Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Fische, Fischzuschnitte - Untersuchungsergebnisse 2007

Mikrobiologische und sensorische Untersuchungen

Insgesamt 185 (2006: 88) Plan-, Beschwerde- und Verdachtsproben wurden mikrobiologisch und sensorisch untersucht und davon 28 (27) beanstandet. Die deutlichen Schwankungen der Beanstandungsquoten von 15% (2006: 39%, 2005: 27 %) sind durch Änderungen der Anzahl und der Art der Proben bedingt.

Aufgrund sensorischer Abweichungen, wie anfauler, ammoniakalischer, fischiger oder traniger Geruch beziehungsweise Geschmack, wurden 18 Proben als "zum Verzehr ungeeignet" und drei Proben als "wertgemindert" beurteilt. Zwei Proben enthielten Nematodenlarven. Vier Proben wurden wegen mangelhafter Produkthygiene und eine aufgrund ungenügender Kühlung beanstandet. Bei fünf Proben wurde ein Hygienehinweis und bei 13 ein Kühlhinweis ausgesprochen.

Im Rahmen der Anforderung risikoorientierter Planproben wurden insgesamt 34 Proben Fisch und Fischzuschnitte auf das Vorhandensein pathogener Mikroorganismen (Vibrio spp., Salmonellen sowie VTEC) untersucht. Die genannten Lebensmittelinfektionserreger waren allerdings in keiner der Proben nachweisbar.

Fischartennachweis mittels Isoelektrischer Fokussierung

Fisch in der Seitenansicht

Mittels Isoelektrischer Fokussierung - eine besondere Form der Gelelektrophorese - können verschiedene Fischarten anhand ihrer unterschiedlichen Proteinmuster identifiziert werden.

Um zu überprüfen, ob sich tatsächlich der Fisch in der Packung befindet, der deklariert wird beziehungsweise ob derjenige auf dem Teller liegt, den man bestellt hat, wurden 84 Fischproben aus dem Einzelhandel und der Gastronomie hinsichtlich der Fischart untersucht. Unter anderem waren dies Kabeljau, Scholle, Rotbarsch, Heilbutt, Steinbutt, Steinbeißer, Seelachs, Wolfsbarsch, Victoria-Barsch, Dorade und Pangasius.

Erfreulicherweise war keine Probe aufgrund falscher Angabe der Fischart zu beanstanden, lediglich eine Probe fiel wegen Gefrierbrand auf, eine weitere wegen Angabe zweier unterschiedlicher Mindesthaltbarkeitsdaten.

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