Facharbeitsgruppen der ARE-Vet

Übersichtsgrafik zu den drei Facharbeitsgruppen der ARE-Vet: Reserve-Antibiotika, Lebensmittelkette und Kleintiere

FAG „Reserveantibiotika” (besonders schützenswerte Wirkstoffe)

Der Begriff „Reserveantibiotika“ ist weder in der Human-, noch in der Veterinärmedizin eindeutig definiert und wird unter unterschiedlichen Gesichtspunkten verwendet. Im Fokus der Facharbeitsgruppe stehen die Wirkstoffe, die gemäß der Definition der World Health Organisation (WHO) bzw. der World Organisation for Animal Health (OIE) als „critically important antimicrobials“ eingestuft sind. Primäres Ziel ist die praxisorientierte Aufklärung verschiedener Zielgruppen zum Themenkreis Antibiotikaeinsatz in der Veterinärmedizin. Die Facharbeitsgruppe setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Bereiche Agrarwirtschaft und Veterinärmedizin sowie Vertretern der Hochschulen.

FAG Lebensmittelkette („Risiko des Eintrags von resistenten Erregern in die Lebensmittelkette“)

Die Facharbeitsgruppe befasst sich mit dem Risiko des Eintrags von resistenten Erregern in die Lebensmittelkette. Das Thema ist breitgefasst – einer der Schwerpunkte wird auf die Primärproduktion (Tierhaltung) gelegt. Die Facharbeitsgruppe setzt sich aus Mitgliedern der Agrarwirtschaft, der Lebensmittelproduktion, der Veterinärmedizin und den Hochschulen zusammen.

Erste Schritte sind die Vernetzung der einzelnen Bereiche und laufender bzw. geplanter Projekte sowie Informationskampagnen für spezielle Zielgruppen mit horizontalem Informationsfluss (z. B. Landwirte für Landwirte).

FAG Klein- und Heimtiere (im Aufbau)

Die Bedeutung der Kleintiere – Hund, Katze, Heimtiere – beim Thema „resistente Keime“, darf vor allem im Hinblick auf den teils engen Kontakt zwischen Haustier und Mensch nicht vernachlässigt werden. Interessant ist hier auch die Frage nach der Übertragung von Krankheitserregern vom Mensch auf das Tier (Anthropozoonosen). Ein Schwerpunktthema dieser FAG ist die Hygiene im Bereich der Kleintierpraxis, v. a. auch im Bereich Chirurgie zur Vermeidung von Resistenzbildung und damit einhergehenden erhöhten Infektionsraten.

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