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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Bayern-Ei

Seit ungefähr zwei Jahren wird das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in der gemeinsamen Berichterstattung von Bayerischem Rundfunk und Süddeutscher Zeitung mit zahlreichen Vorwürfen konfrontiert, die das Behördenhandeln im Rahmen des europäischen Salmonellen Ausbruchsgeschehens im Jahr 2014 in Zusammenhang mit der Fa. Bayern-Ei betreffen. Wir weisen diese Vorwürfe auf der Basis der uns vorliegenden Fakten, die wir hier auszugsweise darstellen wollen, zurück.

Kontrollen in Bäckereien

In den vergangenen Jahren wurden unter Beteiligung der Spezialeinheit des LGL zahlreiche Bäckereien, Backbetriebe und Konditoreien im Rahmen von Schwerpunktprogrammen kontrolliert. Darunter waren auch Großbäckereien.
Weitere Informationen:

Verleihung des 14. Bayerischen Präventionspreises

Neue Ideen und erfolgreiche Praxis in der Prävention zu identifizieren, bekannt zu machen und weiterzugeben, das sind die Ziele des Bayerischen Präventionspreises, den das Bayerische Staatsministerium gemeinsam mit dem Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) vergibt.

Die Auszeichnung der Preisträger fand am 20. Juni in einem feierlichen Rahmen in München statt. Die Urkunden überreichte die Amtschefin des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, Ruth Nowak, in Vertretung für Staatsministerin Huml, gemeinsam mit dem Präsidenten des LGL, Dr. Andreas Zapf, an die vier Preisträger. Der Preis war mit einem Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro dotiert, das unter den Preisträgern zu gleichen Teilen vergeben wurde. Darüber hinaus wurden drei weitere Projekte mit Belobigungen für besondere Leistungen gewürdigt.

„Alternative Ernährungsformen - Neuartige Lebensmittel“
Einladung zu den „LGL-Gesprächen zu Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz“

Am 10.07.2017 findet am LGL in Oberschleißheim die zweite Veranstaltung zur Vortragsreihe „Gespräche zur Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz“ mit dem diesjährigen Schwerpunkt „Alternative Ernährungsformen – Neuartige Lebensmittel“ statt. Die Veranstaltungsreihe soll als Plattform dienen, um über aktuelle Themen aus dem Bereich Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz umfassend zu informieren und den Dialog zwischen den Behörden, Verbrauchervertretern, der Wissenschaft und der Wirtschaft zu intensivieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos; Anmeldungen werden bis zum 30.06.2017 mit dem beiliegenden Anmeldeformular erbeten.

Das Europäische Netzwerk für GVO Laboratorien (ENGL) – Neuer ENGL-Report zur GVO-Analytik veröffentlicht

Das Europäische Netzwerk für GVO Laboratorien (ENGL) wurde 2002 auf Grundlage der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 über genetisch veränderte (gv) Lebensmittel und Futtermittel gegründet. Alle Laboratorien in diesem Netzwerk sind mit der amtlichen Überwachung bzw. Analytik von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln sowie Saatgut beauftragt. Das LGL ist seit 2002 aktives Mitglied im ENGL, stellt einen Vertreter Deutschlands im Steuerungskomitee und beteiligt sich kontinuierlich an diversen Arbeitsgruppen des Netzwerks.
Da der Bereich der Gentechnik und die Analytik auf diesem Gebiet außerordentlich komplex sind, werden innerhalb des Netzwerks fortlaufend Arbeitsgruppen gebildet, die zu verschiedensten Themenbereichen Übersichten, Empfehlungen und Leitlinien erarbeiten. In diesem Rahmen wurde ein detaillierter Bericht über den Nachweis, die Interpretation und Ergebnismitteilung von zugelassenen und nicht zugelassenen gv Bestandteilen unter Beteiligung des LGL erstellt. Der jetzt veröffentlichte Bericht fasst neue technische Entwicklungen zusammen und dient damit als Grundlage für eine Harmonisierung der amtlichen Überwachung von (gv) Lebensmitteln und Futtermitteln in Europa.

Tierschutz bei der Schlachtung

Das LGL führt derzeit zusammen mit den Vollzugsbehörden vor Ort ein „Sonderkontrollprogramm Tierschutz im Schlachthof“ durch. Das Sonderkontrollprogramm soll die Eigenkontrollen der Betriebe im Tierschutz überprüfen. Nur wenn der Schlachthofunternehmer seine Verantwortung zur betrieblichen Eigenkontrolle konsequent wahrnimmt, ist zu erwarten, dass keine Tierschutzmängel auftreten.
Außerdem hat die Bayerische Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf das LGL zusätzlich mit der Durchführung eines „Sonderkontrollprojektes Tierschutz“ beauftragt. Es werden derzeit außerdem unter Leitung der Spezialeinheit des LGL große Schlachtbetriebe in Bayern kontrolliert, um die Übergabe von Schlachthöfen an die neue Kontrollbehörde vorzubereiten, die im Rahmen der geplanten Reform der Veterinärverwaltung in Bayern Anfang 2018 ihre Arbeit aufnehmen soll.

Bayerisches Krebsregister am LGL

Mit dem In-Kraft-Treten des neuen Bayerischen Krebsregistergesetzes am 1.4.2017 hat das LGL die Aufgabe, das neu geordnete klinisch-epidemiologische Landesregister zu führen. Alle bereits bestehenden Strukturen im Bereich der klinischen Krebsregistrierung und der epidemiologischen Krebsregistrierung werden dabei weiter genutzt und unter Erhaltung der Standorte Teil des LGL.

Das künftige integrierte klinisch-epidemiologische Krebsregister Bayern dient der Qualitätssicherung, der Gewinnung von genaueren Erkenntnissen über die Behandlung von Krebserkrankungen, der Gesundheitsberichterstattung und der Forschung mit Krebsregisterdaten.

Die nun verpflichtenden Meldungen zur medizinischen Diagnostik und Behandlung an das Krebsregister richten sich nach dem bundeseinheitlichen onkologischen Basisdatensatz der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland.

Weitere Informationen:

Nicht zugelassene gentechnisch veränderte Petunien nachgewiesen

Die finnische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Evira) hat gentechnische Veränderungen in orangefarbenen Petunien und in Saatgut solcher Petunien festgestellt.

In der EU gibt es keine Zulassung für den Anbau oder die Vermarktung von gentechnisch veränderten (gv) Petunien.

Aufgefallen sind die Pflanzen aufgrund ihrer untypischen orangenen Blütenfarbe. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat die zuständigen Behörden der Länder sowie die Öffentlichkeit mit einer Fachmeldung informiert. Eine Gefahr für die menschliche Gesundheit oder Umwelt besteht nicht.

Ein Liste der in Deutschland und in den Niederlanden positiv getesteten Petunien wurde vom BLV unter folgendem Link veröffentlicht:

Gentechnisch veränderte Petunien auch in Deutschland - Untersuchungsbehörden bestätigen finnische Ergebnisse (BLV)

Die Ergebnisse der vom LGL durchgeführten Untersuchungen von Petunien auf gentechnische Veränderungen sind hier zu finden:

„Gesundheit für Alle“ – 7. LGL-Kongress für den Öffentlichen Gesundheitsdienst

Unter dem Titel „Gesundheit für Alle“ fand vom 3. bis 5. Mai 2017 in München der 7. LGL-Kongress für den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e. V. (BVÖGD), dem Bundesverband der Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e. V. (BZÖG) sowie der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) statt.
„Gesundheit für Alle“ dieses „alte“ Motto der Weltgesundheitsorganisation gewinnt wieder an Aktualität. Der Öffentliche Gesundheitsdienst steht vor der Aufgabe, neue Bevölkerungsgruppen zu integrieren, soziale Ausgrenzung zu vermeiden und dabei möglichst bevölkerungsorientiert vorzugehen. Die Handlungsfelder umfassen die Hygiene, Umweltmedizin und Prävention, den Infektionsschutz und die Kindergesundheit. „Gesundheit für Alle“ spielt aber auch eine Rolle im Gutachtenwesen und in der Gesundheitsberichterstattung.

Das Programm der Veranstaltung sowie weitere Informationen zu diesem wissenschaftlichen und zugleich praxisnahen Kongress finden Sie unter folgenden Links:

Gesundheitsministerin Melanie Huml ruft am LGL zur FSME-Schutzimpfung auf

Zu Beginn der diesjährigen Zeckensaison hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml in einer Pressekonferenz am LGL in Erlangen über die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) informiert und zur FSME-Schutzimpfung aufgerufen. Die gefährliche Infektionskrankheit FSME wird durch Viren ausgelöst, die über Zeckenstiche auf den Menschen übertragen werden können. Das Virus kann zu einer Hirnhautentzündung, für die es keine entsprechende Therapie gibt, führen. Man kann sich aber durch eine Impfung vor dieser Erkrankung schützen. Nach einer Begrüßung durch den Präsidenten des LGL, Dr. Andreas Zapf, informierte die Ministerin gemeinsam mit dem Präsidenten der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen e.V. , Dr. Nikolaus Frühwein, über die Infektionsrisiken durch Zeckenstiche, über die steigende Anzahl von FSME-Risikogebieten und über die FSME-Schutzimpfung. Die Ministerin, die auch Ärztin ist, impfte bei der Veranstaltung den Präsidenten des Bayerischen Jagdverbands, Professor Dr. Jürgen Vocke.

LGL warnt vor Do-it-yourself-Gentechnik-Baukasten aus den USA

Das LGL warnt vor der Verwendung des Do-it-yourself-Gentechnik-Baukastens „The CRISPR Cas 9 Bacterial Genomic Editing Kit“ der Firma The Odin, USA. Das LGL hat in diesem Baukasten potenziell krankheitserregende Bakterien nachgewiesen, die darin nicht enthalten sein dürften, darunter Enterococcus faecalis und Klebsiella pneumoniae. Beide Erreger können unter anderem Sepsis, Harn- und Wundinfektionen hervorrufen. Eine mögliche Infektion beim Umgang mit den in dem Baukasten enthaltenen Krankheitserregern kann nicht vollständig ausgeschlossen werden. Eine Verbreitung in der Bevölkerung ist allerdings unwahrscheinlich und eine wirksame medizinische Behandlung im Erkrankungsfall normalerweise gegeben.

Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse aktualisiert

Nach langen Beratungen der deutschen Lebensmittelbuchkommission wurde die Neufassung der Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse veröffentlicht. Neuerungen gab es insbesondere zu Kochschinken, zu Geflügelfleischprodukten und zur Wiederverarbeitung von Brühwurst in Spitzenqualität.

Untersuchung von Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile 2016

Das LGL untersucht regelmäßig Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile. In diesem Jahr wurden in keiner der untersuchten 121 Saatgutproben (3 Luzerneproben, 88 Maisproben, 20 Sojaproben, 10 Winterrapsproben) gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen. Der Anteil der positiv getesteten Proben hat in den letzten Jahren abgenommen. Noch im Jahr 2010 wurden in 5 von 54 untersuchten Mais-Saatgutproben gentechnisch veränderte Verunreinigungen gefunden.

"Laktosefreie" Produkte – Wie verlässlich sind Angaben zur Laktosefreiheit?

Laktose (Milchzucker) ist vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Da Laktose aber auch sehr häufig als Trägerstoff für Aromen, zur Verbesserung der Beschaffenheit oder zur Geschmacksabrundung eingesetzt wird, können auch viele andere Lebensmittel Laktose enthalten.
Die meisten Menschen vertragen Laktose-enthaltende Lebensmittel gut, weil sie den Milchzucker von einem körpereigenen Enzym (Laktase) im Dünndarm in seine beiden Bestandteile, Galaktose und Glukose, spalten können und diese Spaltprodukte dann in das Blut aufgenommen werden können. Daher sind laktosefreie Produkte für die meisten Menschen nicht erforderlich und bringen keinen Zusatznutzen. Bei Menschen mit einer Laktoseintoleranz hingegen fehlt die Laktase, so dass Laktose nicht gespalten und aufgenommen werden kann. Die Folge sind dann Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Übelkeit und Durchfall. Laktoseintolerante Personen sind daher auf eine korrekte Kennzeichnung der Lebensmittel angewiesen.
Das LGL untersucht immer wieder unterschiedlichste Lebensmittel, die mit dem Hinweis "laktosefrei" beworben werden. Dabei wird geprüft, ob die Erzeugnisse tatsächlich weniger als die genannte Grenzkonzentration an Laktose enthalten.


Kennzeichnung von Allergenen

Lebensmittelallergene sind nur dann kennzeichnungspflichtig, wenn sie dem Lebensmittel absichtlich als Zutat hinzugesetzt wurden. Sie können jedoch auch als unbeabsichtigte Verunreinigung bei der Herstellung oder beim Transport in das Lebensmittel gelangen. Zur Sicherheit der Verbraucher gehen die Behörden solchen Spuren nicht deklarierter allergener Bestandteile nach.