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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Gesundheit – Aktuelles

Bayerisches Forum AIDS-Prävention

Am 27. und 28.Juni 2017 fand das 16.Bayerisches Forum AIDS-Prävention statt. Es wird jährlich vom Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege veranstaltet.

Zum dritten Mal in Folge trafen sich die bayerischen Fachkräfte und Experten der HIV und AIDS-Prävention im Schloss Fürstenried im Stadtrand von München zum Bayerischen Forum AIDS-Prävention. Nach der Einführung in die aktuelle Entwicklung und in spezielle Phänomene der HIV-Epidemie, fokussierten die Vortragsreihen diesmal auf vier Hauptzielgruppen der präventiven Arbeit: Drogengebrauchende, Migranten, Jugendliche und Männer, die Sex mit Männern haben. Die Referate wurden durch Beispiele aus der praktischen Arbeit von Fachkräften der AIDS-Prävention in Bayern aufgelockert.

Verbesserung der Pollenflugvorhersage durch das Projekt ePIN

Die ersten Haselpollen fliegen seit Mitte Februar und bilden somit den Start für die Pollensaison 2017 in Bayern. Schon wenige Pollen von Hasel, Erle oder Birke genügen, um bei Allergikern Beschwerden, z. B. in Form von einer laufende Nase, Niesen oder Juckreiz, auszulösen. Von allen allergischen Erkrankungen stellen durch Pollen verursachte Allergien den größten Anteil dar. Je besser die Informationslage über den aktuellen Pollenflug ist, desto besser können Betroffene rechtzeitig reagieren.

Mit dem vom LGL koordinierten Projekt (elektronisches Polleninformationsnetzwerk Bayern) soll weltweit erstmalig ein modernes Polleninformationsnetzwerk auf elektronischer Basis aufgebaut werden. Die Hauptziele von ePIN sind eine grundlegende Verbesserung der Qualität der Pollenflugvorhersage in Bayern, eine substantielle Verbesserung der Datenlage für die allergie- und gesundheitsbezogene Klimaforschung sowie eine langfristige Verbesserung der bayernweiten Datengrundlage zum Klimamonitoring.

Erneute Berufung zum Nationalen Referenzzentrum für Borrelien

Das Nationale Referenzzentrum (NRZ) für Borrelien ist seit 01.01.2008 am LGL angesiedelt. Im vergangenen Jahr wurde es durch den Wissenschaftlichen Beirat für Public Health Mikrobiologie des Robert Koch-Instituts evaluiert. Der Beirat und externe Gutachter haben dabei empfohlen, das NRZ weiterzuführen. Nachdem sich das Robert Koch-Institut dieser Empfehlung angeschlossen hat, erfolgte nun die erneute Berufung durch das Bundesministerium für Gesundheit für die Berufungsperiode 2017-2019. Das LGL wird damit weiterhin ein umfangreiches Leistungsangebot (Beratung, Fortbildung, Diagnostik und Forschung) zum Thema Borrelien bereithalten können.

LGL rät zu Überprüfung des Tetanus-Impfschutzes

Die Tetanus-Erkrankungen in Deutschland gingen in den letzten Jahrzenten stark zurück und liegen derzeit bei ca. zehn bis fünfzehn Fällen pro Jahr. Mit diesem Erfolg, der maßgeblich einer hohen Impfquote geschuldet ist, wächst zugleich die Gefahr, dass die Aufmerksamkeit für die auch als Wundstarrkrampf bezeichnete Krankheit bei der Bevölkerung und auch bei der Ärzteschaft abnimmt. Dabei gab es erst in jüngster Zeit einen Tetanus-Todesfall in Bayern.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ruft daher dazu auf, den individuellen Tetanus-Impfschutz zu überprüfen.


Gesundheit

Gesundheit ist ein hohes Gut, das es zu schützen, zu erhalten und wo nötig wiederherzustellen gilt. Gesundheit ist vielen Einflüssen ausgesetzt: Diese reichen vom Verhalten des Einzelnen über die medizinische Versorgungsqualität bis zu einer gesundheitsförderlichen oder auch schädigenden natürlichen, sozialen und wirtschaftlichen Umwelt.

Für die Arbeit des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ergeben sich daraus arbeits-, umwelt- und sozialmedizinische, infektiologisch-hygienische, pharmazeutische, (versorgungs-)epidemiologische, präventionsbezogene und gesundheitskommunikative Fragestellungen. Die Fachleute in diesem Bereich überwachen und beschreiben Risiken und Chancen für die menschliche Gesundheit aus der Bevölkerungsperspektive. Sie schaffen damit eine Grundlage für Risikokommunikation und Risikomanagement. Die Arbeitsweise ist interdisziplinär, multiprofessionell und von intensivem fachlichem Austausch geprägt.

Diesem Austausch dienen auch mehrere bayerische Landesarbeitsgemeinschaften, die am LGL angesiedelt sind: die Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI), die Landesarbeitsgemeinschaft Hochkontagiöse Krankheiten (LAHOK) und die Landesarbeitsgemeinschaft Multiresistente Erreger (LARE). Hinzu kommen die Task Force Infektiologie mit einer Sieben-Tage/24-Stunden-Rufbereitschaft sowie die Spezialeinheit Infektionshygiene zur Überwachung medizinischer Einrichtungen.