Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

TSE - Untersuchungen bei Ziegen

Der BSE-Verdacht bei einer vor dem Tiermehl-Verfütterungsverbot geborenen und im Jahr 2002 in Frankreich geschlachteten Ziege wurde am 28.01.2005 von einem Gremium europäischer Wissenschaftler bestätigt. Dies ist der bislang erste Fall von BSE, der bei einer Ziege unter natürlichen Bedingungen beschrieben wurde. Aufgrund der Verordnung (EG) Nr. 999/2001 des Europäischen Parlaments und des Rates mit Vorschriften zur Verhütung, Kontrolle und Tilgung bestimmter transmissibler spongiformer Enzephalopathien sind die Mitgliedstaaten verpflichtet einen bestimmten Prozentsatz der Ziegen auf TSE zu untersuchen.

Im Rahmen des TSE-Monitoring-Programmes werden in Bayern seit 2001 Ziegen auf TSE (Scrapie bzw.BSE) getestet. Insgesamt wurden in den Jahren 2001 bis 2009 7.169 Gehirnproben von Ziegen mittels Schnelltest auf TSE untersucht.

In keiner der Ziegenproben war pathogenes Prionprotein nachweisbar.