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  • Kennzeichnung von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen und Kosmetika hinsichtlich Allergenen

    Allergene

    Allergien sind weltweit auf dem Vormarsch und immer mehr Menschen reagieren auf geringe Mengen bestimmter Lebensmittel, Kosmetika oder auch auf Gebrauchsgegenstände. Dank modernster Analytik kann die amtliche Lebensmittelüberwachung bereits Spuren von Allergenen nachweisen und damit verlässlich und effizient die Kennzeichnung von bestimmten Produkten überprüfen. Denn im Sinne eines vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutzes müssen Allergiker sich darauf verlassen können, dass die Angaben auf der Verpackung korrekt sind.

    Lebensmittelallergien

    Lebensmittelallergien spielen in der Bevölkerung eine zunehmend größere Rolle und können bei empfindlichen Personen bereits in geringsten Mengen allergische Reaktionen auslösen. Die EU-weite Einführung der obligatorischen Kennzeichnung zahlreicher als Allergie auslösend bekannter Lebensmittel im Zutatenverzeichnis hat größtenteils zu einer besseren Information der betroffenen Verbraucher geführt. Seit 2014 regelt die Lebensmittelinformations-VO / VO (EU) Nr. 1169/2011 die Kennzeichnung von Allergenen auch beim Verkauf von loser Ware. Nach wie vor fehlt eine gesetzliche Regelung bei nicht als Zutat verwendeten Allergenen, sogenannten Kontaminationen oder "cross contacts", die unbeabsichtigt während der Lebensmittelherstellung oder -verarbeitung in die Produkte übergehen.

    Die Zusammensetzung und Kennzeichnung von Lebensmitteln, die für Menschen mit Glutenunverträglichkeit geeignet sind, ist gesetzlich genau geregelt. Im Rahmen der „DVO (EU) 828/2014 über die Verbraucherinfo von Gluten in Lebensmitteln“ werden Schwellenwerte zur Regelung der Kennzeichnung von Gluten in Lebensmitteln vom Gesetzgeber festgelegt.

    Aktuell in der Diskussion ist die Einführung von Schwellenwerten, die die Kennzeichnung von Allergenen auch dann zwingend vorschreiben, wenn es sich nicht um eine Zutat, sondern um eine unbeabsichtigte Kontamination des Lebensmittels handelt. Bislang ist eine sogenannte "Spurenkennzeichnung" freiwillig und nur an die Verantwortlichkeit des Lebensmittelunternehmers geknüpft.

    Weitere Informationen zum Thema Kennzeichnung von Lebensmitteln hinsichtlich Allergenen siehe

    Kennzeichnung von Allergenen in Lebensmitteln

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