Gewährung einer Landarztprämie: Antragstellung

Ziel/Gegenstand der Landarztprämie

Für ländliche Regionen ist es aufgrund von ungünstigen Entwicklungen von infrastrukturellen und soziodemografischen Faktoren oftmals schwieriger, ausreichend Ärztinnen und Ärzte für eine vertragsärztliche Tätigkeit zu gewinnen, um die Versorgungslage langfristig zu stabilisieren. Mit der Landarztprämie soll ein finanzieller Ausgleich für diese besonderen Herausforderungen erfolgen und damit die Entscheidung für die Niederlassung, Gründung von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) und Filialbildungen im Landarztprämiengebiet gefördert werden.

Der Freistaat gewährt im Landarztprämiengebiet jeweils einmalig Prämien (Landarztprämie) für die Niederlassung als

  • Hausärztin/Hausarzt
  • Frauenärztin/Frauenarzt
  • Kinderärztin/Kinderarzt
  • Augenärztin/Augenarzt
  • Chirurgin/Chirurg, Orthopädin/Orthopäde
  • Hautärztin/Hautarzt
  • HNO-Ärztin/HNO-Arzt
  • Nervenärztin/Nervenarzt
  • Urologin/Urologe
  • Psychotherapeutin/Psychotherapeut
  • Kinder- und Jugendpsychiaterin/Kinder- und Jugendpsychiater

sowie die Gründung von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) und Filialbildungen in o. g. Fachrichtungen.

Antragsberechtigte

Die Landarztprämie wird nur zugelassenen Vertragsärztinnen und Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeutinnen und Vertragspsychotherapeuten sowie den nach Maßgabe des § 95 Abs. 1a Satz 1 SGB V zulässigen Rechtsträgern von MVZ gewährt.

Eckpunkte der Landarztprämie

  • Die Höhe der Landarztprämie für eine Niederlassung von Psychotherapeutinnen bzw. Psychotherapeuten sowie bei einer Gründung eines MVZ mit der Fachrichtung der Psychotherapie beträgt bis zu 20.000 Euro. Bei Bildung einer Filiale beträgt die Landarztprämie bis zu 5.000 Euro.
  • Die Höhe der Landarztprämie für eine Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten oder bei einer Gründung eines MVZ mit einer der oben genannten Arztgruppen (außer Psychotherapie) beträgt bis zu 60.000 Euro. Bei Bildung einer Filiale beträgt die Landarztprämie bis zu 15.000 Euro.

Antragstellung und Auszahlung

Der Antrag ist mit dem unter Downloads bereitgestellten Antragsformular einzureichen.

Bitte beachten Sie, dass eine Antragstellung erst nach erfolgter Aufnahme der ärztlichen Tätigkeit erfolgen kann und der Antrag spätestens innerhalb von sechs Monaten ab der Aufnahme der ärztlichen Tätigkeit eingereicht werden muss. Das Antragsformular wird derzeit überarbeitet und steht in Kürze unter Downloads zur Verfügung.

Dem Antrag sind beizufügen:

  • ein Arztregisterauszug der kassenärztlichen Vereinigung (KVB)
  • eine Erklärung über die Aufnahme der ärztlichen Tätigkeit,
  • die zulassungsrechtliche Entscheidung über die vertragsärztliche Tätigkeit des Antragstellers oder die Gründung eines MVZ,
  • eine „De-minimis“-Erklärung,
  • eine Erklärung zu subventionserheblichen Tatsachen,
  • eine Erklärung, ob ein Antrag zur Förderung auf Grundlage der Sicherstellungsrichtlinie der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns gestellt worden ist bzw. beabsichtigt wird, einen solchen Förderantrag zu stellen,
  • eine datenschutzrechtliche Einverständniserklärung, insbesondere mit der Einwilligung der Auskunftseinholung des LGL bei der KVB über für das jeweilige Prämienverhältnis relevante Daten.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit prüft die Anträge, teilt den Begünstigten die Gewährung der Landarztprämie schriftlich mit und zahlt diese aus. Sofern dem Antrag nicht entsprochen werden kann, wird dies den Antragstellern ebenfalls schriftlich mitgeteilt.

Kontakt

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Sachgebiet K1
-Landarztprämie-
Prinzregentenstr. 6
97688 Bad Kissingen

Telefon: 09131 6808-2933; Montag + Freitag 8:00 - 12:00, Mittwoch 13:00 - 16:00
Telefax: 09131 6808-7209
E-Mail: NL-Foerderung@lgl.bayern.de

Weitere Informationen zur Landarztprämie finden Sie im Downloadbereich rechts.

Mehr zu diesem Thema

Allgemeine Informationen zum Thema