Daten zur Influenzasaison 2021/22 – Grippeerkrankungen in Bayern

Influenzasaison 2021/22

Mit der 40. bzw. 41 Kalenderwoche (KW) 2021 beginnt in der neuen Influenzasaison 2021/22 die wöchentliche Berichtserstattung.

Influenzaüberwachung in Bayern – Das Bayern Influenza Sentinel mit SARS-CoV-2 (BIS+C)

Um zeitnahe Daten zur aktuellen Influenzazirkulation in Bayern zu erhalten, wurde am LGL ein Netzwerk von niedergelassenen Allgemein-, Haus-, und Kinderärzten aus Bayern gebildet, die zusammen in einem Sentinel, dem BIS, die Influenzaviren-Aktivität in Bayern erfassen und überwachen. Die teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte schicken Abstrichtupfer von zufällig ausgewählten Patienten mit Symptomatik einer akuten respiratorischen Erkrankung (ARE) zur kostenfreien Diagnostik ans LGL. Im Zuge der Coronavirus-Pandemie werden zusätzlich Nachweise auf SARS-CoV-2 erbracht.

Aktuelle Berichterstattung aus dem BIS+C, Stand 12.01.2022

Mit KW 41 2021 begann im BIS+C die Berichterstattung für die neue Influenzasaison 2021/22.
Seit KW 41 wurden 468 Abstriche von Patienten mit akuter Atemwegsinfektion am LGL untersucht (darunter 31 Abstriche in KW 01).

Influenzaviren

Im gesamten Untersuchungszeitraum wurde in vier von 468 Abstrichen Influenzaviren, und zwar des Subtyps A(H3N2) nachgewiesen (0,9%).
In KW 01 waren zwei der 31 Proben Influenza positiv (6,5%).


Influenza RNA-Nachweis im BIS+C

Jahr/
Kalenderwoche
Gesamt-anzahl negativ A(H3N2) Positiven-
rate [%]
unteres 95%-Konfidenz-intervall oberes 95%-Konfidenz-intervall
2021/41 16 16 0 0,0 0,0 19,4
2021/42 22 22 0 0,0 0,0 14,9
2021/43 38 38 0 0,0 0,0 9,2
2021/44 24 24 0 0,0 0,0 13,8
2021/45 40 40 0 0,0 0,0 8,8
2021/46 45 45 0 0,0 0,0 7,9
2021/47 56 56 0 0,0 0,0 6,4
2021/48 46 46 0 0,0 0,0 7,7
2021/49 48 48 0 0,0 0,0 7,4
2021/50 29 29 0 0,0 0,0 11,7
2021/51 38 36 2 5,3 1,5 17,3
2021/52 17 17 0 0,0 0,0 18,4
2022/01 31 29 2 6,5 1,8 20,7
2022/02 18 18 0 0,0 0,0 17,6
Gesamt 468 464 4 0,9 0,3 2,2

Respiratorische Synzytial Virus (RSV)

Im gesamten Untersuchungszeitraum enthielten 98 der 468 Abstriche RSV (20,9%).
In KW 01 war einer von 31 Abstrichen RSV positiv (3,2%).

RSV RNA-Nachweis im BIS+C

Jahr/
Kalenderwoche
Gesamtanzahl negativ positiv Positiven-rate [%] unteres 95%-Konfidenz-intervall oberes 95%-Konfidenz-intervall
2021/41 16 14 2 12,5 3,5 36,0
2021/42 22 15 7 31,8 16,4 52,7
2021/43 38 29 9 23,7 13,0 39,2
2021/44 24 16 8 33,3 18,0 53,3
2021/45 40 27 13 32,5 20,1 48,0
2021/46 45 32 13 28,9 17,7 43,4
2021/47 56 44 12 21,4 12,7 33,8
2021/48 46 37 9 19,6 10,7 33,2
2021/49 48 41 7 14,6 7,2 27,2
2021/50 29 23 6 20,7 9,8 38,4
2021/51 38 32 6 15,8 7,4 30,4
2021/52 17 13 4 23,5 9,6 47,3
2022/01 31 30 1 3,2 0,6 16,2
2022/02 18 17 1 5,6 1,0 25,8
Gesamt 468 370 98 20,9 17,5 24,9

Coronavirus (SARS-CoV-2)

Im gesamten Untersuchungszeitraum war SARS-CoV-2 in 37 von 468 Abstrichen nachweisbar (7,9%).
Die variantenspezifische PCR lieferte bei 26 Proben einen Verdacht auf die Delta-Variante und bei zwei Proben (ab KW 51) einen auf die Omikron-Variante. 9 Proben konnten (noch) nicht weiter differenziert werden.
In KW 01 war eine der 31 Abstriche SARS-CoV-2 positiv (3,2%).


SARS-CoV-2 RNA-Nachweis im BIS+C

negativ positiv Summe_pos_neg Posrate ci_low ci_high
2021/41 15 1 16 6,25 1,111934 28,32874
2021/42 22 0 22 0 0 14,86549
2021/43 37 1 38 2,631579 0,466059 13,49488
2021/44 24 0 24 0 0 13,79762
2021/45 36 4 40 10 3,957953 23,05178
2021/46 39 6 45 13,33333 6,257149 26,1773
2021/47 48 8 56 14,28571 7,420789 25,73592
2021/48 41 5 46 10,86957 4,733146 23,03783
2021/49 48 0 48 0 0 7,410013
2021/50 26 3 29 10,34483 3,581489 26,38508
2021/51 37 1 38 2,631579 0,466059 13,49488
2021/52 16 1 17 5,882353 1,04604 26,98203
2022/01 30 1 31 3,225806 0,571722 16,19411
2022/02 12 6 18 33,33333 16,27877 56,25053
Gesamt 431 37 468 7,905983 5,789997 10,70738

Influenzasaison 2021/2022

Mit dem Influenza-Wochenbericht zur 40. Kalenderwoche (KW) 2021 beginnt die neue Influenzasaison 2021/22 und damit die wöchentliche Berichtserstattung.

Influenza Wochenbericht der AGI für Deutschland:

Aktualität der AGI-Daten

Auszug aus dem ARE-Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) für die Kalenderwoche 47 2021.

Zusammenfassende Bewertung der epidemiologischen Lage:
Mit dem Wochenbericht der 40. Kalenderwoche (KW) 2021 begann die Wintersaison 2021/22 und damit der wöchentliche Berichtsrhythmus. Sentinel-Ergebnisse zu COVID-19 werden auch donnerstags im RKI-Wochenbericht zu COVID-19 aufgeführt.
Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE<-Raten) in der Bevölkerung (GrippeWeb) ist in der 47. KW 2021 im Vergleich zur Vorwoche bundesweit gesunken. Im ambulanten Bereich (Arbeitsgemeinschaft Influenza) wurden im Vergleich zur Vorwoche insgesamt weniger Arztbesuche wegen ARE registriert. Die Werte der ARE-Konsultationsinzidenz sind höher als in den Vorsaisons um diese Zeit.

Influenza Wochenbericht der AGI für Deutschland:
Aktualität der AGI -Daten

Auszug aus dem Influenza-Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) für die Kalenderwoche 50 2021

Der nächste ARE-Wochenbericht mit den Ergebnissen aus der 51. und 52. KW 2021 erscheint voraussichtlich am 5.1.2022. Wir bitten die an der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) teilnehmenden Sentinelpraxen, ihre wöchentlichen Meldungen (inklusive Urlaubsmeldungen) fortzusetzen, die Daten werden weiterhin wöchentlich analysiert. Die GrippeWeb-Daten werden ebenfalls wöchentlich analysiert, der GrippeWeb-Wochenbericht wird auch zwischen den Jahren veröffentlicht.
Das Robert Koch-Institut wünscht ein besinnliches Weihnachtsfest und einen gesunden Start in das neue Jahr 2022.

Zusammenfassende Bewertung der epidemiologischen Lage:

Mit dem Wochenbericht der 40. Kalenderwoche (KW) 2021 begann die Wintersaison 2021/22 und damit der wöchentliche Berichtsrhythmus. Sentinel-Ergebnisse zu COVID-19 werden auch donnerstags im RKI-Wochenbericht zu COVID-19 aufgeführt.

Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen (ARE-Raten) in der Bevölkerung (GrippeWeb) ist in der 50. KW 2021 im Vergleich zur Vorwoche bundesweit gesunken. Im ambulanten Bereich (Arbeitsgemeinschaft Influenza) wurden im Vergleich zur Vorwoche insgesamt auch deutlich weniger Arztbesuche wegen ARE registriert.

Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 50. KW 2021 in insgesamt 90 (55 %) der 164 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert, darunter 30 (18 %) Proben mit humanen saisonalen Coronaviren (hCoV) des Typs OC43, NL63 bzw. 229E, 23 (14 %) mit Respiratorischen Synzytialviren (RSV), 23 (14 %) mit Rhinoviren, elf (7 %) mit SARS-CoV-2, sechs (4 %) mit Parainfluenzaviren (PIV) und fünf (3 %) mit humanen Metapneumoviren (hMPV). In der 50. KW wurde in einer Probe (1 %) Influenza A-Virus detektiert.

Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance (ICOSARI) ist die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 50. KW 2021 im Vergleich zur Vorwoche insgesamt gesunken, insbesondere in den Altersgruppen ab 15 Jahre. Die Zahl der SARI-Fälle zwischen 35 und 59 Jahre ist jedoch weiterhin sehr hoch, zudem erhielten 77 % der SARI-Fälle in dieser Altersgruppe eine COVID-19-Diagnose.

Für die 50. Meldewoche (MW) 2021 wurden nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) bislang 91 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das Robert Koch-Institut übermittelt (Stand: 21.12.2021).

Weitere Informationen finden Sie unter: https://influenza.rki.de/

IfSG Meldedaten zur Influenzasaison 2021/2022

Aktuelle Meldungen nach IfSG in Bayern

Für die 50. Meldewoche 2021 wurden in Bayern gemäß alter Referenzdefinition 3 Influenzafälle bzw. nach neuer Referenzdefinition 7 Influenzafälle nach Infektionsschutzgesetz durch die Gesundheitsämter an das LGL übermittelt.

Insgesamt erhöht sich damit die Gesamtfallzahl der Saison 2021/22 (ab MW 40 2021) auf 26 Fälle nach alter Referenzdefinition bzw. auf 50 Fälle nach neuer Referenzdefinition.

Die Grafik stellt alle an das LGL übermittelten Influenzameldungen im Verlauf der Influenzasaison im Vergleich zu den Vorjahren dar. Die Bewertung der Fälle erfolgt nach der alten (durchgezogene Linie) und nach der neuen (gestrichelte Linie) Referenzdefinition.

Alte Referenzdefinition (gültig bis 31.12.2018): klinisch-epidemiologisch und klinisch-labordiagnostisch bestätigte Erkrankungen.

Neue Referenzdefinition (gültig ab 01.01.2019): klinisch-epidemiologisch und klinisch-labordiagnostisch bestätigte Erkrankungen, sowie alle labordiagnostisch nachgewiesenen Infektionen mit nicht erfülltem oder unbekanntem klinischen Bild.

LiniendiagrammBild vergrössern

Abb.: Epidemiologische Verlaufskurve aller gemeldeten Fälle im Vergleich zu den Vorjahren

Statistische Daten siehe Übersicht Meldepflichtige Infektionserkrankungen