Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Hormone

Hormone sind Botenstoffe, die von speziellen Zellen gebildet und ausgeschüttet werden und in sehr geringen Mengen (10-7 bis 10-10 mol/l) im Organismus spezifische Wirkungen ausüben. Daher enthalten auch Lebensmittel wie Fleisch, Milch oder Eier kleine Mengen an natürlichen Hormonen. Unerwünscht sind jedoch Rückstände von Hormonen, die als Masthilfsmittel angewendet wurden. Lebensmittel tierischen Ursprungs, die in der EU produziert oder in die EU importiert werden, dürfen nicht von Tieren stammen, denen hormonell wirksame Masthilfsmittel verabreicht wurden.

Hormonell wirksame Stoffe können auf verschiedene Art und Weise den Stoffwechsel zur Erhöhrung der Mastleistung beeinflussen: Die in ihrer Wirkung den natürlichen Geschlechtshormonen vergleichbaren Substanzen (Stilbene, Zeranol, Steroidhormone) erhöhen den Eiweißaufbau. Beta-Agonisten, synthetische Abkömmlinge des Adrenalins, erhöhen ebenfalls den Eiweißaufbau und führen zu einer verminderten Fetteinlagerung im Gewebe. Thyreostatika hemmen die Schilddrüsenfunktion und führen durch eine vermehrte Wassereinlagerung zu einem höheren Schlachtgewicht.

Abzugrenzen von diesen drei Gruppen sind Kortikosteroide, die den Appetit und damit das Gewicht steigern können, aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften aber zur Behandlung bestimmter Krankheiten unter Einhaltung festgelegter Wartezeiten zugelassen sind.

Rückstände von hormonell wirksamen Masthilfsmitteln in Lebensmitteln können gesundheitlich bedenklich sein. Aus diesem Grund werden EU-weit regelmäßig Proben auf diese Substanzen untersucht.

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