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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Hülsenfrüchte, Ölsamen, Schalenobst - Untersuchungsergebnisse 2007

Beschwerdeproben (Verderb)

Maronen (Esskastanien) waren in einigen Fällen wegen Schimmelbefalls zu beanstanden. Werden sie nicht ausreichend luftig gelagert, kommt es aufgrund des Wassergehaltes leicht und schnell zur Schimmelbildung. Andererseits trocknen die Früchte bei luftiger Lagerung relativ schnell aus.

Andere Beschwerdeproben enthielten Fremdkörper oder rochen faulig, ranzig, muffig. "Süße Mandeln gemahlen" waren in Wirklichkeit gemahlene Haselnüsse, die dunkel gefärbt waren und alt rochen. Cashew-Kerne rochen muffig-phenolisch – es konnten verzweigte Kohlenwasserstoffe nachgewiesen werden. Andere Cashew-Kerne hatten einen modrigen Nachgeschmack. Eine Noisette-Nuss Paste wurde in einer Restaurantküche in einem völlig verdreckten Eimer aufbewahrt.

Salmonellen in Sesam

In einer von insgesamt 20 Proben Sesamsaat, die im Rahmen des "Bundesweiten Überwachungsplans 2007 (BÜP)" auf Salmonellen untersuchten wurden, war Salmonella Morehead nachweisbar. Mit Salmonellen kontaminierte Sesamsamen sind als gesundheitsschädlich im Sinne von § 5 LFGB und Artikel 14 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2a der Verordnung (EG) Nr. 178/2002) einzustufen, sofern sie vor dem Verzehr keiner Erhitzung unterzogen werden, die zu einer sicheren Abtötung der Erreger führt.

Bittere Aprikosenkerne

Erneut wurden bittere Aprikosenkerne untersucht, die auch durch in Bayern ansässige Händler im Internet angeboten werden. Sie enthalten bis zu 3000 mg/kg an Blausäure (d. h. Cyanid). Der Verzehr der Kerne ist mit dem von bitteren Mandeln vergleichbar. Wegen der Gefahr einer Vergiftung sind Hinweise auf der Verpackung erforderlich, die den Verbraucher klar über das Risiko informieren.

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