Humane Infektionen durch ein neues aviäres Influenzavirus A(H7N9) in China

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet aus verschiedenen Provinzen Chinas über 100 labordiagnostisch bestätigte Erkrankungs- und Todesfälle mit Influenza A(H7N9). Die Lage vor Ort wird von den zuständigen Gesundheitsbehörden überwacht und an die WHO gemeldet. Influenza A(H7N9) entstand aus einer Kombination verschiedener aviärer Influenzaviren und trat bisher nicht beim Menschen auf. Die Infektionsquelle ist noch ungeklärt. Derzeit gibt es keine Hinweise auf anhaltende Mensch-zu-Mensch Übertragungen. Allerdings wurden vereinzelte Erkrankungshäufungen mit bis zu drei infizierten Personen unter engen Familienangehörigen beschrieben, sodass die Möglichkeit einer Mensch-zu-Mensch Übertragung derzeit nicht auszuschließen ist. Zudem wurde von einigen asymptomatischen bzw. sehr milden Infektionsverläufe berichtet; die WHO zieht daher auch die Möglichkeit in Betracht, dass derartige Fälle unerkannt bleiben bzw. nicht an die zuständigen Behörden gemeldet werden. Die Gefahr einer Verbreitung in Europa wird derzeit laut European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) als gering eingeschätzt, eingeschleppte Fälle aus China sind allerdings möglich. Ein besonderes Augenmerk bei respiratorischen Symptomen unklarer Ursache gilt deshalb der Reiseanamnese. Reise- oder Handelsbeschränkungen werden von der WHO derzeit nicht empfohlen. Aktuelle Daten zu Erkrankungsfällen und zur epidemiologischen Situation finden Sie insbesondere bei unten stehendem Link der WHO.

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