ISAR-Verfahren wird bereits seit dem Jahr 2016 am LGL eingesetzt und hat sich in der Praxis bereits erfolgreich bewährt.

Weitere Informationen:

EPRW 2018 unter der Schirmherrschaft des LGL

Vom 22. - 25. Mai 2018 findet in München der 12. European Pesticide Residue Workshop (EPRW) unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) statt. Der EPRW ist das führende Treffen zur Präsentation und Diskussion der neuesten Konzepte und Entwicklungen auf dem Gebiet der Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln und Getränken. Hauptthemen des ERPW, zu dem mehr als 500 Experten aus der ganzen Welt erwartet werden, werden die Entwicklung und Anwendung von analytischen Methoden, Toxikologie und Risikobewertung sowie rechtliche Fragestellungen sein.

Neu bei dieser Auflage des EPRW ist ein Pre-Workshop am 21.05.2018. Unter dem Titel „Efficient Start-to-Finish Analysis of Pesticide Residues in Foods” können die Teilnehmer in einem interaktiven Format mehr über alle Schritte der Rückstandsanalyse erfahren.

Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse aktualisiert

Nach langen Beratungen der deutschen Lebensmittelbuchkommission wurde die Neufassung der Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse veröffentlicht. Neuerungen gab es insbesondere zu Kochschinken, zu Geflügelfleischprodukten und zur Wiederverarbeitung von Brühwurst in Spitzenqualität.

Untersuchung von Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile 2017

Das LGL untersucht regelmäßig Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile. In diesem Jahr wurden, wie auch schon im Jahr 2016, in keiner der untersuchten 125 Saatgutproben (3 Luzerneproben, 91 Maisproben, 21 Sojaproben, 10 Winterrapsproben) gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen. Der Anteil der positiv getesteten Proben hat in den letzten Jahren abgenommen. Noch im Jahr 2010 wurden in 5 von 54 untersuchten Mais-Saatgutproben gentechnisch veränderte Verunreinigungen gefunden.

"Laktosefreie" Produkte – Wie verlässlich sind Angaben zur Laktosefreiheit?

Laktose (Milchzucker) ist vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Da Laktose aber auch sehr häufig als Trägerstoff für Aromen, zur Verbesserung der Beschaffenheit oder zur Geschmacksabrundung eingesetzt wird, können auch viele andere Lebensmittel Laktose enthalten.
Die meisten Menschen vertragen Laktose-enthaltende Lebensmittel gut, weil sie den Milchzucker von einem körpereigenen Enzym (Laktase) im Dünndarm in seine beiden Bestandteile, Galaktose und Glukose, spalten können und diese Spaltprodukte dann in das Blut aufgenommen werden können. Daher sind laktosefreie Produkte für die meisten Menschen nicht erforderlich und bringen keinen Zusatznutzen. Bei Menschen mit einer Laktoseintoleranz hingegen fehlt die Laktase, so dass Laktose nicht gespalten und aufgenommen werden kann. Die Folge sind dann Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Übelkeit und Durchfall. Laktoseintolerante Personen sind daher auf eine korrekte Kennzeichnung der Lebensmittel angewiesen.
Das LGL untersucht immer wieder unterschiedlichste Lebensmittel, die mit dem Hinweis "laktosefrei" beworben werden. Dabei wird geprüft, ob die Erzeugnisse tatsächlich weniger als die genannte Grenzkonzentration an Laktose enthalten.


Kennzeichnung von Allergenen

Lebensmittelallergene sind nur dann kennzeichnungspflichtig, wenn sie dem Lebensmittel absichtlich als Zutat hinzugesetzt wurden. Sie können jedoch auch als unbeabsichtigte Verunreinigung bei der Herstellung oder beim Transport in das Lebensmittel gelangen. Zur Sicherheit der Verbraucher gehen die Behörden solchen Spuren nicht deklarierter allergener Bestandteile nach.