Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Spielzeug - Untersuchungsergebnisse 2006

Formaldehyd-Ausgasung aus Holzpuzzles

SpielzeugdracheVon 45 untersuchten Proben Holzpuzzles, die auf die Ausgasung von Formaldehyd untersucht worden waren, waren vier zu beanstanden. Sie hatten bei einer Ausdunstung bei 40 ºC über 24 Stunden den Richtwert von 110 mg/kg Formaldehyd überschritten. Hier lagen die in die Umgebung abgegebenen Mengen an Formaldehyd im Bereich zwischen 164 und 223 mg/kg. Die Proben wurden als nicht den Sicherheitsanforderungen gemäß § 2 der 2. GPSGV beurteilt, weil eine inhalative Formaldehydexposition zu Tumoren der oberen Atmungswege führen kann.

Kristallzüchtungssets

Neun untersuchte Kristallzüchtungssets, die als Chemieexperimentierkästen den Vorgaben der Norm EN 71 Teil 4 unterliegen, überschritten die zulässigen Höchstmengen an Kaliumaluminiumsulfat und Calciumsulfat. Bei drei dieser Sets war auch die zulässige Höchstmenge an Kupfersulfat überschritten. Für diese Stoffe sind Richtwerte geplant, an denen sich Baumusterprüfungen gemäß der 2. GPSGV orientieren können.

Naphthalin in Spielzeug aus Kunststoff

Ein Spielzeug-Fernglas war wegen eines sehr intensiven, abstoßenden Geruchs auffällig. In zwei Materialien dieses Fernglases wurden Gehalte an Naphthalin von 56 bzw. 65 mg/kg ermittelt. Diese Probe war wegen des möglichen Einatmens dieser Verbindung, die als krebserzeugender Stoff der Kategorie 2 eingestuft ist, und wegen der Gefahr von Hautreaktionen bei einem Hautkontakt wegen des Verstoßes gegen die Sicherheitsanforderungen von § 2 der 2. GPSGV zu beanstanden.

Eine Probe eines Aufblasspielzeugs in Form eines Fisches wies einen intensiven mineralölartigen Geruch auf. In den Ausdunstungen waren u. a. Cyclohexanon, Naphthalin und Naphthalinderivate nachzuweisen.

Mehr zu diesem Thema

Allgemeine Informationen zum Thema