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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Erstmals Usutu-Virus bei Singvögeln in Bayern nachgewiesen

Bei Wildvögeln aus dem Raum Nürnberg, darunter zwei Amseln, wurde das Usutu-Virus nachgewiesen. Das Usutu-Virus wird durch Stechmücken übertragen, in Deutschland traten Usutu-Virus-bedingte Todesfälle bei Vögeln erstmals im Jahre 2011 auf. Das Usutu-Virus kann prinzipiell auch auf den Menschen übertragen werden, das Ansteckungsrisiko ist aber sehr gering. Finden Bürgerinnen und Bürger vermehrt tote Vögel, sollten sie diese Tiere nicht anfassen und das zuständige Veterinäramt kontaktieren. Grundsätzlich sollten in der Natur verendete Tiere nicht berührt werden, weil hier generell ein Ansteckungsrisiko bestehen kann.

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Muttermilchuntersuchungen im Landkreis Altötting

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat die Muttermilchuntersuchungen auf perfluorierte Substanzen abgeschlossen. Im Ergebnis war die PFOA-Konzentration in der Muttermilch höher als bei Vergleichsproben aus München. Dies war aufgrund der Belastungssituation in Teilen des Landkreises Altötting zu erwarten. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass kein Anlass dafür besteht, von der bereits bestehenden Stillempfehlung abzurücken.

Zuvor hatte das LGL Ergebnisse der Blutprobenuntersuchungen veröffentlicht.Das Resultat: Wie erwartet weisen nahezu alle Studienteilnehmer höhere PFOA-Werte auf als Einwohner anderer bayerischer Regionen. Dies ist aber gemäß den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mit einer Gesundheitsgefährdung gleichzusetzen. Dort, wo bereits seit Längerem Maßnahmen der Trinkwasseraufbereitung umgesetzt worden sind, weisen Probanden niedrigere PFOA-Gehalte als der Studiendurchschnitt auf. Dies belegt die Wirksamkeit der Aufbereitungsmaßnahmen sowie die zentrale Bedeutung des Trinkwassers als Eintragspfad.

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EuGH-Urteil zu neuen Gentechnikverfahren

Am 25. Juli 2018 urteilte der Europäische Gerichtshof darüber, ob durch Mutagenese gewonnene Organismen als gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Sinne der Richtlinie 2001/18/EG (GVO-Richtlinie) anzusehen sind. Mit dem Begriff „Mutagenese“ werden alle Züchtungsverfahren zusammengefasst, die es ermöglichen, das Erbgut lebender Arten ohne Einbau einer fremden DNA zu verändern. Der EuGH hat nun entschieden und diese Frage bejaht. Damit unterliegen alle mit Methoden der Mutagenese gewonnenen Organismen, unabhängig von der angewandten Technik, den gesetzlich vorgesehenen Verpflichtungen der GVO-Richtlinie. Somit werden auch solche Organismen streng reguliert, deren Erbgut mit neuen Züchtungstechniken (Genome Editing) verändert wurde.

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Neuartige Lebensmittel

Das LGL organisierte im Rahmen der LGL-Gespräche zur Lebensmittelsicherheit in Oberschleißheim die Veranstaltung „Alternative Ernährungsformen – Neuartige Lebensmittel“.
Ernährung wird in heutiger Zeit vielfach nicht nur als einfache Nahrungsaufnahme verstanden: Oft wird dieses Thema eng in Zusammenhang mit Gesundheit, Fitness und Schönheit gesehen und kann sogar zu einer Frage der Identität werden.
Entsprechend wird heute zusätzlich zu den „konventionellen Lebensmitteln“ eine große Vielfalt an „neuartigen Lebensmitteln“ angeboten. Im Rahmen der Veranstaltung gab es daher unter anderem Vorträge über die Themen „Superfood“ oder „Insekten als Lebensmittel“, auch wurde über die Definition von laktose-, glutenfrei und vegan diskutiert.

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Die Bayerische Antibiotikaresistenz-Datenbank BARDa

Informationsveranstaltung für bayerische Laboratorien am LGL

Antibiotikaresistente Krankheitserreger sind zu einem weltweiten medizinischen Problem geworden. Im „Gemeinsamen Bayerischen Aktionsplan gegen Antibiotikaresistenzen“ beauftragte der Bayerische Ministerrat das LGL, eine Bayerische Antibiotikaresistenz-Datenbank (BARDa) aufzubauen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns, die Bayerische Krankenhausgesellschaft und die Bayerische Landesärztekammer unterstützen das Projekt. Zusammen mit den bayerischen mikrobiologischen Laboratorien soll BARDa die kontinuierliche und flächendeckende Surveillance von Antibiotikaresistenzen in Bayern etablieren. Zahlreiche interessierte Vertreter niedergelassener bayerischer Laboratorien, Krankenhauslabore und Universitäten informierten sich am 17. Juli 2018 am LGL über das Projekt.

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Hohe Fallzahl der Borreliose-Erkrankungen in Bayern

Dem LGL wurden bis zur 28. Kalenderwoche 2.152 Fälle an Lyme-Borreliose in Bayern gemeldet. Das ist die höchste Zahl gemeldeter Fälle seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2013; sie liegt etwa 10 % höher als 2016, dem Jahr mit der bislang höchsten Meldezahl. Bei der Lyme-Borreliose handelt es sich um eine bakterielle und durch Zecken übertragene Infektion, gegen die es keine Impfung gibt, die aber mit Antibiotika gut behandelbar ist. Die Kontaktmöglichkeiten zwischen Zecke und Mensch sind ein sicherlich ganz wesentlicher Faktor für die hohen Fallzahlen: Halten sich die Menschen viel im Freien auf und finden die Zecken gleichzeitig günstige Bedingungen vor, ist eine Zunahme von Zeckenstichen und Erkrankungen an Lyme-Borreliose möglich. Auch eine höhere Populationsstärke der übertragenden Zecken und erhöhte Infektionsraten der Zecken mit Borrelien könnten Ursachen sein. Derzeit kann noch keine Aussage getroffen werden, ob sich die Fallzahlen im Bereich der jährlich erwartbaren Schwankungen bewegen.

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Breiter Schulterschluss gegen Antibiotikaresistenzen

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Resistente Erreger in der Veterinärmedizin (ARE-Vet) und der Landesarbeitsgemeinschaft Resistente Erreger (LARE) trafen sich kürzlich im Haus der Bayerischen Landwirtschaft im Rahmen einer Klausurtagung zum intensiven Austausch. Die Human- und Veterinärmediziner arbeiteten die spezifischen Anforderungen des Antibiotikaeinsatzes sowohl in der Human- als auch der Veterinärmedizin heraus und entwarfen Strategien zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen.

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Perfluorierte Chemikalien (PFC) – Infoline an Landesämtern

Perfluorierte Chemikalien (PFC), darunter PFOA, lassen sich an einzelnen Standorten in Bayern nachweisen, so z. B. im Raum Gendorf/Altötting. Das LGL und das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) bieten daher eine gemeinsame Infoline für Fragen zu PFC an. Die PFC-Infoline ist für Bürger, Kommunen und Behörden erreichbar jeweils Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 12 Uhr und Donnerstag von 13 bis 16 Uhr.

Bei Fragen zu Gesundheit, Trinkwasser und Lebensmitteln stehen Ansprechpartner des LGL unter der Rufnummer 09131 6808 – 2497 oder per E-Mail an pfc@lgl.bayern.de zur Verfügung.

Bei Fragen zu Wasser, Boden, Luft, Natur erreichen Interessierte die „PFC-Infoline“ am LfU unter: 0821 9071 – 5102, oder per E-Mail an pfc-umwelt@lfu.bayern.de.

Bitte beachten Sie: Fragen zur Situation vor Ort können meist nur das jeweils zuständige Landratsamt bzw. die zuständige Kommune beantworten. Medienvertreter können sich bei Fragen zum Thema weiterhin an die Pressestellen der Landesämter wenden.

Informationen zu den Themen Gesundheit, Lebensmitteln und Trinkwasser:

LGL veröffentlicht Jahresbericht 2017

2017 untersuchte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) knapp 70.000 Proben von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, kosmetischen Mitteln und Tabakwaren. Darüber hinaus arbeiteten LGL-Fachleute an zahlreichen Studien mit gesundheitsbezogenen Fragestellungen, wie z. B. bundesweiten Unterschieden bei der Häufigkeit von Krebserkrankungen. Diese und weitere Themen sind dem Anfang Juli im Landtag vorgestellten LGL-Jahresbericht zu entnehmen.

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Haselnusseis – ist drin was draufsteht?

Speiseeis, gerne auch das beliebte Haselnusseis, stellt bei hohen Temperaturen eine Verlockung dar, der fast nicht zu widerstehen ist. Da es 2016 aufgrund von Ernteeinbußen zu Verfälschungen bei knapp 10 % der Proben von Haselnussprodukten kam, legte das LGL auch 2017 einen Untersuchungsschwerpunkt darauf. Untersucht wurde auch handwerklich hergestelltes Speiseeis in Eisdielen und Gaststätten, für das Haselnusspasten als Rohware dienen. 2017 fand das LGL sowohl für Allergiker gefährliche Anteile von „Fremdnüssen“ im Spurenbereich, als auch Produkte mit deutlichen Gehalten an Mandeln (bis zu 10 %) oder Cashewnüssen (bis zu 27 %). Bei einem derart hohen Fremdanteil kommt der Verdacht einer bewussten Verfälschung auf. In diesen Fällen informierte das LGL die für den Hersteller zuständige Behörde im Herstellerland.

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EUA bestätigt gute Wasserqualität europäischer Badegewässer

Der Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) zur Qualität der europäischen Badegewässer 2017 zeigt, dass die große Mehrzahl der Badegewässer eine gute Wasserqualität, nahezu 85 % sogar den in der Badegewässerrichtlinie festgelegten strengsten Standard einer „ausgezeichneten“ Badegewässerqualität erreichten. Damit ist der Anteil der Badegewässer in der EU mit „ausgezeichneter“ Wasserqualität gestiegen.

In Bayern führt das LGL von April bis September mindestens einmal monatlich Routineuntersuchungen von Badegewässern durch. Die hygienische Qualität der Badegewässer in Bayern ist insgesamt zu über 98 Prozent ausgezeichnet oder gut und nur vereinzelt ausreichend oder mangelhaft. Diese Zahlen sind seit Jahren weitgehend konstant.

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Ergebnisse zu antibiotikaresistenten Erregern in südbayerischen Badeseen

Das LGL hat zehn Badegewässer aus dem südbayerischen Raum auf antibiotikaresistente Bakterien untersucht. Diese wissenschaftlich orientierten Untersuchungen fanden 2017 zusätzlich zu den Routineuntersuchungen von Badegewässern statt, die jährlich von April bis September mindestens einmal monatlich durchgeführt werden. Da Antibiotikaresistenzen auch natürlicherweise vorkommen, fanden sich erwartungsgemäß Keime mit Resistenzen gegen einzelne Antibiotika. Die Mehrheit der untersuchten Badegewässer wies aber keine Belastung mit multiresistenten Erregern auf. Untersucht wurden die Seen u.a. auf Staphylokokken, Darmbakterien und Pseudomonaden.