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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Gesundheit – Aktuelles

Gemeinsamer Bayerischer Aktionsplan gegen Antibiotikaresistenzen

Der Kampf gegen die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen stellt inzwischen eine weltweite Herausforderung für die medizinische Versorgung von Mensch und Tier dar und erfordert ein gemeinsames Handeln in den Bereichen von Human-und Veterinärmedizin. Ende Oktober hat das bayerische Landeskabinett einen gemeinsamen Aktionsplan der Bayerischen Staatsministerien für Gesundheit und Pflege (StMGP) und für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) gegen Antibiotikaresistenzen gebilligt. Der bayerische Aktionsplan soll unter anderem eine Ergänzung der von der Bundesregierung initiierten Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) auf Landesebene darstellen. Er basiert insbesondere auf den Aktivitäten der überregionalen Netzwerke LARE (LandesArbeitsgemeinschaft multiresistente Erreger), BAKT (Bayerisches Aktionsbündnis gegen Antibiotikaresistenzen) und ARE-Vet (Arbeitsgemeinschaft resistente Erreger in der Veterinärmedizin), die ihren Sitz am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) haben.

Verbesserung der Pollenflugvorhersage durch das Projekt ePIN

Die ersten Haselpollen fliegen seit Mitte Februar und bilden somit den Start für die Pollensaison 2017 in Bayern. Schon wenige Pollen von Hasel, Erle oder Birke genügen, um bei Allergikern Beschwerden, z. B. in Form von einer laufende Nase, Niesen oder Juckreiz, auszulösen. Von allen allergischen Erkrankungen stellen durch Pollen verursachte Allergien den größten Anteil dar. Je besser die Informationslage über den aktuellen Pollenflug ist, desto besser können Betroffene rechtzeitig reagieren.

Mit dem vom LGL koordinierten Projekt (elektronisches Polleninformationsnetzwerk Bayern) soll weltweit erstmalig ein modernes Polleninformationsnetzwerk auf elektronischer Basis aufgebaut werden. Die Hauptziele von ePIN sind eine grundlegende Verbesserung der Qualität der Pollenflugvorhersage in Bayern, eine substantielle Verbesserung der Datenlage für die allergie- und gesundheitsbezogene Klimaforschung sowie eine langfristige Verbesserung der bayernweiten Datengrundlage zum Klimamonitoring.


Gesundheit

Gesundheit ist ein hohes Gut, das es zu schützen, zu erhalten und wo nötig wiederherzustellen gilt. Gesundheit ist vielen Einflüssen ausgesetzt: Diese reichen vom Verhalten des Einzelnen über die medizinische Versorgungsqualität bis zu einer gesundheitsförderlichen oder auch schädigenden natürlichen, sozialen und wirtschaftlichen Umwelt.

Für die Arbeit des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ergeben sich daraus arbeits-, umwelt- und sozialmedizinische, infektiologisch-hygienische, pharmazeutische, (versorgungs-)epidemiologische, präventionsbezogene und gesundheitskommunikative Fragestellungen. Die Fachleute in diesem Bereich überwachen und beschreiben Risiken und Chancen für die menschliche Gesundheit aus der Bevölkerungsperspektive. Sie schaffen damit eine Grundlage für Risikokommunikation und Risikomanagement. Die Arbeitsweise ist interdisziplinär, multiprofessionell und von intensivem fachlichem Austausch geprägt.

Diesem Austausch dienen auch mehrere bayerische Landesarbeitsgemeinschaften, die am LGL angesiedelt sind: die Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI), die Landesarbeitsgemeinschaft Hochkontagiöse Krankheiten (LAHOK) und die Landesarbeitsgemeinschaft Multiresistente Erreger (LARE). Hinzu kommen die Task Force Infektiologie mit einer Sieben-Tage/24-Stunden-Rufbereitschaft sowie die Spezialeinheit Infektionshygiene zur Überwachung medizinischer Einrichtungen.