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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Lebensmittel - Aktuelles

Schokoladen-Weihnachtsmänner auf dem Prüfstand: Untersuchungen zur Belastungssituation mit dem Schimmelpilzgift Ochratoxin A

Weihnachtszeit ist auch immer Schokoladenzeit. Besonders beliebt sind Nikolaus- und Weihnachtsmannfiguren aus Schokolade aller Art. Ob klein, ob groß, in fast jedem Nikolausstiefel findet sich ein süßer Vertreter des Weihnachtsmanns. Das LGL untersuchte daher gezielt weihnachtliche Hohlfiguren aus Schokolade auf Ochratoxin A. Diese Substanz ist ein weltweit verbreitetes Schimmelpilzgift, das in vielen pflanzlichen Erzeugnissen, auch in Kakao, auftreten kann. Schokolade kann daher durchaus mit dem Schimmelpilzgift Ochratoxin A belastet sein. Alle Gehalte der untersuchten Weihnachtsmann-Proben 2017 waren jedoch als unauffällig zu beurteilen.

Zum Schutz vor Infektionen: Rohmilch vor dem Verzehr abkochen

Das LGL rät zum Schutz vor Infektionen dazu, Rohmilch vor dem Verzehr abzukochen, da in Rohmilch immer wieder Krankheitserreger vorkommen können. Dabei liegt die Gefahr hauptsächlich in einer Übertragung von Campylobacter- und EHEC-Bakterien. Die Krankheitserreger stammen in den meisten Fällen nicht unmittelbar aus der Milch, sondern gelangen beim Melken aus der Stallumgebung in die Rohmilch und lassen sich auch bei einer vorbildlichen Melkhygiene niemals gänzlich ausschließen. Durch Abkochen der Milch können Verbraucher diese Keime zuverlässig abtöten. Das LGL weist zudem darauf hin, dass die Übertragung von EHEC grundsätzlich unter anderem auch über den Verzehr von Rohmilchprodukten, z. B. Rohmilchweich- und Rohmilchschnittkäse, möglich ist.

Information zum Salmonellen-Fall bei der Firma Bayern-Ei

Der europaweite Salmonellen-Ausbruch im Sommer 2014 konnte – auch mit Hilfe verschiedener Untersuchungen des LGL auf kontaminierte Hühnereier der niederbayerischen Firma Bayern-Ei zurückgeführt werden. Die potenziell kontaminierten Eier wurden zurückgerufen, die Produktionsstätten mussten umfassend gereinigt und desinfiziert werden, die Staatsanwaltschaft verbot der Firma das Inverkehrbringen von Eiern als Lebensmittel und ermittelte. Im Zuge dieser Ermittlungen erhob die Staatsanwaltschaft Regensburg Anklage gegen den Unternehmer Pohlmann (Eigentümer von Bayern Ei).

Fipronil in Eiern

Im Sommer 2017 hatten belgische Behörden im Rahmen von Routinekontrollen Rückstände von Fipronil in Eiern aus den Niederlanden entdeckt. Nachdem bekannt wurde, dass Lieferwege belasteter Eier auch nach Bayern führten, wurden umfassende Ermittlungen eingeleitet. Das Fipronil war vermutlich in einem Desinfektionsmittel enthalten, das von einem Reinigungsunternehmen in den betroffenen Ställen verwendet wurde. Fipronil ist ein Phenylpyrazol und wird vielfach als Pflanzenschutzmittel und Biozid genutzt. Die Anwendung bei lebensmittelliefernden Tieren ist nicht erlaubt. Das LGL untersuchte neben bayerischen Eiern (roh, pasteurisiert, gekocht und gefärbt) auch Flüssigei-Produkte, Produkte mit hohem Eigehalt und Fleisch von Legehennen auf Fipronil. Zusätzlich nahm Bayern an einem bundesweiten Überwachungsprogramm teil, das Verarbeitungsprodukte betraf, die mehr als 5 Prozent Ei enthielten. In diesem Zusammenhang wurden unter anderem Teigwaren, Nudelteig, Eierkuchen sowie Eierlikör und Mayonnaise untersucht. Der Schwerpunkt lag auch hier auf bayerischen Produkten. Die Einzelheiten dazu wurden zwischen Bund und Ländern abgestimmt. Die Untersuchungsergebnisse veröffentlichte das LGL laufend auf seiner Website.

Fipronil in Eiern

Im Sommer 2017 hatten belgische Behörden im Rahmen von Routinekontrollen Rückstände von Fipronil in Eiern aus den Niederlanden entdeckt. Nachdem bekannt wurde, dass Lieferwege belasteter Eier auch nach Bayern führten, wurden umfassende Ermittlungen eingeleitet. Das Fipronil war vermutlich in einem Desinfektionsmittel enthalten, das von einem Reinigungsunternehmen in den betroffenen Ställen verwendet wurde. Fipronil ist ein Phenylpyrazol und wird vielfach als Pflanzenschutzmittel und Biozid genutzt. Die Anwendung bei lebensmittelliefernden Tieren ist nicht erlaubt. Das LGL untersuchte neben bayerischen Eiern (roh, pasteurisiert, gekocht und gefärbt) auch Flüssigei-Produkte, Produkte mit hohem Eigehalt und Fleisch von Legehennen auf Fipronil. Zusätzlich nahm Bayern an einem bundesweiten Überwachungsprogramm teil, das Verarbeitungsprodukte betraf, die mehr als 5 Prozent Ei enthielten. In diesem Zusammenhang wurden unter anderem Teigwaren, Nudelteig, Eierkuchen sowie Eierlikör und Mayonnaise untersucht. Der Schwerpunkt lag auch hier auf bayerischen Produkten. Die Einzelheiten dazu wurden zwischen Bund und Ländern abgestimmt. Die Untersuchungsergebnisse veröffentlichte das LGL laufend auf seiner Website.

Lebensmittel – Themen

Als Lebensmittel sind alle Stoffe oder Erzeugnisse definiert, die dazu bestimmt sind oder von denen nach vernünftigem Ermessen erwartet werden kann, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen aufgenommen werden können. Zu Lebensmitteln zählen auch Getränke, Kaugummi sowie alle Stoffe, einschließlich Wasser, die dem Lebensmittel bei seiner Herstellung oder Be- oder Verarbeitung absichtlich zugesetzt werden (Artikel 2 der VO (EG) 178/2002). Lebensmittel werden vom Menschen zum Zwecke der Ernährung oder des Genusses über den Mund aufgenommen.

Lebensmittel lassen sich nach den Hauptgruppen (Pflanzliche LM, Tierische LM, Getränke) weiter in Warengruppen gliedern. Die Untersuchungsergebnisse des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind unter den jeweiligen Warengruppen einzusehen.

Um qualitativ hochwertige und sichere Lebensmittel herzustellen, werden diese meist technologisch be- oder verarbeitet. Die Technologien reichen vom Salzen und Trocknen bis zu hochtechnischen Verarbeitungen.

Verantwortlich für die Lebensmittelsicherheit ist in erster Linie der Lebensmittelunternehmer. Die amtliche Lebensmittelüberwachung kontrolliert den Lebensmittelverkehr sowie die Lebensmittelbetriebe. Stichprobenartig und risikoorientiert entnimmt die Lebensmittelüberwachung Lebensmittelproben. Diese werden am LGL mit chemischen (Lebensmittelchemie) sowie mikro- und molekularbiologischen (Hygiene) Methoden untersucht. Das LGL überprüft auch die Kennzeichnung der Proben.