Die 8. Bayerische Impfwoche 2026 – Fokus auf Humane Papillomviren (HPV)

Vom 3. bis zum 12. Juli 2026 veranstaltete die Bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) die 8. Bayerische Impfwoche. Sie findet üblicherweise im zweijährigen Rhythmus statt und lebt von der intensiven Kooperation aller beteiligten Partner. Sie ist ein wichtiger Beitrag, um Aufklärung zu leisten, Impfbereitschaft zu fördern und die Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig zu schützen.

Wie bereits 2024 lag der Schwerpunkt erneut auf den Humanen Papillomviren (HPV). Ziel der Aktion war es, durch eine Vielzahl von Angeboten in unterschiedlichen bayerischen Regionen das Bewusstsein für die Bedeutung von Impfungen zu stärken und die Akzeptanz von Impfangeboten zu erhöhen. Es wurde versucht, die Bevölkerung umfassend über die durch HPV ausgelösten (Krebs ) Erkrankungen zu informieren und aufzuzeigen, wie Mädchen und Jungen sich durch eine Impfung wirksam schützen können. Ebenso gab es Fortbildungsangebote für Impfakteure und Multiplikatoren.

Der Erfolg der Impfwoche beruht auf der engagierten Zusammenarbeit aller LAGI Mitglieder. Dazu zählen Verbände und Kammern der Ärzte und Apothekerschaft, der Öffentliche Gesundheitsdienst, die Gesundheitsregionen, die Krankenkassen sowie zahlreiche weitere Impfakteure und -experten. Durch dieses breit gefächerte Netzwerk konnten in diesem Jahr wieder zahlreiche regionale und überregionale Angebote realisiert werden und über ein vielfältiges Veranstaltungsangebot konnten die verschiedenen Zielgruppen angesprochen werden. Zahlreiche Medien griffen das Thema auf, sodass die Informationen über HPV und die HPV Impfung auch über die einzelnen Veranstaltungen hinaus in die Öffentlichkeit gelangten. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort bei Informationsständen oder Vorträgen zu informieren und offene Fragen zu HPV oder Impfungen im Allgemeinen zu klären.

Aktionen während der 8. Bayerischen Impfwoche

  • Auftaktveranstaltung am 3. Juli 2026 in München mit Frau Staatsministerin Judith Gerlach; Impfaktion in der Gemeinschaftspraxis Kinder- und Jugendarztpraxis P. Schoof & Dr. Müller; Informationsstand des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) zur HPV-Impfung 3.7.2026 in der Münchner Innenstadt
  • Bayernweit Auslage der LAGI-HPV-Impfinformationen in vielen Arztpraxen, Apotheken und Gesundheitsämtern
  • Zusätzliche Impfberatungen, Impfbuchkontrollen, Impfinformationen und Aufklärungsaktionen während der gesamten Impfwoche in vielen Gesundheitsämtern und Apotheken in ganz Bayern
  • Infokampagne des Gesundheitsamts Fürstenfeldbruck gemeinsam mit den weiterführenden Schulen im Landkreis
  • Kostenlose Online-Veranstaltungen des BZKF am 8.7.2026: „Unsicher bei der HPV-Impfung? Online-Fragestunde für Eltern – verständlich & anonym“ und für Ärzteschaft und Impfakteure „Ihre Fragen zur HPV-Impfung an unsere Expertenrunde“
  • Web-Learning-Angebote für Apothekenpersonal der Bayerischen Landesapothekenkammer
  • Begleitende Umfrage der Bayerischen Apothekerkammer, mit der die Wahrnehmung und Bedeutung der Apotheke im Bereich Impfberatung und Prävention erfasst werden soll.
  • Informationsstände (Auswahl):
    • BZKF: 3.7.2026 Münchner Innenstadt/Fußgängerzone
    • Gesundheitsamt Neustadt/WN und Stadt Weiden i.d.O.
    • Gesundheitsamt Dachau
    • Gesundheitsamt Mittenberg

Medien/Presse

  • Im Bayerischen Ärzteblatt (6/2026) wurde zur Impfwoche und der Impfsituation in Bayern informiert und zur Teilnahme motiviert: „Verbesserter HPV-Impfschutz für Bayern – Ihr Beitrag zählt!“
  • Artikel in der Deutschen Apothekerzeitung
  • Darüber hinaus informierten zahlreiche Gesundheitsämter über Pressemitteilungen, Artikel oder Interviews über die Impfwoche und HPV
  • LAGI-Plakate und -Flyer zur Impfwoche (und darüber hinaus), oft begleitet mit dem Angebot der persönlichen Impfberatung zur HPV-Impfung u.a. in Arztpraxen, Apotheken, Gesundheitsämtern und Geschäftsstellen von Krankenkassen mit Informationen zur HPV-Impfung für Eltern und Jugendliche

Über HPV und die HPV-Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen HPV für Mädchen und Jungen von 9 bis 14 Jahren (2 Impfdosen). Sollte sie in diesem Alter verpasst worden sein, so ist die Nachholimpfung bis zum 18. Geburtstag empfohlen (3 Impfdosen), möglichst vor den ersten sexuellen Kontakten. Aber auch für über 18-Jährige kann die Impfung sinnvoll sein. Je früher die Impfung erfolgt, desto besser ist die Schutzwirkung.

Weiterführende Informationen zu HPV und zur HPV-Impfung finden Sie auf der Internetseite des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) unter folgendem Link: Schutzimpfung gegen HPV oder auf der Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP): Die HPV-Impfung – Infos für Jugendliche und ihre Eltern.

Informationsmaterialien der LAGI zu HPV

Weitere kostenlose Informationsmaterialien der LAGI