Gesundheitsämter

Gesundheitsämter sind die Träger des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) auf kommunaler Ebene, die im Zuge einer Verwaltungsreform zum 01.01.1996 als eigenständige Fachbehörden und „Staatliche Gesundheitsämter“ aufgelöst und in die Landratsämter eingegliedert wurden. Seither tragen sie die Bezeichnung „Untere Gesundheitsbehörde“. Es gibt in Bayern 71 staatliche und 5 kommunale Gesundheitsämter (München, Augsburg, Nürnberg, Ingolstadt und Memmingen).

Die Regelungen zu den Aufgaben und Befugnissen des ÖGD in Bayern sind seit dem 01.08.2003 im Gesundheitsdienst- und Verbraucherschutzgesetz (GDVG) zusammengefasst und umfassen im Wesentlichen Aufgaben des Gesundheitsschutzes (Infektionsschutz, Umwelthygiene etc.), der Gesundheitsförderung und Prävention, der Sozialmedizin einschl. des Gutachtenwesens und der Berufsaufsicht über die Heil- und Heilhilfeberufe sowie der Gesundheitsberichterstattung.

Der ÖGD als dritte Säule unseres Gesundheitssystems neben der stationären und ambulanten Patientenversorgung zielt in seiner Tätigkeit ganz im Sinne des Münchner Begründers der Hygiene als Wissenschaft, Max von Pettenkofer (1818 - 1901) darauf ab, negative Einflüsse auf die Gesundheit möglichst auszuschalten und die positiven zu stärken. Dieses Ziel entspricht somit auch der modernen Definition von Öffentlicher Gesundheit (Public Health) des Institute of Medicine, Washington DC, USA (1988), Bedingungen zu schaffen, in denen Menschen gesund sein können.

Arbeitshilfen für Gesundheitsämter