Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Untersuchung von Papaya und Papayaerzeugnissen auf gentechnische Veränderungen – Ergebnisse 2017

Hintergrund

Lebensmittel, die aus gentechnisch veränderten Organismen (GVO) bestehen, diese enthalten oder daraus hergestellt werden, müssen in der EU zugelassen werden. Der Zulassung geht ein mehrstufiges Prüfungserfahren voraus, an dem unter anderem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) maßgeblich beteiligt ist. Für gentechnisch veränderte (gv) Papaya liegt keine Zulassung vor, sodass diese in Europa nicht verkehrsfähig sind. Das LGL hat 2004 als erstes europäisches Labor gv -Papaya aus den USA (Hawaii), die dort zugelassen sind, im Handel entdeckt. Über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (RASFF) wurden seitdem immer wieder positive Befunde von gv-Papaya als ganze Früchte und auch von verarbeiteten Papayaerzeugnissen gemeldet. Als Herkunftsländer waren außer den USA auch Thailand, Indien und Kambodscha betroffen. Das LGLwies in den letzten Jahren nur episodenhaft und in begrenzten Zeiträumen (2004, 2009 und 2012) nicht zugelassene gv-Papaya nach. Unabhängig von der Häufigkeit positiver Befunde führt das LGL im Rahmen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ein kontinuierliches Monitoring solcher Produkte durch. In Bezug auf Papaya hat das LGL 2017 ein Schwerpunktprogramm aufgelegt und das Probenspektrum für die Untersuchung auf gentechnische Veränderungen – zusätzlich zu ganzen Früchten – auf verarbeitete Papayaerzeugnisse wie Fruchtpulver, Fruchtpüree und Papayakerne bzw. -kapseln ausgeweitet (siehe Tabelle). Solche Erzeugnisse wurden vorwiegend aus dem Internethandel bezogen. Soweit die Herkunftsländer angegeben waren, stammten die unverarbeiteten Früchte überwiegend aus Brasilien und Ghana. Getrocknete Papaya kamen, soweit bekannt, meist aus Thailand. Weitere Herkunftsländer von Verarbeitungsprodukten waren Chile, Ghana und Tansania sowie Indien und Sri Lanka.

Untersuchungsergebnisse

Bei der Untersuchung von Papaya und Papayaerzeugnissen auf gentechnische Veränderungen, die in Europa nicht zugelassen sind, hat das LGL 2017 bei keiner der untersuchten Proben Verstöße festgestellt.

Tabelle: Ergebnisse der Untersuchungen von Papaya und Papayaerzeugnissen auf gentechnische Veränderungen
Produkt Herkunftsland Probenzahl gv nachgewiesen
Papaya Frucht Brasilien 89 nein
Ghana 15 nein
Ecuador 3 nein
Thailand 3 nein
k.A. 23 nein
Papaya getrocknet Thailand 4 nein
Tansania 1 nein
Sri Lanka 2 nein
Papaya getrocknet, gezuckert k.A. 11 nein
Nahrungsergänzungsmittel Chile 1 nein
(Papaya-Kerne, Kapseln) Ghana 1 nein
k.A. 4 nein
Papaya Fruchtpulver k.A. 1 nein
Fruchtpürree mit Papaya k.A. 1 nein
Gesamt 159 nein

 

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