Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Fleisch warmblütiger Tiere - Untersuchungsergebnisse 2007

Mikrobiologische Untersuchungen

rohes Rindersteak

Insgesamt wurden 1411 Proben mikrobiologisch und sensorisch untersucht und davon 667 Proben beanstandet.

287 Proben, in denen zum Teil mehrere pathogene Keime gleichzeitig nachzuweisen waren (287 x Salmonellen, 255 x Campylobacter; 2 x Listeria monocytogenes, 45 x VTEC) wurden als "im rohen Zustand geeignet, die Gesundheit zu schädigen" beurteilt.

372 Proben waren verdorben oder wertgemindert.

In fünf Proben Hackfleisch wurden Kunststoffpartikel bzw. Folienstückchen nachgewiesen.

37 Proben wurden wegen Hygienemängeln und/oder unzureichender Kühlung beanstandet, zwei Fertigpackungen waren unvollständig gekennzeichnet; bei sieben war das Verbrauchsdatum abgelaufen.

Nachweis thermophiler Campylobacter spp. und Salmonella spp. in Geflügel

Wie bereits in den Jahren zuvor wurde im Rahmen der amtlichen Probenplananforderung rohes Geflügelfleisch auf das Vorliegen pathogener Mikroorganismen, speziell Salmonella spp. und thermophile Campylobacter spp. untersucht. 148 von 344 untersuchten Proben enthielten thermophile Campylobacter spp., in 78 Geflügelfleischproben konnten Salmonella spp. nachgewiesen werden, wobei in 28 Proben beide Krankheitserreger festgestellt werden konnten.

Mikrobiologische und sensorische Untersuchung von Tiefkühlware

Im Laufe des Jahres 2007 wurden aufgrund behördlicher Hinweise insgesamt 233 Rohfleischproben bei Kontrollen von Kühlhäusern untersucht und davon 191 beanstandet. Die Proben stammten aus verschiedenen Tiefkühlhäusern und waren zur weiteren Verarbeitung als Fleischprodukte gedacht, was durch diese breit angelegten Maßnahmen der staatlichen Lebensmittelüberwachung verhindert werden konnte.

Trend

Der prozentuale Anteil der anlassbezogenen Proben am Gesamtprobenaufkommen, der im Vorjahr unter anderem aufgrund der erhöhten Sensibilisierung der Verbraucher durch diverse Lebensmittelskandale auf 85 % angestiegen war, ging im Berichtsjahr auf 53 % zurück.

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