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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Die Bayerische Antibiotikaresistenz-Datenbank BARDa

Hintergrund

Antibiotikaresistente Krankheitserreger sind weltweit zu einem ernsten medizinischen Problem geworden. Vor allem der unsachgemäße Einsatz von Antibiotika fördert das Entstehen und die Ausbreitung von Resistenzen.

Eine kontinuierliche Surveillance von antibiotikaresistenten Bakterien kann wesentliche Erkenntnisse zu deren Verbreitung liefern und frühzeitig Tendenzen bei der Antibiotikaresistenzsituation aufzeigen. Eine Resistenzsurveillance ist damit ein wichtiges Instrument, um Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu überprüfen und anzupassen.

In Bayern hat der Bayerische Ministerrat mit dem „Gemeinsamen Bayerischen Aktionsplan gegen Antibiotikaresistenzen“ einen interdisziplinären Handlungsleitfaden zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen geschaffen. Darin wird unter anderem das LGL mit der Etablierung einer Bayerischen Antibiotikaresistenz-Datenbank (BARDa) beauftragt. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB), die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) und die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) unterstützen das Projekt BARDa.

Ziele

BARDa soll ab dem Jahr 2019 zusammen mit den in Bayern tätigen mikrobiologischen Laboratorien eine kontinuierliche und flächendeckende Surveillance von Antibiotikaresistenzen in Bayern sicherstellen. Dazu werden die Resistenzdaten für alle klinisch relevanten bakteriellen Erreger des stationären und des ambulanten Sektors der humanmedizinischen Versorgung zentral am LGL erfasst und ausgewertet.

BARDa ermöglicht damit

  • eine Beschreibung der aktuell bestehenden regionalen Resistenzsituation
  • die Beobachtung langfristiger Trends
  • die Funktion eines Schnellwarnsystems für das Auftreten seltener und gefährlicher Resistenzen
  • die Bereitstellung repräsentativer Daten als Hilfestellung für eine rationale Antibiotikatherapie
  • eine deutliche Stärkung der vom Robert Koch-Institut betreuten bundesweiten Antibiotikaresistenzsurveillance (ARS) durch die bayerischen Daten.

Die Auswertung der von den teilnehmenden Laboratorien anonymisiert an das LGL weitergegebenen Resistenzdaten soll auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Aktuelles

BARDa-Informationsveranstaltung für bayerische Laboratorien am 17.07.2018 am LGL

Zahlreiche Vertreter von niedergelassenen bayerischen Laboratorien, Krankenhauslaboren und Universitäten informierten sich mit großem Interesse in einer Veranstaltung des LGL über BARDa. Als erstes konkretes Ziel wurde die Schaffung eines BARDa-Netzwerkes beschlossen.

Kontakt

Die Mitarbeiter von BARDa sind unter der Emailadresse BARDa@lgl.bayern.de erreichbar.