Arzneimitteleinzelhandel

Grundsätzlich dürfen Arzneimittel für den Endverbraucher nur durch Apotheken in den Verkehr gebracht werden. Sie sind apothekenpflichtig. Unter bestimmten Umständen aber befreit der Gesetzgeber Arzneimittel aus der Apothekenpflicht.

Vereinfacht formuliert: Arzneimittel werden dann in die Freiverkäuflichkeit entlassen, wenn von ihnen keine Gefahr für den Menschen oder das Tier ausgehen kann. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Arzneimittel nur Bestandteile aus ungiftigen und nicht der Verschreibungspflicht unterliegenden Pflanzen enthalten oder nur als Heiltees gegen leichte Beschwerden eingesetzt werden sollen.

Freiverkäufliche Tierarzneimittel können auch außerhalb von Apotheken, z. B. in Zoohandlungen oder im Landhandel, angeboten bzw. erworben werden.

Sie müssen jedoch grundsätzlich, ebenso wie apothekenpflichtige Arzneimittel, zugelassen sein. Eine Sonderregelung sieht das Arzneimittelgesetz für Arzneimittel für Heimtiere vor.

Heimtiere im Sinn dieser Sonderregelung sind Zierfische, Zier- oder Singvögel, Brieftauben, Terrarientiere, Kleinnager, Frettchen oder nicht der Gewinnung von Lebensmitteln dienende Kaninchen, nicht jedoch Hunde und Katzen. Der Gesetzgeber räumt für die Heimtierarten im Sinn der Sonderregelung die Möglichkeit ein, Arzneimittel ohne Zulassung und auch außerhalb von Apotheken frei im Handel in den Verkehr zu bringen. Bedingung hierfür ist allerdings, dass die Arzneimittel keine verschreibungspflichtigen Wirkstoffe enthalten.

Mehr zu diesem Thema

Allgemeine Informationen zum Thema