Forschungsprojekt: Evaluierung neuer mikrobiologischer Nachweisverfahren bei der Überwachung von EU-Badegewässern und Überprüfung der Auswirkungen gesenkter Grenzwerte

Kurzbeschreibung:

Die EU-Badegewässer-Richtlinie befand sich 2005 im Novellierungsprozess und hatte bereits erfolgreich den Umweltrat passiert. In der Novelle werden erstmals mikrobiologische Nachweismethoden (ISO 7899-1 sowie 9308-3) verbindlich als Referenzmethoden vorgegeben. Weiterhin wurden die mikrobiologischen Grenzwerte gesenkt. In Bayern existierten derzeit keinerlei Erfahrung mit den neuen Methoden. Erfahrungsgemäß wird die Höhe der nachgewiesenen Bakterienkonzentrationen entscheidend von der angewendeten Methode beeinflusst. Da gleichzeitig die zulässigen Grenzwerte gesenkt wurden und bei Nichteinhaltung Strafgelder aus Brüssel drohten, war es dringend erforderlich, die Situation an den bayerischen EU-Badegewässern zu untersuchen. Hierzu sollte zunächst die Methodik im Wasserlabor in Oberschleißheim und in Erlangen eingeführt werden. Während der Badesaison 2005 sollten an sämtlichen EU-Badegewässern je 10 Proben auf E. coli und Intestinale Enterokokken untersucht werden.

Laufzeit: 2005