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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Gesundheit – Aktuelles

Hasenpest im Landkreis Würzburg

Der Erreger der sogenannten Hasenpest oder Tularämie wurde bei toten Feldhasen im Landkreis Würzburg nachgewiesen. Dieser Erreger ist in Bayern verhältnismäßig selten, kann aber dennoch immer wieder bei Wildtieren (insbesondere Feldhasen) in ganz Bayern gefunden werden. Beachtung verdient er, da er auch den Menschen infizieren und eine Erkrankung auslösen kann. 2017 gab es in Bayern 13 Fälle. Besonders gefährdet sind Menschen, die intensiven Kontakt zu erkrankten Tieren oder deren Ausscheidungen haben, also v.a. Jäger und Tierärzte, aber auch Köche und Metzger. Das LGL überwacht die Hasenpest seit 2007. Seit 2012 gibt es in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jagdverband das sogenannte Feldhasenmonitoring.

Fünf neue FSME-Risikogebiete in Bayern

Das Robert Koch-Institut bewertet jährlich die FSME-Risikogebiete in Deutschland neu. In Bayern zählen jetzt 88 der 96 Landkreise und Kreisfreien Städte zu den FSME-Risikogebieten. Neu hinzu gekommen sind die fünf Landkreise Starnberg, München (nicht München Stadt), Günzburg, Weilheim-Schongau und Augsburg (nicht Augsburg Stadt). Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist die zweithäufigste zeckenübertragene Krankheit in Deutschland. Verursacht wird sie durch das FSME-Virus. Bei der Erkrankung kommt es zunächst zu grippeähnlichen Symptomen. Rund 10 Prozent der Patienten können eine Hirnhaut- und Gehirnentzündung entwickeln, davon endet jeder 100. Fall tödlich. In Bayern werden dem LGL jedes Jahr rund 150 Fälle von FSME nach Infektionsschutzgesetz gemeldet. 2017 wurden insgesamt 234 Fälle gemeldet. Eine ursächliche Therapie der FSME gibt es nicht. Neben allgemeinen Abwehrmaßnahmen gegen Zecken stellt die Impfung die einzige wirksame Schutzmaßnahme dar. Sie wird von der Ständigen Impfkommission für alle Personen, die in den Risikogebieten gegenüber Zecken exponiert oder beruflich gefährdet sind, empfohlen.

Elektronisches Polleninformationsnetzwerk

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml eröffnete am 27. April 2018 in Garmisch-Partenkirchen offiziell den ersten automatischen Pollenmonitor im Rahmen des neuen elektronischen Polleninformationsnetzwerkes (ePIN). Neben Garmisch-Partenkirchen werden noch in folgenden sieben Landkreisen weitere elektronische Pollenmonitore (POMO) errichtet, die zunächst im Testbetrieb laufen: Altötting, Feucht, Garmisch-Partenkirchen, Hof, Marktheidenfeld, Mindelheim, München und Viechtach. Es ist geplant, dass jeder Bürger ab 2019 die aktuelle Pollenbelastung standort- und pollenspezifisch online über das LGL abrufen können wird. "ePIN" ist Teil der bayerischen Klimaanpassungsstrategie. Es wird unter Leitung des LGL in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Umwelt (LfU) und verschiedenen wissenschaftlichen Beratern und Projektpartnern durchgeführt. Weitere Informationen finden sich im Internet unter:

Bericht zur Gesundheit der Beschäftigten

Das LGL hat einen neuen Kurzbericht zur Gesundheit der Beschäftigten veröffentlicht. Er zeigt z.B., dass Bayern im Ländervergleich einen unterdurchschnittlichen Krankenstand hat, dass psychische Störungen bei den Krankschreibungen und den Frühberentungen inzwischen eine große Rolle spielen, viele Beschäftigte unter Zeit-und Termindruck arbeiten oder dass die Zahl tödlicher Arbeitsunfälle erfreulich zurückgeht.

Mehr dazu hier:
Die Gesundheit der Beschäftigten – Update 2018


Gesundheit

Gesundheit ist ein hohes Gut, das es zu schützen, zu erhalten und wo nötig wiederherzustellen gilt. Gesundheit ist vielen Einflüssen ausgesetzt: Diese reichen vom Verhalten des Einzelnen über die medizinische Versorgungsqualität bis zu einer gesundheitsförderlichen oder auch schädigenden natürlichen, sozialen und wirtschaftlichen Umwelt.

Für die Arbeit des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ergeben sich daraus arbeits-, umwelt- und sozialmedizinische, infektiologisch-hygienische, pharmazeutische, (versorgungs-)epidemiologische, präventionsbezogene und gesundheitskommunikative Fragestellungen. Die Fachleute in diesem Bereich überwachen und beschreiben Risiken und Chancen für die menschliche Gesundheit aus der Bevölkerungsperspektive. Sie schaffen damit eine Grundlage für Risikokommunikation und Risikomanagement. Die Arbeitsweise ist interdisziplinär, multiprofessionell und von intensivem fachlichem Austausch geprägt.

Diesem Austausch dienen auch mehrere bayerische Landesarbeitsgemeinschaften, die am LGL angesiedelt sind: die Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI), die Landesarbeitsgemeinschaft Hochkontagiöse Krankheiten (LAHOK) und die Landesarbeitsgemeinschaft Multiresistente Erreger (LARE). Hinzu kommen die Task Force Infektiologie mit einer Sieben-Tage/24-Stunden-Rufbereitschaft sowie die Spezialeinheit Infektionshygiene zur Überwachung medizinischer Einrichtungen.