Gentechnik in Lebensmitteln
Untersuchung von Lebensmitteln auf gentechnische Veränderungen – Untersuchungsergebnisse 2021 – 2025

Das LGL führt fortlaufend Untersuchungen von Lebensmitteln auf gentechnisch veränderte (gv) Bestandteile durch. Ein Schwerpunkt der Kontrollen liegt auf soja- und maishaltigen Erzeugnissen, da in diesen Produktgruppen aufgrund des weltweiten Anbaus der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen (GVO) am wahrscheinlichsten ist.

Darüber hinaus umfasst das Untersuchungsspektrum des LGL weitere Pflanzenarten, darunter auch solche, die in der Europäischen Union nicht zugelassen sind, wie beispielsweise Papaya, Reis und Leinsamen. Bei der Auswahl der Produkte für die amtlichen Untersuchungen auf nicht zugelassene GVO werden gezielt Herkunftsländer berücksichtigt, in denen in der Vergangenheit bereits positive Befunde festgestellt wurden (Papaya und Papaya-Erzeugnisse: Asien; Reis und Reisprodukte: Asien; Leinsamen: Kanada).

Vor diesem Hintergrund sind die prozentualen Anteile positiver Proben im Verhältnis zur Gesamtzahl der jährlich untersuchten Proben nicht repräsentativ für die Gesamtheit der jeweils auf dem Markt befindlichen Produkte. Nachfolgend sind die Untersuchungsergebnisse nach Pflanzenart für die Jahre 2021 bis 2025 dargestellt.

In den vergangenen Jahren wurden bei Mais und Soja ausschließlich zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in Spuren nachgewiesen. Bei Papaya und Reis hingegen traten Fälle mit nicht zugelassenen GVO auf. Derartige Lebensmittel sind nicht verkehrsfähig und wurden entsprechend beanstandet.


Balkendiagramm zur Anzahl untersuchter Sojaproben und GVO-Befunde in den Jahren 2021 bis 2025. Pro Jahr sind drei Balken dargestellt: „Proben Soja gesamt“, „Soja GVO positiv“ und „Soja GVO < 0,1 %“. Die Gesamtzahl der untersuchten Proben lag 2021 bei 144, 2022 bei 110, 2023 bei 111, 2024 bei 57 und 2025 bei 105. GVO-positive Proben werden in allen Jahren festgestellt: 30 im Jahr 2021, 21 im Jahr 2022, 13 im Jahr 2023, 14 im Jahr 2024 und 45 im Jahr 2025. Die Anzahl der Proben mit einem GVO-Anteil unter 0,1 % entspricht in allen Jahren den GVO-positiven Proben. Bild vergrössern

Abbildung 1: Ergebnisse der Untersuchungen von sojahaltigen Lebensmitteln auf gentechnische Veränderung in Bayern - 2021 bis 2025

Tabellarische Darstellung: Ergebnisse der Untersuchungen (Abbildung 1)

Tabelle 1: Ergebnisse der Untersuchungen von sojahaltigen Lebensmitteln auf gentechnische Veränderung in Bayern - 2021 bis 2025
  Proben Soja gesamt Soja GVO positiv Soja GVO < 0,1 %
2021 144 30 30
2022 110 21 21
2023 111 13 13
2024 57 14 14
2025 105 45 45

Balkendiagramm zur Anzahl untersuchter Maisproben und GVO-Befunde in den Jahren 2021 bis 2025. Pro Jahr sind drei Balken dargestellt: „Proben Mais gesamt“, „Mais GVO positiv“ und „Mais GVO < 0,1 %“. Die Gesamtzahl der Proben lag 2021 bei 156, 2022 bei 152, 2023 bei 139, 2024 bei 57 und 2025 bei 163. GVO-positive Proben treten nur in sehr geringer Zahl auf: 1 im Jahr 2021, 2 im Jahr 2022, 4 im Jahr 2023 und 14 im Jahr 2024; 2025 sind keine GVO-positiven Proben dargestellt. Der GVO-Anteil aller positiven Proben lag bei unter 0,1 %. Bild vergrössern

Abbildung 2: Ergebnisse der Untersuchungen von maishaltigen Lebensmitteln auf gentechnische Veränderung in Bayern - 2021 bis 2025

Tabellarische Darstellung: Ergebnisse der Untersuchungen (Abbildung 2)

Tabelle 2: Ergebnisse der Untersuchungen von maishaltigen Lebensmitteln auf gentechnische Veränderung in Bayern - 2021 bis 2025
  Proben Mais gesamt Mais GVO positiv Mais GVO < 0,1 %
2021 156 1 1
2022 152 2 2
2023 139 4 4
2024 108 0 0
2025 163 0 0

Balkendiagramm zur Anzahl untersuchter Papayaproben und der Anzahl GVO-positiver Befunde in den Jahren 2021 bis 2025. Pro Jahr sind zwei Balken dargestellt: „Proben Papaya gesamt“ und „Papaya GVO positiv“. Die Gesamtzahl der untersuchten Proben lag 2021 bei 120, 2022 bei 87, 2023 bei 119, 2024 bei 168 und 2025 bei 159. 2021 wurden 25 GVO-positive Papayaproben nachgewiesen, 5 im Jahr 2022, 8 im Jahr 2023, keine im Jahr 2024 und 5 im Jahr 2025 nachgewiesen. Bild vergrössern

Abbildung 3: Ergebnisse der Untersuchungen von Papaya auf gentechnische Veränderung in Bayern - 2021 bis 2025

Tabellarische Darstellung: Ergebnisse der Untersuchungen (Abbildung 3)

Tabelle 3: Ergebnisse der Untersuchungen von Papaya auf gentechnische Veränderung in Bayern - 2021 bis 2025
  Proben Papaya gesamt Papaya GVO positiv
2021 120 25
2022 87 5
2023 119 8
2024 168 0
2025 159 5

Balkendiagramm zur Anzahl untersuchter Reisproben und der Anzahl GVO-positiver Befunde in den Jahren 2021 bis 2025. Pro Jahr sind zwei Balken dargestellt: „Proben Reis gesamt“ und „Reis GVO positiv“. Die Gesamtzahl der untersuchten Proben lag 2021 bei 116, 2022 bei 124, 2023 bei 271, 2024 bei 281 und 2025 bei 268. Nur 2023 und 2024 wurden jeweils 4 GVO-positive Reisproben nachgewiesen. Bild vergrössern

Abbildung 4: Ergebnisse der Untersuchungen von Reisprodukten auf gentechnische Veränderung in Bayern - 2021 bis 2025

Tabellarische Darstellung: Ergebnisse der Untersuchungen (Abbildung 4)

Tabelle 4: Ergebnisse der Untersuchungen von Reisprodukten auf gentechnische Veränderung in Bayern - 2021 bis 2025
  Proben Reis gesamt Reis GVO positiv
2021 116 0
2022 124 0
2023 271 4
2024 281 4
2025 268 0

Balkendiagramm zur Anzahl untersuchter Leinsamenproben und der Anzahl GVO-positiver Befunde in den Jahren 2021 bis 2025. Pro Jahr sind zwei Balken dargestellt: „Proben Leinsamen gesamt“ und „Leinsamen GVO positiv“. Die Gesamtzahl der untersuchten Proben lag 2021 bei 41, 2022 bei 37, 2023 bei 33, 2024 bei 13 und 2025 bei 34. In keinem Jahr wurden GVO-positive Leinsamenproben nachgewiesen. Bild vergrössern

Abbildung 5: Ergebnisse der Untersuchungen von Leinsamen auf gentechnische Veränderung in Bayern - 2021 bis 2025

Tabellarische Darstellung: Ergebnisse der Untersuchungen (Abbildung 5)

Tabelle 5: Ergebnisse der Untersuchungen von Leinsamen auf gentechnische Veränderung in Bayern - 2021 bis 2025
  Proben Leinsamen gesamt Leinsamen GVO positiv
2021 41 0
2022 37 0
2023 33 0
2024 13 0
2025 34 0

 

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