Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Mikrobiologische Untersuchung von Speiseeis - Ergebnisse 2008

Von Beginn der Speiseeissaison 2008 an bis Ende Juli 2008 wurden bisher 1072 Speiseeisproben mikrobiologisch untersucht, davon 639 Proben der Sorte Milchspeiseeis, 246 Proben der Sorte Fruchtspeiseeis, 38 Proben Eis allgemein, 74 Proben von Speiseeis, die keiner Sorte zuzuordnen waren, 12 Proben von Direktvermarktern ("Bauernhofeis") , 53 Proben Softeis und 10 Proben von sonstigen Eissorten wie zum Beispiel: Wassereis, Diabetikereis, Eishalberzeugnis und Kremeis. Die prozentuale Verteilung der Eissorten ist dem Diagramm zu entnehmen.

Die Proben waren zum überwiegenden Teil handwerklich hergestellt und stammten aus Cafes, Eisdielen und Restaurants aus ganz Bayern. Bei der handwerklichen Herstellung werden die Rohwaren in einen Mischkessel verbracht, dort gemischt und in einem Pasteurisierungsgerät pasteurisiert. Der so entstandene, pasteurisierte Speiseeismix wird in kleinen kontinuierlichen Freezern oder Chargenfreezern zu Speiseeis weiterverarbeitet.

Ein kleinerer Teil der Eisproben bestand aus industriell hergestelltem Speiseeis, wie es in Form von Hausbechern, Eisrollen oder Dosen bis zu 2 Liter Inhalt im Einzelhandel und Großmärkten angeboten wird.

Salmonellen konnten in keiner der vorgelegten Proben nachgewiesen werden. Auch die Untersuchungen auf andere pathogene Keime wie Staphylokokken oder Listeria monocytogenes verliefen negativ.

Insgesamt ist festzustellen, dass Speiseeis – wie in den letzten Jahren auch – nicht mit pathogenen Keimen belastet ist, eine gute Herstellungshygiene widerspiegelt und ein sicheres Lebensmittel darstellt.

In einem Tortendiagramm wird der prozentuale Anteil der einzelnen Speiseeissorten an der Grundgesamtheit der Proben, die mikrobiologisch im Jahre 2008 bisher untersucht wurden, dargestellt. 59 % der Proben waren Proben der Sorte Milchspeiseeis, 23 % der Proben Fruchtspeiseeis, 4 % der Proben Eis allgemein, 7 % der Proben Speiseeis, das keiner Speiseeissorte zuzuordnen war, 1 % der Proben Milcheis von Direktvermarktern, 5 % der Proben Softeis und 1 % der Proben sonstige Speiseesorten wie Wassereis, Diabetikereis oder Eishalberzeugnis.

Abbildung 1: Prozentualer Anteil Speiseeissorten - Mikrobiologische Untersuchungen 2008

Literatur

  • Verordnung über Speiseeis in der derzeit gültigen Fassung
  • Leitsätze für Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse vom 19. Oktober 1993, geändert durch Bekanntmachung vom 15.9.1997
  • Speiseeis Dr. Fritz Timm, Paul Parey Verlag, 1985
  • Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 15.12.1999, zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 18.12.2007

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