Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Nitrat im Trinkwasser – Untersuchungsergebnisse 2014

Nitrat ist ein wesentlicher Pflanzennährstoff. Er kommt natürlicherweise im Boden aufgrund von Mineralisationsprozessen vor. Doch auch beispielsweise durch die Ausbringung von Dünger kann Nitrat in den Boden gelangen. Niederschläge sorgen dafür, dass ein Teil des gut wasserlöslichen Nitrats ausgewaschen wird. So gelangt Nitrat in das Oberflächenwasser, in das Grundwasser und schließlich auch in das Trinkwasser. Bis zu etwa 15 mg/l Nitrat können natürlicherweise im Wasser vorkommen. Ein Zuviel an Nitrat ist gesundheitsschädlich, besonders dann, wenn es durch Mikroorganismen in Nitrit umgewandelt worden ist. Die Trinkwasserverordnung weist deshalb für Nitrat einen Grenzwert von 50 mg/l aus.
Das LGL untersuchte stichprobenartig 568 Trinkwasserproben aus Bayern auf Nitrat. Die untersuchten Proben entsprechen einer Trinkwassermenge, die etwa 80 % der bayerischen Bevölkerung zu sich nimmt. Ziel dieser Untersuchung ist eine erste Bestandsaufnahme zur statistischen Belastung des Trinkwassers mit Nitrat.

Keine Grenzwertüberschreitungen

Bezogen auf alle Proben ergibt sich ein durchschnittlicher Nitratgehalt von 12,3 mg/l Trinkwasser. Berechnet man die Mittelwerte für die einzelnen Regierungsbezirke, liegt der Wert für Unterfranken bei 19,6 mg/l, bei den anderen Regierungsbezirken bei 10,8 mg/l bis 11,8 mg/l (siehe Abbildung 1). Diese Zahlen bestätigen, dass sich die Nitratgehalte durch intensive landwirtschaftliche Nutzung und geringere jährliche Niederschlagsmengen erhöhen. Insgesamt überschritten jedoch nur neun Proben den Wert von 40 mg/l. Der höchste gefundene Gehalt an Nitrat betrug 46,9 mg/l (siehe Abbildung 2). In keiner Probe stellte das LGL eine Überschreitung des Grenzwertes der Trinkwasserverordnung fest.
Das LGL wird die Untersuchungen schwerpunktmäßig wiederholen, um daraus ein Profil und gegebenenfalls frühzeitig entsprechende Handlungsmaßnahmen zum Schutz des Verbrauchers ableiten zu können.

Alternativtext: Die Abbildung 1 zeigt die mittleren Nitratgehalte für Bayern insgesamt und die einzelnen Regierungsbezirke. Für Bayern ergibt ich ein mittlerer Gehalt von 12,3 Milligramm Nitrat pro Liter Trinkwasser. Der mittlere Gehalt für den Regierungsbezirk Unterfranken liegt bei 19,3 Milligramm pro Liter, während die Mittelwerte für die anderen Regierungsbezirke (Mittelfranken, Oberfranken, Oberpfalz, Niederbayern, Oberbayern, Schwaben) niedriger bei 10,8 Milligramm/Liter bis 11,8 Milligramm/Liter liegen.

Abbildung 1: Darstellung der mittleren Gehalte von Nitrat im Trinkwasser

Alternativtext  Die Abbildung 2 zeigt die maximal gefundenen Gehalte von Nitrat im Trinkwasser. Im Regierungsbezirk Unterfranken 46,9 Milligramm/Liter, im Regierungsbezirk Mittelfranken 11,7 Milligramm/Liter, im Regierungsbezirk Oberfranken 11,7 Milligramm/Liter, im Regierungsbezirk Oberpfalz 11,8 Milligramm/Liter im Regierungsbezirk Niederbayern 11,0 Milligramm/Liter, im Regierungsbezirk Oberbayern 11,0 Milligramm/Liter und im Regierungsbezirk Schwaben 10,8 Milligramm/Liter.

Abbildung 2: Darstellung der maximalen Gehalte von Nitrat im Trinkwasser

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