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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Zucker

Warenkunde

Würfelzucker in Karo-, Pik- und Herzform

Unter Zucker versteht man umgangssprachlich einerseits den im Haushalt verwendeten kristallinen Zucker, das Disaccharid Saccharose, andererseits auch verschiedene andere Mono- und Disaccharide (Einfachzucker und Zweifachzucker).

Zu den Einfachzuckern (Monosacchariden), die nur aus jeweils einem Zuckermolekül aufgebaut sind, gehören Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker).

Zu den Zweifachzuckern (Disacchariden) zählen neben dem Rüben- oder Rohrzucker (Saccharose) auch der Milchzucker (Laktose) und der Malzzucker (Maltose). Im Folgenden ist unter Zucker der aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr gewonnene Haushaltszucker (Saccharose) zu verstehen.

Was wird generell untersucht?

Da Zucker ausschließlich großtechnisch industriell hergestellt wird, kann sich die Überwachung durch das LGL auf die Einhaltung der Qualitätskriterien sowie auf mögliche sensorische Abweichungen beschränken. Bei Verdachts- und Beschwerdeproben ist die Überprüfung auf anorganische und organische Verunreinigungen sowie auf Schädlingsbefall von Bedeutung.

Rechtliche Grundlagen

Der Bereich der im Haushalt oder der Industrie verwendeten Zucker wird vor allem durch die "Verordnung über einige zur menschlichen Ernährung bestimmte Zuckerarten (Zuckerartenverordnung)" geregelt. Dahinter steht auf europäischer Ebene die EU-Richtlinie 2001/111/EG.

Darüber hinaus unterliegt Zucker dem allgemeinen Lebensmittelrecht (also der EU-Verordnung 178/2002 und dem Lebensmittel- und Futtermittel-Gesetzbuch LFGB).

Spezielle Regelungen zur Kennzeichnung von Zucker enthält die Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung. So ist z. B. die Angabe eines Mindesthaltbarkeitsdatums nicht erforderlich.