Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Speiseeis, -halberzeugnisse - Untersuchungsergebnisse 2006

Mikrobiologische Untersuchung

Eis

Im Berichtsjahr wurden 2568 Speiseeisproben mikrobiologisch untersucht.

In 316 Fällen waren erhöhte Keimzahlen festzustellen, die auf Hygienemängel bei der Herstellung oder der Abgabe zurückzuführen sind.

Bei lediglich einer Eisprobe wurden Salmonellen nachgewiesen.

Chemische Untersuchung

10 Fertigpackungen und 350 Proben aus Eisdielen wurden vorgelegt. Insgesamt waren 75 Proben zu beanstanden.Im Berichtsjahr wurden 2568 Speiseeisproben mikrobiologisch untersucht. In 316 Fällen waren erhöhte Keimzahlen festzustellen, die auf Hygienemängel bei der Herstellung oder der Abgabe zurückzuführen sind. Bei lediglich einer Eisprobe wurden Salmonellen nachgewiesen.

Fertigpackungen

Bei einer Probe eines ausländischen Herstellers wurde der erforderliche Fettgehalt von mindestens 10 % Butterfett für "Eiscreme" nicht eingehalten.

Auf zwei Packungen fehlten Herstellerangaben. Bei einer Probe einer figürlichen Eisprobe waren die mit Farbstoff versehenen und essbaren Dekorteile nicht im Zutatenverzeichnis aufgeführt.

Proben aus Eisdielen

Bei vielen Speiseeisproben waren von den Herstellern die zugelassenen künstlichen Farbstoffe nicht deklariert worden. Von 30 als "Vanilleeis" bezeichneten Proben waren 13 nicht mit der teuren Vanille hergestellt worden. Sie enthielten zwar sehr kleine Teile extrahierter Vanilleschoten, aber das Aroma stammte überwiegend bzw. nur von dem naturidentischen Aromastoff "Vanillin". Ein derart hergestelltes Speiseeis ist nur als "mit Vanillegeschmack" verkehrsfähig.

Wie auch in den vergangenen Jahren wurde die Geschmacksrichtung nicht korrekt angegeben. Phantasiebezeichnungen wie "ACE", "Waldkraiburg" oder "Schlumpf" sind nicht ausreichend, um den Verbraucher über die Geschmacksrichtung des Eises zu informieren.

Für verschiedene Speiseeissorten gibt es Vorgaben für den Fettgehalt. So muss Sahneeis mindestens 18 % Milchfett enthalten. Für Milchspeiseeis ist mindestens 70 % Milch zu verwenden; das ergibt einen Milchfettanteil von 2,45 %.

Bei einigen Proben wurden diese Fettgehalte nicht erreicht.

Bei gelb gefärbtem Vanilleeis, wie auch bei verschiedenen Fruchteissorten (z. B. Erdbeere, Himbeere, Kirsch, Pistazie) wird mitunter der für das Erzeugnis zugelassene Farbstoff nicht deklariert, sowie bei offener Ware lediglich "mit Farbstoff" angegeben. Auch wurde nicht immer der erforderliche Fruchtgehalt erreicht (Erdbeereis mindestens 20 % und bei Zitroneneis mindestens 10 %). Bei Speiseeis "Stracciatella" erwartet der Verbraucher verfestigte Schokolade in seiner Eismasse und kein billiges Ersatzprodukt: "kakaohaltige Fettglasur". Diese Normabweichung war bei über der Hälfte der 43 eingesandten Proben feststellbar.

Trend

Der Trend der irreführenden Angabe bei Eis "Vanille" hat sich leicht gegenüber dem Vorjahr verbessert. Es werden inzwischen auch vermehrt die Produkte als "Eis mit Vanillegeschmack" bezeichnet.

Die Beanstandungsrate fehlender Angaben von Farbstoffen bzw. die mangelnde Kennzeichnung der Normabweichung hat sich gegenüber den Vorjahren nicht verbessert.

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