Forschungsprojekt: Erhebung der Tränkwasserqualität in schweine- und rinderhaltenden Betrieben in Bayern

Kurzbeschreibung

In einer bayernweiten Erhebung zur Tränkwasserqualität in rinder- und schweinehaltenden Betrieben wurden in allen sieben Regierungsbezirken (pro Regierungsbezirk 20 Betriebe mit betriebseigenen Wasserversorgungssystemen) Tränkwasserproben gezogen und analysiert.

In jedem Betrieb wurden zwei Proben (eine nahe Einspeisungsort, eine nahe an der Tränke) entnommen. Insgesamt untersuchte das LGL 280 Proben auf Qualitätsparameter und unerwünschte Stoffe. Lediglich in 50 von 5.600 (entspricht 0.89%) durchgeführten Bestimmungen fand eine Überschreitung der Orientierungswerte für Tränkwasser statt, wobei die Mehrzahl dieser Überschreitungen (22 von 50, entspricht 44%) durch geogen bedingte erhöhte Sulfatwerte verursacht werden und bei entsprechender Behandlung beseitigt werden können. Überschreitungen von Parametern, wie Ammonium, Nitrat, Nitrit, etc., welche in bestimmten Fällen auf organische Verunreinigungen oder die Mischung mit Oberflächenwasser hinweisen, können durch verbesserte Hygienebedingungen vermieden werden. Im Hinblick auf die Schwermetalle, Spuren- und Mengenelemente zeigt Bayern nach den Ergebnissen des hier durchgeführten Projektes keine Auffälligkeiten. Der Orientierungsrahmen für Tränkwasser stellt somit eine hilfreiche Beurteilungsgrundlage dar.

Laufzeit: 2008 bis 2010