Lebensbaumlogo Geschäftsbereich lebensministerium.bayern.de

Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Gesundheit – Aktuelles

Hasenpest im Landkreis Würzburg

Der Erreger der sogenannten Hasenpest oder Tularämie wurde bei toten Feldhasen im Landkreis Würzburg nachgewiesen. Dieser Erreger ist in Bayern verhältnismäßig selten, kann aber dennoch immer wieder bei Wildtieren (insbesondere Feldhasen) in ganz Bayern gefunden werden. Beachtung verdient er, da er auch den Menschen infizieren und eine Erkrankung auslösen kann. 2017 gab es in Bayern 13 Fälle. Besonders gefährdet sind Menschen, die intensiven Kontakt zu erkrankten Tieren oder deren Ausscheidungen haben, also v.a. Jäger und Tierärzte, aber auch Köche und Metzger. Das LGL überwacht die Hasenpest seit 2007. Seit 2012 gibt es in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jagdverband das sogenannte Feldhasenmonitoring.

Erster Bericht zur Seniorengesundheit in Bayern

Der Mehrheit der älteren Menschen in Bayern geht es gesundheitlich gut, drei Viertel der Betroffenen sind mit ihrem Leben 'sehr zufrieden' oder 'eher zufrieden', obwohl das Alter Erkrankungen und Einschränkungen mit sich bringt. Dies geht aus dem ersten Bericht zur Seniorengesundheit in Bayern hervor, den die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml am 22.3.2018 in München vorgestellt hat. Der Bericht beschränkt sich nicht darauf, das Krankheitsspektrum älterer Menschen darzustellen. Vielmehr umfasst diese umfassende Datensammlung körperliche, seelische und auch soziale Aspekte des Lebens älterer Menschen. Den Bericht hat das LGL in Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychogerontologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg auf der Grundlage eines Gutachtens des Internationalen Instituts für Empirische Sozialökonomie INIFES gGmbH erstellt.

Fünf Jahre Molekularepidemiologie am LGL

Das Public Health Mikrobiologie (PHM)-Labor am LGL feiert gemeinsam mit dem ebenfalls hier angesiedelten Nationalen Referenzzentrum für Borrelien NRZ und dem Konsiliarlabor für Diphtherie das 5-jährige Jubiläum der Etablierung von Multi Locus Sequence Typing (MLST) und Next Generation Sequencing (NGS) zur modernen molekularbiologischen Ausbruchsaufklärung von Infektionskrankheiten. Es gehört damit zu den führenden PHM-Laboratorien in Europa und ist in Sachen NGS im Bereich ÖGD, Infektionserreger und PHM deutschlandweit Hauptansprechpartner des Robert Koch-Instituts.

Bericht zur Gesundheit der Beschäftigten

Das LGL hat einen neuen Kurzbericht zur Gesundheit der Beschäftigten veröffentlicht. Er zeigt z.B., dass Bayern im Ländervergleich einen unterdurchschnittlichen Krankenstand hat, dass psychische Störungen bei den Krankschreibungen und den Frühberentungen inzwischen eine große Rolle spielen, viele Beschäftigte unter Zeit-und Termindruck arbeiten oder dass die Zahl tödlicher Arbeitsunfälle erfreulich zurückgeht.

Mehr dazu hier:
Die Gesundheit der Beschäftigten – Update 2018


Gesundheit

Gesundheit ist ein hohes Gut, das es zu schützen, zu erhalten und wo nötig wiederherzustellen gilt. Gesundheit ist vielen Einflüssen ausgesetzt: Diese reichen vom Verhalten des Einzelnen über die medizinische Versorgungsqualität bis zu einer gesundheitsförderlichen oder auch schädigenden natürlichen, sozialen und wirtschaftlichen Umwelt.

Für die Arbeit des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ergeben sich daraus arbeits-, umwelt- und sozialmedizinische, infektiologisch-hygienische, pharmazeutische, (versorgungs-)epidemiologische, präventionsbezogene und gesundheitskommunikative Fragestellungen. Die Fachleute in diesem Bereich überwachen und beschreiben Risiken und Chancen für die menschliche Gesundheit aus der Bevölkerungsperspektive. Sie schaffen damit eine Grundlage für Risikokommunikation und Risikomanagement. Die Arbeitsweise ist interdisziplinär, multiprofessionell und von intensivem fachlichem Austausch geprägt.

Diesem Austausch dienen auch mehrere bayerische Landesarbeitsgemeinschaften, die am LGL angesiedelt sind: die Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI), die Landesarbeitsgemeinschaft Hochkontagiöse Krankheiten (LAHOK) und die Landesarbeitsgemeinschaft Multiresistente Erreger (LARE). Hinzu kommen die Task Force Infektiologie mit einer Sieben-Tage/24-Stunden-Rufbereitschaft sowie die Spezialeinheit Infektionshygiene zur Überwachung medizinischer Einrichtungen.