Futtermittelüberwachung

Futtermittelüberwachung

Die Grundregeln der amtlichen Futtermittelkontrolle sind mit der Richtlinie 95/53/EG des Rates der Europäischen Union festgelegt. Aus den Vorgaben dieser EU-Richtlinie erstellt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) das "Nationale Kontrollprogramm Futtermittelsicherheit", das für jedes Bundesland die Art der Untersuchungen und die Mindestanzahl an Analysen festlegt. Um Gefahren für die Gesundheit von Mensch und Tier sowie für die Umwelt vorzubeugen, berücksichtigt das BVL als Untersuchungsschwerpunkte die Empfehlungen der EU-Kommission. Die Schwerpunkte werden jährlich aktualisiert.

Die Überwachung der Futtermittel liegt in der Zuständigkeit der Bundesländer. Oberste zuständige Landesbehörde in Bayern ist das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Die jährliche Umsetzung des oben genannten Kontrollprogramms und der vorgegebenen sowie eigenen speziell auf die bayerischen Gegebenheiten ausgelegten Untersuchungsschwerpunkte ist eine der Aufgaben des LGL. Auf Basis von einzelbetrieblichen Risikobewertungen, Tier- und Betriebszahlen und regionalen Besonderheiten werden EDV-gestützt risikoorientierte Probenpläne auf Landkreisebene erstellt.

Die zentrale Vollzugsbehörde für das Futtermittelrecht in ganz Bayern ist das Sachgebiet Futtermittelüberwachung der Regierung von Oberbayern.

Das LGL ist mit der Planung risikoorientierter Probenahmen (vorbeugender Verbraucherschutz) und der Futtermitteluntersuchung in Bayern maßgeblich in die Futtermittelüberwachung eingebunden. Daneben fungiert das Landesinstitut für Tiergesundheit und Futtermittel im Futtermittelbereich noch als Ansprechstelle innerhalb des Schnellwarnsystems in Bayern..

Amtliche Probenahme

Die auf dem "Nationalen Kontrollprogramm Futtermittelsicherheit" basierenden risikoorientierten Probenanforderungen (Planproben) des LGL werden auf Kreisverwaltungsebene von den Veterinärassistenten beziehungsweise amtlichen Probenehmern der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde umgesetzt. Zudem werden vor allem bei begründetem Verdacht in Absprache mit der Regierung von Oberbayern oder durch deren Futtermittelkontrolleure selbst weitere Proben gezogen. Amtliche Futtermittelproben müssen von entsprechend geschulten Probenehmern nach den jeweiligen rechtlichen Vorgaben (zum Beispiel VO (EG) Nr. 152/2009; Futtermittel-Probenahme- und -Analyseverordnung) gezogen werden.

Futtermitteluntersuchung

Das LGL untersucht ausschließlich amtlich entnommene Futtermittel- oder projektbezogene Proben. Für Untersuchungen von privaten Einsendern, außerhalb der amtlichen Futtermittelüberwachung müssen private Handelslabore und/oder Universitätslabore in Anspruch genommen werden.

Amtlich entnommene repräsentative und amtlich versiegelte Proben werden von den Kreisverwaltungsbehörden unter Beachtung der Qualitätssicherungsanweisungen an das LGL zur Untersuchung geschickt. Für jede eingehende Probe legt das LGL risikoorientiert fest, welche Untersuchungen notwendig sind. Laboruntersuchungen, die das Futtermittellabor im LGL nicht selbst durchführet, werden an akkreditierte Servicelaboratorien vergeben.

Rechtsgrundlagen