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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Gesundheit – Aktuelles

Hasenpest im Landkreis Schwandorf

Im Zusammenhang mit einer Jagdgesellschaft, die am 27.10.2018 insgesamt 8 Hasen erlegte, erkrankten wenige Tage nach der Jagd neun Personen an grippeähnlichen Symptomen. Zudem erkrankten wenige Tage später zwei Mitarbeiter eines Wildverarbeitungsbetriebes, die ebenfalls Kontakt zu den erlegten Hasen hatten. Mittlerweile liegen serologische Nachweise von Hasenpest (Tularämie) von zwei der Erkrankten sowie von drei an der Jagd beteiligten Hunden vor. Der Erreger der Hasenpest, das Bakterium Francisella tularensis, konnte zudem mittels PCR in einem sichergestellten Hasenteil nachgewiesen werden. Dieser Erreger ist in Bayern verhältnismäßig selten, verdient aber Beachtung, da er auch bei Menschen eine Erkrankung auslösen kann. 2017 wurden aus Bayern 13 humane Erkrankungsfälle gemeldet. Besonders gefährdet sind Menschen, die intensiven Kontakt zu erkrankten Tieren oder deren Ausscheidungen haben, also v.a. Jäger und Tierärzte, aber auch Köche und Metzger. Im gesamten Meldejahr 2018 hat es bisher 6 bestätigte Fälle von Tularämie in Bayern gegeben, in den fünf Vorjahren waren es 2-13 Fälle. Zum Schutz vor der Infektion ist eine strenge Einhaltung der Arbeits- und Küchenhygiene sehr wichtig, Wildgerichte sollten immer gut durchgegart und ein Kontakt zu kranken Wildtieren und Kadavern sollte vermieden werden.
Weitere Informationen:

Elektronisches Polleninformationsnetzwerk

Mit dem neuen elektronischen Polleninformationsnetzwerk (ePIN) kann die die aktuelle Pollenbelastung in Bayern bald standort- und pollenspezifisch abgerufen werden. So ist geplant, dass jeder Bürger die Daten ab 2019 online über das LGL abrufen kann. Den ersten elektronischen Pollenmonitor eröffnete Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am 27. April 2018 in Garmisch-Partenkirchen. Mitte Oktober wurde in Hof die sechste von insgesamt acht elektronischen Pollenmessstationen aufgebaut, die zusammen mit den Pollenmonitoren in Viechtach, Marktheidenfeld, Altötting, Mindelheim und Garmisch-Partenkirchen zunächst im Testbetrieb läuft. Bis zum Frühjahr 2019 sollen auch die restlichen zwei Anlagen in Feucht und München folgen. "ePIN" ist Teil der bayerischen Klimaanpassungsstrategie. Es wird im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege unter Leitung des LGL in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Allergie und Umwelt der TU München und weiteren wissenschaftlichen Beratern und Projektpartnern umgesetzt. Weitere Informationen:

Perfluorierte Chemikalien (PFC) – Infoline an Landesämtern

Perfluorierte Chemikalien (PFC), darunter PFOA, lassen sich an einzelnen Standorten in Bayern nachweisen, so z. B. im Raum Gendorf/Altötting. Das LGL und das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) bieten daher eine gemeinsame Infoline für Fragen zu PFC an. Die PFC-Infoline ist für Bürger, Kommunen und Behörden erreichbar jeweils Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 12 Uhr und Donnerstag von 13 bis 16 Uhr. Bei Fragen zu Gesundheit, Trinkwasser und Lebensmitteln stehen Ansprechpartner des LGL unter der Rufnummer 09131 6808 – 2497 oder per E-Mail an pfc@lgl.bayern.de zur Verfügung. Bei Fragen zu Wasser, Boden, Luft, Natur erreichen Interessierte die „PFC-Infoline“ am LfU unter: 0821 9071 – 5102, oder per E-Mail an pfc-umwelt@lfu.bayern.de. Bitte beachten Sie: Fragen zur Situation vor Ort können meist nur das jeweils zuständige Landratsamt bzw. die zuständige Kommune beantworten. Medienvertreter können sich bei Fragen zum Thema weiterhin an die Pressestellen der Landesämter wenden.

Steigende Impfquoten in Bayern

Die Masern-Impfquoten in Bayern sind deutlich gestiegen. Das zeigt der 2. Bayerische Gesundheitsreport 2018 des LGL. Bei 2014 geborenen Kleinkindern (bis 24 Monate) lag die Masern-Impfquote in Bayern bei 96,2 Prozent. Dennoch kommt es, wie der Gesundheitsreport zeigt, immer wieder zu lokalen Ausbrüchen und sogenannten masernstarken Jahren. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesundheitsreports liegt auf der Keuchhustenimpfung. Die Quote der abgeschlossenen Grundimmunisierungen im Einschulungsalter ist mit 95,3 Prozent zwar hoch, die Impfung bietet aber nur einen zeitlich begrenzten Schutz. Es sind daher regelmäßige Auffrischimpfungen notwendig. Besonders bei Säuglingen treten schwere Krankheitsverläufe auf, deshalb ist es besonders wichtig, sie durch geimpfte Erwachsene in ihrem Umfeld zu schützen.


Gesundheit

Gesundheit ist ein hohes Gut, das es zu schützen, zu erhalten und wo nötig wiederherzustellen gilt. Gesundheit ist vielen Einflüssen ausgesetzt: Diese reichen vom Verhalten des Einzelnen über die medizinische Versorgungsqualität bis zu einer gesundheitsförderlichen oder auch schädigenden natürlichen, sozialen und wirtschaftlichen Umwelt.

Für die Arbeit des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ergeben sich daraus arbeits-, umwelt- und sozialmedizinische, infektiologisch-hygienische, pharmazeutische, (versorgungs-)epidemiologische, präventionsbezogene und gesundheitskommunikative Fragestellungen. Die Fachleute in diesem Bereich überwachen und beschreiben Risiken und Chancen für die menschliche Gesundheit aus der Bevölkerungsperspektive. Sie schaffen damit eine Grundlage für Risikokommunikation und Risikomanagement. Die Arbeitsweise ist interdisziplinär, multiprofessionell und von intensivem fachlichem Austausch geprägt.

Diesem Austausch dienen auch mehrere bayerische Landesarbeitsgemeinschaften, die am LGL angesiedelt sind: die Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI), die Landesarbeitsgemeinschaft Hochkontagiöse Krankheiten (LAHOK) und die Landesarbeitsgemeinschaft Multiresistente Erreger (LARE). Hinzu kommen die Task Force Infektiologie mit einer Sieben-Tage/24-Stunden-Rufbereitschaft sowie die Spezialeinheit Infektionshygiene zur Überwachung medizinischer Einrichtungen.