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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Lärm

In diesem Bereich finden Sie allgemeine Informationen zu dem Thema „Lärm“ sowie zu den im Bereich Freizeitlärm schwerpunktmäßig durchgeführten Projekten.

Ein Schwerpunkt am LGL stellt die Fragestellung der Wirkungen des Freizeitlärms insbesondere bei Jugendlichen dar. Vor allem der Konsum von Musik über tragbare Musikabspielgeräte sowie Diskotheken- und Konzertbesuche werden verdächtigt, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen Hörschäden zu verursachen. Im Jahr 2005/2006 hat das LGL gemeinsam mit dem LfU eine Messreihe in bayerischen Diskotheken durchgeführt. Hierbei zeigte sich, dass der Mittelungspegel auf der Tanzfläche zwischen 23:00 Uhr und 2:00 Uhr im Median bei 100 dB(A) liegt. Aufgrund der Diskussionen um die Vuvuzelas während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 hat das LGL außerdem eine orientierende Messung von Schallpegeln während einer Public Viewing Veranstaltung im Münchner Olympiastadion durchgeführt.

Um aktuelle Daten über die Verbreitung von Hörschäden unter Jugendlichen in Bayern zu erhalten, führt das LGL die epidemiologische Studie „Ohrkan“ durch. In Ohrkan wird das Gehör von ca. 2.000 Jugendlichen der Jahrgangstufe 9 aus Regensburger Schulen untersucht. Parallel werden von den Jugendlichen über standardisierte Fragebögen Faktoren erhoben, die möglicherweise ein Risiko für das Gehör darstellen. Hierzu gehören insbesondere die Nutzung von tragbaren Musikabspielgeräten und der Besuch von Konzerten und Diskotheken. Weitere Informationen zu dem Studienkonzept und zu ersten Ergebnissen finden Sie auf der Projektseite Ohrkan-Studie.

Vor dem Hintergrund von Gehörrisiken durch Freizeitlärm entwickelte die Hochschule München unter Förderung durch das Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit die Software earaction. In dieser interaktiven Software können Nutzer auf spielerische Art Informationen zum Gehör, möglichen Risiken durch Musikkonsum und Gehörschutz erhalten. Über den Internetzugang www.earaction.bayern.de kann die Software aufgerufen werden.

Weiterführende Informationen über die Lärmbelastung, Lärmbelästigung und damit verbundene Gesundheitsrisiken finden sich auf den Internetseiten verschiedener Institutionen

  • Bayerisches Landesamt für Umwelt:
    http://www.lfu.bayern.de/laerm/fachinformationen/index.htm
  • Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG):
    http://www.apug.de/umwelteinfluesse/laerm/index.htm
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit:
    http://www.bmu.de/laermschutz/aktuell/aktuell/1690.php
  • Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin:
    http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Laerm-und-Akustik/Laerm-und-Akustik.html__nnn=true
  • Umweltbundesamt:
    http://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm
  • World Health Organization – Regional Office for Europe:
    http://www.euro.who.int/Noise