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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Förderstelle „Innovative medizinische Versorgungskonzepte“ (IMV)

Hintergrund

Um die wachsenden Herausforderungen der medizinischen und pflegerischen Versorgung zu bewältigen, müssen diese sich kontinuierlich weiterentwickeln. Von besonderer Bedeutung istsind dabei die Zunahme älterer Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen, komplexen Mehrfacherkrankungen, Einschränkungen und Pflegebedürftigkeit, deren Behandlungsbedarf stetig wächst und sich wandelt. Daneben prägen auch neue Behandlungsmethoden den Versorgungsalltag. Ferner stellt die unterschiedliche Versorgungssituation in Ballungsräumen, in strukturschwachen und ländlichen Regionen neue und verschiedene Anforderungen an die Versorgung, denen begegnet werden muss. Nicht zuletzt verändern sich die Ansprüche der Versorger an die Bedingungen der Versorgung selbst, auf die mit größtmöglicher Flexibilität eingegangen werden muss. Ziel der Zuwendung ist es, innovative Versorgungsformen zu fördern, damit auch zukünftig für alle Patientinnen und Patienten eine flächendeckende und gut erreichbare, bedarfsgerechte Versorgung auf hohem Niveau erhalten und gestärkt werden kann.

Ziele/ Gegenstand der Förderung

Gefördert werden die Umsetzung von innovativen Konzepten zum Erhalt und zur Verbesserung der medizinischen Versorgung und/oder zur Förderung der sektorenübergreifenden Versorgung sowie die begleitende Evaluation der Konzepte. Die Umsetzung umfasst Entwicklungstätigkeiten und die Erprobung dieser innovativen Konzepte. Der Hauptgegenstand der Versorgungskonzepte muss einen Bezug zur vertragsärztlichen Versorgung haben. Die innovativen Konzepte müssen zudem hinreichend Potenzial aufweisen, um dauerhaft in die Versorgung (kollektiv- oder selektivvertragliche Versorgung) und/oder in die Pflege aufgenommen zu werden.
Schwerpunkte dieser Förderung sind insbesondere Projekte zum Erhalt und zur Verbesserung

  • der vertragsärztlichen Versorgung im ländlichen Raum einschließlich der Delegation von Leistungen an Gesundheitsfachberufe;
  • der vertragsärztlichen Versorgung durch innovative Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf;
  • der interdisziplinären/sektorenübergreifenden Zusammenarbeit von Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern und anderen medizinischen sowie pflegerischen Leistungserbringern oder
  • der qualitativ hochwertigen Patientenversorgung und Versorgungsstruktur durch Nutzen digitaler Medien.

Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege kann weitere Förderschwerpunkte setzen.

Nicht gefördert werden:

  • Vorhaben, die reine Entwicklungstätigkeiten sowie Grundlagenforschung vorsehen;
  • Vorhaben mit schwerpunktmäßig telemedizinischen Ansätzen;
  • Baumaßnahmen, es denn, es handelt sich um geringfügige Maßnahmen, die für die Umsetzung des geplanten Projekts erforderlich sind;
  • Maßnahmen, die bereits jetzt Leistungen der Regelversorgung darstellen;
  • Maßnahmen, für die Zuwendungen aus anderen Haushaltsmitteln des Freistaates in Anspruch genommen werden;
  • Klinische Studien zum Wirksamkeitsnachweis von Arzneimitteln, Medizinprodukten, Behandlungen und operativen Verfahren;
  • Studien zur Erprobung einer neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethode nach § 137e SGB V.

Alle weiteren Zuwendungsvoraussetzungen, die für eine Förderung erforderlich sind, werden in der Förderrichtlinie (siehe Downloads) beschrieben.

Unterstützung durch die Förderstelle IMV und Kooperationen

Die Förderstelle „Innovative medizinische Versorgungskonzepte“ unterstützt potenzielle Antragstellende bei der Erstellung von schlüssigen und qualitativ hochwertigen Projektanträgen. Sie bietet eine umfassende Antragsberatung an und trägt so dazu bei, die Antragsqualität zu verbessern und die formalen Zuwendungsvoraussetzungen zu erfüllen. Antragstellende werden bei Bedarf durch die Förderstelle IMV von der Projektidee bis zu einem vollständigen Projektantrag begleitet.

Die Förderstelle IMV arbeitet wissenschaftsbasiert und setzt Impulse für die Weiterentwicklung innovativer Versorgungskonzepte. Zudem arbeitet die Förderstelle IMV eng mit dem Kommunalbüro für ärztliche Versorgung und der Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheitsversorgungsforschung (LAGeV) zusammen. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird bei Bedarf der Kontakt zu den Ansprechpartnern aus dem Kommunalbüro bzw. zu den Versorgungsforschern der LAGeV vermittelt. Eine Förderung innovativer medizinischer Versorgungskonzepte kommt auch für Projekte in Betracht, die im Rahmen von Gesundheitsregionenplus entwickelt werden.

Kontakt zur Förderstelle IMV

Natascha Raible (Leiterin der Förderstelle IMV)
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Sachgebiet GE 6: Versorgungsqualität,
Gesundheitsökonomie, Gesundheitssystemanalyse
Schweinauer Hauptstr. 80, 90441 Nürnberg
Telefon 09131 6808-2941
Telefax: 09131 6808-2905
E-Mail: foerderstelle-imv@lgl.bayern.de

Wesentliche Punkte der Förderung und Antragstellung

Förderung innovativer medizinischer Versorgungskonzepte – Voraussetzungen und Antragstellung