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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Lebensmittel - Aktuelles

Das Essen der Zukunft – Was bringt die neue EU-Verordnung über Novel-Food (neuartige Lebensmittel)?

Seit dem 1. Januar 2018 gilt die neue EU-Verordnung über neuartige Lebensmittel, die Verordnung (EU) 2015/2283. Sie löst die bald 20 Jahre gültige Verordnung über neuartige Lebensmittel aus dem Jahre 1997 (Verordnung (EG) Nr. 258/97) ab. Als „neuartig“ werden weiterhin alle Lebensmittel bezeichnet, die vor dem Stichtag 15. Mai 1997 noch nicht in nennenswertem Umfang in der EU für den menschlichen Verzehr verwendet worden sind und unter eine bestimmte in der Verordnung festgelegte Lebensmittelkategorie fallen. Bevor neuartige Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden dürfen, müssen sie nach wie vor gesundheitlich bewertet und zugelassen sein.

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Neue Verfahren in der Gentechnologie

Mit Beschluss des Bayerischen Landtags vom 21.06.2017 wurde die Bayerische Staatsregierung aufgefordert, über neue Verfahren in der Gentechnologie zu berichten. Dabei sollten insbesondere die technischen Hintergründe der neuen molekularbiologischen Verfahren, wie zum Beispiel CRISPR/Cas9, beleuchtet werden. Ein weiterer Aspekt war, Anwendungsmöglichkeiten, die die „Gen-Chirurgie“ zum Beispiel in der Therapie von Erkrankungen und in der Pflanzenzucht bietet, aufzuzeigen. Nicht zuletzt sollten mögliche Risiken der neuen Verfahren, insbesondere aus ethischer und patentrechtlicher Sicht sowie aus Umweltschutz- und Verbrauchersicht, erörtert werden.

Der Bericht wurde unter maßgeblicher Mitwirkung des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) erstellt und dem Bayerischen Landtag vom Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) im Einvernehmen mit weiteren Staatsministerien (StMJ, StMBW, StMWI, StMELF und StMGP) übergeben.

LGL stellt Merkblätter zum Tabakrecht bereit

Bei den Tabaküberwachungsbehörden gehen regelmäßig Anfragen zu den rechtlichen Anforderungen insbesondere für elektronische Zigaretten (E-Zigaretten) und Nachfüllbehälter sowie für Wasserpfeifentabak ein. Vor diesem Hintergrund hat die Arbeitsgemeinschaft der Tabaksachverständigen wichtige rechtliche Vorgaben speziell zu diesen Produktgruppen zusammengefasst. Das LGL stellt diese in Form von Merkblättern zum Herunterladen zur Verfügung:

Dem Lebensmittelbetrug auf der Spur

Gemeinsam mit Statistikern der Ludwig-Maximilians-Universität München haben LGL-Experten die Analysemethode „Import screening for the analysis of food risks“ (ISAR) entwickelt, mit deren Einsatz sich Lebensmittel-Importströme auf Unregelmäßigkeiten untersuchen lassen. Dabei werden Veränderungen bei Preisen und Mengen von Lebensmittelimporten erfasst und in Bezug zum jeweiligen Herkunftsland gesetzt. Liegt beispielweise die tatsächliche Preisentwicklung über der erwarteten, kann dies ein Signal für eine höhere Wahrscheinlichkeit von Betrugsfällen sein. Das ISAR-Verfahren wird bereits seit dem Jahr 2016 am LGL eingesetzt und hat sich in der Praxis bereits erfolgreich bewährt.

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Lebensmittel – Themen

Als Lebensmittel sind alle Stoffe oder Erzeugnisse definiert, die dazu bestimmt sind oder von denen nach vernünftigem Ermessen erwartet werden kann, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen aufgenommen werden können. Zu Lebensmitteln zählen auch Getränke, Kaugummi sowie alle Stoffe, einschließlich Wasser, die dem Lebensmittel bei seiner Herstellung oder Be- oder Verarbeitung absichtlich zugesetzt werden (Artikel 2 der VO (EG) 178/2002). Lebensmittel werden vom Menschen zum Zwecke der Ernährung oder des Genusses über den Mund aufgenommen.

Lebensmittel lassen sich nach den Hauptgruppen (Pflanzliche LM, Tierische LM, Getränke) weiter in Warengruppen gliedern. Die Untersuchungsergebnisse des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind unter den jeweiligen Warengruppen einzusehen.

Um qualitativ hochwertige und sichere Lebensmittel herzustellen, werden diese meist technologisch be- oder verarbeitet. Die Technologien reichen vom Salzen und Trocknen bis zu hochtechnischen Verarbeitungen.

Verantwortlich für die Lebensmittelsicherheit ist in erster Linie der Lebensmittelunternehmer. Die amtliche Lebensmittelüberwachung kontrolliert den Lebensmittelverkehr sowie die Lebensmittelbetriebe. Stichprobenartig und risikoorientiert entnimmt die Lebensmittelüberwachung Lebensmittelproben. Diese werden am LGL mit chemischen (Lebensmittelchemie) sowie mikro- und molekularbiologischen (Hygiene) Methoden untersucht. Das LGL überprüft auch die Kennzeichnung der Proben.