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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Nickel

Nickel in Bedarfsgegenständen

Nickel kann in Modeschmuck wie Ohrringen, Halsketten, Armreifen, aber auch in metallische Anteilen von Bekleidung, wie z. B. Innenseiten von Nieten und Jeansknöpfen, enthalten sein. Bei sensibilisierten Personen kann der direkte Hautkontakt mit nickelhaltigen Gegenständen zu allergischen Reaktionen wie Juckreiz und Entzündung der Haut führen. Für das Entstehen einer Sensibilisierung oder einer Hautentzündung ist vor allem die Freisetzungsrate von Nickel aus dem jeweiligen Material entscheidend. Gemäß Eintrag 27 im Anhang XVII der EU-Verordnung Nr. 1907/2006 (REACH-Verordnung) gilt für Erzeugnisse, die dazu bestimmt sind, direkt und längerfristig mit der Haut in Kontakt zu kommen wie z. B. Uhrenarmbänder etc. eine maximale Freisetzungsrate von < 0,5 µg/cm²/Woche. Für Erzeugnisse, die direkt in durchstochene Körperpartien eingeführt werden, wie Ohrstecker oder Piercings, gilt ein Migrationslimit von < 0,2 µg/cm²/Woche.