Heimtierhaltung

Nach Angaben des Industrieverbands Heimtierbedarf lebten in Deutschland im Jahr 2009 mehr als 23 Millionen Haustiere. Die beliebtesten Heimtiere sind Katzen mit etwa 8,2 Millionen Tieren. 16,5 % der Haushalte halten eine oder mehrere Katzen. Auch die Hundepopulation erreicht mit 5,4 Millionen Hunden in 13,3 % der Haushalte ein hohes Niveau. Noch immer beliebt sind Meerschweinchen und Kaninchen (5,6 Millionen Tiere in 6,4 % der Haushalte). Während die Anzahl der Fische (2,1 Millionen Aquarien in 4,4 % der Haushalte, 2,1 Millionen Teiche in 4,0 % der Haushalte) zunimmt, zeigen Ziervögel eine absteigende Tendenz. Etwa 3,4 Millionen Wellensittiche oder Zebrafinken zwitschern aus den Käfigen in 4,9 % der Haushalte. Stark entwickelt hat sich die Zahl der Terrarien: In 1,2 % der Haushalte werden mittlerweile ein oder mehrere Reptilien, Amphibien oder wirbellose Tiere in 0,4 Millionen Terrarien gehalten.

Die Haltung von Tieren auf kleinem Raum erfordert detaillierte Kenntnisse über die Tierart, da den Tieren entgegen dem Leben in der freien Natur den Tieren keine Wahlmöglichkeiten für ihren Aufenthaltsort und ihr Futter verbleiben. Es gilt daher der Satz: Wissen schützt Tiere.

Das Tierschutzgesetz fordert in § 2 vom Tierhalter die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten. Die Bedeutung der Heimtierhaltung und die Vielfalt der gehaltenen Heimtierarten führen dazu, dass in der Statistik des Sachgebietes seit Jahren Anfragen zu Heimtieren eine Spitzenstellung einnehmen. Im Jahr 2010 bezogen sich 35 % der Anfragen auf diese Tiergruppe. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat Informationstexte zu verschiedenen Aspekten der Heimtierhaltung bei Hunden und Reptilien zusammengestellt.

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