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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Chrom

Chrom in Bedarfsgegenständen

Zur Gerbung von Leder werden in großem Umfang Chrom (III)-Salze eingesetzt. Durch Herstellungsverfahren, die nicht nach aktuellen Qualitätsstandards erfolgen, kommt es im Verlauf der Gerbung häufig zur Bildung von löslichen Chrom (VI)-Verbindungen. Wasserlösliche Chrom (VI)-Verbindungen sind als potente Kontaktallergene anzusehen. Bisher gab es lediglich für Schutzhandschuhe in der Arbeitswelt nach DIN EN 420 Vorgaben für den Gehalt an Allergie auslösendem Chrom (VI). Seit dem 14. August 2010 dürfen nun gemäß Bedarfsgegenständeverordnung Verfahren, die bewirken, dass in dem Bedarfsgegenstand Chrom (VI) nachweisbar ist, für Bedarfsgegenstände aus Leder, die dazu bestimmt sind, nicht nur vorübergehend mit dem menschlichen Körper in Berührung zu kommen – wie Bekleidungsgegenstände, Uhrarmbänder, Taschen und Rucksäcke, Stuhlüberzüge, Brustbeutel sowie Lederspielwaren – nicht mehr angewendet werden.