Lebensbaumlogo Geschäftsbereich lebensministerium.bayern.de

Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Burnout

Was ist das Burnout-Syndrom?

Das Burnout-Syndrom kennzeichnet einen andauernden Zustand emotionaler, geistiger und körperlicher Erschöpfung und tritt meist im Zusammenhang mit Schlafstörungen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Verdauungsstörungen, Depressionen und verminderter Leistungsfähigkeit auf. Häufig wird es als Folge von hoher Arbeitsbelastung, Dauerstress und beruflicher Überforderung angesehen. Burnout ist allerdings keine eigenständige medizinische Diagnose, aber kann als Zusatzdiagnose angegeben werden.

Welche Maßnahmen können dem Burnout-Syndrom vorbeugen?

Häufig steht das Burnout-Syndrom mit einer andauernden Fehlbelastung am Arbeitsplatz - die nicht bewältigt werden kann - in Zusammenhang. Defizite bei der Gestaltung der Arbeitsinhalte und Arbeitsorganisation (z.B. Arbeitspensum, lange Arbeitszeiten) und den sozialen Prozessen (z.B. mangelnde Anerkennung) spielen eine Rolle bei der Entstehung des Gefühls, ausgebrannt zu sein. Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz leistet daher einen wichtigen Beitrag für die Burnout-Prävention. Gerade in Berufen mit schwierigen Klienten leistet das Angebot von Supervisionen einen wichtigen Beitrag, um die Folgen dieser Fehlbelastungen zu reduzieren. Dieser Ansatz zählt zu den Maßnahmen der Verhältnisprävention und hat entsprechend dem Arbeitsschutzgesetz Vorrang vor Maßnahmen der Verhaltensprävention. Diese können jedoch eine hilfreiche Ergänzung darstellen. Seminare/Trainings zur Vermittlung von Stressbewältigung und Stärkung der Selbstwirksamkeit können den einzelnen Beschäftigten befähigen, besser mit den Anforderungen der Tätigkeit umgehen zu können.

Wo finden Betroffene Hilfe und Unterstützung?

Mittlerweile gibt es viele spezialisierte Therapieangebote, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Netzwerke zum Thema Burnout-Syndrom. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie von einem Burnout-Syndrom betroffen sind, kontaktieren Sie unbedingt einen Arzt Ihres Vertrauens, um weitere Erkrankungen auszuschließen und die weiteren Schritte zu planen.