Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Tollwut (Rabies)

Das Tollwutvirus ist in weiten Teilen der Welt verbreitet. Es greift im Verlauf der Krankheit Nervenbahnen und Gehirn an. Tollwut ist nicht behandelbar und verläuft in aller Regel tödlich. Nach Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier ist eine sofortige Impfung unabdingbar!

In Deutschland konnte die Tollwut bei Wild-und Haustieren nahezu vollständig ausgerottet werden. In Osteuropa und anderen Teilen der Welt ist die Tollwut bei Wild-und Haustieren aber immer noch ein Problem. Die erkrankten Tiere scheiden das Tollwutvirus massenhaft mit dem Speichel aus. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt in der Regel durch einen Biss, ist jedoch auch über Hautverletzungen oder direkten Kontakt von infektiösem Material (z. B. Speichel) mit der Schleimhaut möglich.

Vor Reisen in Länder mit hoher Tollwutgefährdung ist eine Impfung gegen Tollwut sinnvoll, weil dort im Fall eines Kontakts mit Tollwut oft nur ein nicht so gut verträglicher Impfstoff zur Verfügung steht.

Impfung

Der aktuell empfohlene Impfstoff enthält inaktivierte (nicht vermehrungsfähige) Tollwutviren.

Wer soll sich impfen lassen?

  • Tierärzte, Jäger, Forstpersonal und Personen mit Umgang mit Tieren in Gebieten mit neu aufgetretener Wildtiertollwut.
  • Personal in Laboratorien mit Tollwutrisiko.
  • Personen mit beruflichem oder sonst engem Kontakt zu Fledermäusen.
  • Reisende in Regionen mit hoher Tollwutgefährdung (z. B. durch streunende Hunde).
  • Personen mit Verdacht auf Kontakt zu Tollwuterregern (siehe oben).

Zeitpunkt der Impfung

Der Zeitpunkt der Impfung ist abhängig von der individuellen Indikation und sollte mit z. B. dem Haus-oder Betriebsarzt oder im Rahmen einer reisemedizinischen Beratung besprochen werden.

Häufigste Impfreaktionen

Der aktuell empfohlene Impfstoff ist im Vergleich zu den früheren Impfstoffen gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen sind Rötung, Schmerzen und Schwellung an der Impfstelle, leichte bis mäßige Temperaturerhöhung, grippeähnliche Symptomatik oder Magen-Darm-Beschwerden. Gelegentlich können Gelenkbeschwerden, selten allergische Reaktionen

Weitere Informationen zu Hepatitis A auf der Seite der des RKI.

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