Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Erkrankungen durch Salmonellen

Salmonella spp. stehen in Deutschland gemeinsam mit thermophilen Campylobacter spp. an der Spitze der bakteriellen lebensmittelassoziierten Durchfallerreger. In Bayern wurden z. B. im Jahr 2010 3.568 Salmonellose-Fälle gemeldet (Survstat), die Dunkelziffer dürfte allerdings erheblich höher liegen.

Die Erkrankung äußert sich nach einer Inkubationszeit von 18 bis 72 Stunden in Durchfall, seltener auch Übelkeit, Erbrechen und Fieber. Die Symptomatik hält zumeist nur wenige Tage an. Die Letalität ist bei einer Salmonelleninfektion gering und beträgt < 0,1 %; es sterben aber überwiegend ältere Menschen und Kinder.

Der überwiegende Anteil von Salmonellen-Erkrankungen wird auf kontaminierte Lebensmittel tierischen Ursprungs (Geflügel, Fleisch und Fleischprodukte sowie in seltenen Fällen auch Eier und Eierspeisen) zurückgeführt. Aber auch pflanzliche Lebensmittel wie Sprossen, Tomaten und Kräutertee wurden bereits als mögliche Überträger beschrieben. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch spielt bei dieser Erkrankung eine untergeordnete Rolle, vor allem bei Kindern kann sie aber von Bedeutung sein.

Mehr zu diesem Thema

Allgemeine Informationen zum Thema

Weitere LGL-Artikel

Untersuchungsergebnisse zu mikrobiologischer Belastung durch Salmonellen

2009

2008

2007

2006

2005