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  • Gründung der Arbeitsgemeinschaft Resistente Erreger in der Veterinärmedizin (ARE-Vet)

    Sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin haben Antibiotikaresistenzen zugenommen und gefährden die Wirksamkeit gängiger Antibiotika. Das Thema Antibiotikaresistenz berührt dabei so unterschiedliche Bereiche wie Krankenhaushygiene, Haltungsbedingungen von Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen, oder Verschreibungs- und Anwendungspraxis von antibiotisch wirksamen Medikamenten bei Tier und Mensch.

    Unter dem Dach des 2012 gegründeten Bayerischen Aktionsbündnisses Antibiotikaresistenz (BAKT) ist die Landesarbeitsgemeinschaft multiresistente Erreger (LARE) angesiedelt, die sich mit der Thematik Antibiotikaresistenz im Bereich der Humanmedizin beschäftigt. Zur weiteren Umsetzung von BAKT wurde mit Unterstützung des StMUV die Arbeitsgemeinschaft resistente Erreger in der Veterinärmedizin (ARE-Vet) ins Leben gerufen. Ziel der ARE-Vet ist es, über einen breitangelegten interdisziplinären Ansatz wirksame Lösungsmöglichkeiten zur Minimierung von Antibiotikaresistenzen in der Tierhaltung und bei Lebensmitteln tierischer Art zu finden und umzusetzen.

    Am 26. Juni 2014 trafen sich Vertreter von Tierhaltern, Tierärzten, wissenschaftlichen Einrichtungen und Verbänden aus Bayern zur konstituierenden Sitzung anlässlich der Gründung von ARE-Vet. Die ARE-Vet eröffnet erstmalig ein Forum zum Austausch aller beteiligten Kreise und zur Bündelung von Aktivitäten.

    Auf dem Bild sind Mitglieder der ARE-Vet zu sehen, die an der konstituierenden Sitzung der Arbeitsgemeinschaft resistente Erreger in der Veterinärmedizin (ARE-Vet) teilgenommen haben

    Abbildung 2: Teilnehmer der konstituierenden Sitzung der Arbeitsgemeinschaft resistente Erreger in der Veterinärmedizin (ARE-Vet).

    Darüber hinaus wurden bereichsübergreifende Facharbeitsgruppen gebildet, die sich einzelnen Themenkomplexen widmen (z. B. Resistenzen in der Lebensmittelkette) und hier Lösungsansätze entwickeln, die darauf abzielen, das Entstehen und die Verbreitung von Resistenzen im Bereich der Tierhaltung und der Lebensmittelproduktion zu vermeiden.

    Durch gegenseitigen Austausch der ARE-Vet mit der Länderarbeitsgruppe LARE erfolgt ein Brückenschlag zwischen human- und veterinärmedizinischen Bestrebungen zur Eindämmung der Resistenzproblematik.

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