Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Pilzerzeugnisse - Untersuchungsergebnisse 2007

Getrocknete Pilze

Im Hinblick auf Schwermetalle zeigen Shiitakepilze häufig um ein Vielfaches höhere Cadmiumgehalte als andere getrocknete Pilze. Die untersuchten getrockneten Shiitake- und Mu-Err-Pilze hielten die für Blei und Cadmium festgelegten, auf das Frischgewicht bezogenen Höchstmengen jedoch ein. Getrocknete Shiitakepilze wiesen darüber hinaus von Natur aus hohe Gehalte an Formaldehyd (ca. 450 mg/kg) auf.

Eine Probe getrocknete Pfifferlinge war wegen Verunreinigungen wertgemindert, eine Probe Shiitakepilze erwies sich wegen Insektenbefalls und Einstichstellen von Insekten als nicht zum Verzehr geeignet.

Pilzkonserven

In einer Verdachtsprobe "eingelegte Champignons" aus einer Großverbraucherpackung im Eimer war ein Teil der Champignons mit Resten von Kultursubstrat verunreinigt und daher für den Verzehr inakzeptabel.

Bei zwei Gläsern Champignons war der Deckelinnenrand angeschimmelt. Steinpilze als Tiefkühlware wurden in aufgetautem Zustand vorgelegt: sie rochen faulig und verdorben.

In einer von elf untersuchten Pilzkonserven wurde der nicht deklarierte Konservierungsstoff Benzoesäure nachgewiesen.

Untersuchung auf Krankheitserreger

Getrocknete asiatische Pilze wurden auf Salmonellen und Verotoxin bildende Escherichia coli (VTEC) untersucht. Sofern mit Salmonellen oder VTEC kontaminierte Pilze vor dem Verzehr keiner Erhitzung unterzogen werden, die zu einer sicheren Abtötung dieser Keime führt, besteht insbesondere für Personen mit schwacher Immunabwehr die Gefahr einer Gesundheitsschädigung.

In einer von 23 untersuchten Planproben war Salmonella Java nachweisbar. Verotoxin bildende Escherichia coli wurden aus keiner der Proben isoliert.

Kennzeichnung

Bei drei von insgesamt 29 Pilzerzeugnissen stellte das Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) verschiedene Mängel in der Kennzeichnung fest (fehlende Herstellerangabe, unzureichende Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums, fehlende Allergenkennzeichnung des Zusatzstoffs Sulfit).

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