Zahl des Monats Januar 2026
394
Proben von Nahrungsergänzungsmitteln wurden 2025 untersucht.
394 Proben von Nahrungsergänzungsmitteln untersuchte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im Jahr 2025. Davon wurden 61 Prozent (241 Proben) beanstandet.
In den meisten Fällen wurden dabei unzulässige krankheits- oder gesundheitsbezogenen Aussagen oder irreführende oder nicht rechtskonforme Kennzeichnungen festgestellt. Nur eine Probe musste als potenziell gesundheitsschädlich eingestuft werden und in keiner der untersuchten Proben gab es Schadstoffe.
Vor allem zu Beginn eines neuen Kalenderjahres stehen Vorsätze wie Sport und eine gesündere Ernährung ganz oben auf der persönlichen Liste. Oft werden dabei auch Nahrungsergänzungsmittel als Möglichkeit gesehen, dem Köper etwas Gutes zu tun.
Bei Nahrungsergänzungsmitteln rät das LGL jedoch generell zur Vorsicht:
- Nicht selten versprechen Nahrungsergänzungsmittel positive Wirkungen auf die Gesundheit, obwohl dies wissenschaftlich nicht belegt ist.
- Außerdem enthalten manche Präparate Mineralstoffe und Vitamine in Mengen, die um ein Vielfaches über den empfohlenen Tagesdosen liegen.
- Zudem weist das LGL regelmäßig in manchen Nahrungsergänzungsmitteln Stoffe nach, die gar nicht enthalten sein dürften.
- Manchmal kann die Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln sogar zu schweren gesundheitlichen Einschränkungen führen.
- Außerdem befinden sich auch Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt, die aufgrund des zu hohen Gehaltes an pharmakologisch wirksamen Stoffen nicht als Lebensmittel verkehrsfähig sind, allerdings auch keine Zulassung als Arzneimittel besitzen.
Das LGL untersucht Nahrungsergänzungsmittel regelmäßig stichprobenhaft und risikoorientiert in Bayern und verfolgt auch konkrete Beschwerden von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie Hinweise auf betrügerische Websites und Produkte.
Im Zuge der Lebensmittelkontrolle werden somit regelmäßig Erzeugnisse beanstandet. Die Anzahl der verschiedenen Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt wächst aber unabhängig davon stetig. Insbesondere im Internet ist die Auswahl an entsprechenden Produkten mit allen erdenklichen Wirkstoffen und gesundheitsbezogenen Aussagen mittlerweile enorm.
Empfehlung für Verbraucherinnen und Verbraucher:
- Vor dem Kauf grundsätzlich gut informieren
- Immer die empfohlenen täglichen Aufnahmemengen der beworbenen Vitamine und Mineralstoffe berücksichtigen
Wichtig: Gesunde Personen, die sich ausgewogen ernähren, sind prinzipiell nicht auf Nahrungsergänzungsmittel angewiesen!
Lediglich in Einzelfällen kann es nach Absprache mit der Hausärztin oder dem Hausarzt sinnvoll sein, bestimmte Nährstoffe zusätzlich zuzuführen, z. B. während der Schwangerschaft.

