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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Bayern-Ei

Seit ungefähr zwei Jahren wird das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in der gemeinsamen Berichterstattung von Bayerischem Rundfunk und Süddeutscher Zeitung mit zahlreichen Vorwürfen konfrontiert, die das Behördenhandeln im Rahmen des europäischen Salmonellen Ausbruchsgeschehens im Jahr 2014 in Zusammenhang mit der Fa. Bayern-Ei betreffen. Wir weisen diese Vorwürfe auf der Basis der uns vorliegenden Fakten, die wir hier auszugsweise darstellen wollen, zurück.

LGL präsentiert Jahresbericht 2016

Die Überwachung der Sicherheit und der richtigen Kennzeichnung sowie die Bekämpfung von Betrug bei Lebensmitteln und Produkten gehören zu wichtigen Zielen in der Arbeit des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Experten des LGL sind darüber hinaus an der Aufklärung und Bekämpfung von Krankheitsausbrüchen bei Mensch und Tier sowie an der Prävention und Gesundheitsförderung beteiligt.

2016 untersuchte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) knapp 70.000 Proben von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, kosmetischen Mitteln und Tabakwaren. Dieses geht aus dem LGL-Jahresbericht hervor, der jetzt im Bayerischen Landtag vorgestellt wurde. Der Bericht verdeutlicht die vielfältigen Aktivitäten des Amtes und zeigt auf, wie die verschiedenen Fachgebiete Lebensmittelsicherheit, Humanmedizin, Pharmazie und Tiergesundheit sowie Arbeitsschutz und Produktsicherheit am LGL in interdisziplinären Projekten miteinander verknüpft werden.

LGL weist Vorwürfe des Abgeordneten von Brunn vehement zurück

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) weist die Vorwürfe des SPD-Landtagsabgeordneten Florian von Brunn, das LGL habe bei der Aufarbeitung des süddeutschen Listerioseausbruches durch Produkte der Fa. Sieber „nachweislich geschlampt, geschludert und gezögert“, auf das Schärfste zurück. Das LGL hat vielmehr zu jedem Zeitpunkt die wissenschaftlich gebotene Sorgfalt an den Tag gelegt und erst dadurch die Aufklärung des Ausbruchsgeschehens ermöglicht und das Auftreten weiterer Erkrankungsfälle nachweislich wirksam verhindert. Die Verdrehung dieser Tatsache grenzt an Verleumdung. Das Landesamt hat sich bereits an Fraktionschef Markus Rinderspacher gewandt.

Hantavirus: Gehäuftes Auftreten von Fällen in Bayern

Seit Anfang des Jahres wurde dem LGL eine deutlich größere Zahl von Hantavirus-Erkrankungsfällen als im Vorjahr gemeldet. Es ist davon auszugehen, dass in 2017 mit einer deutlichen Zunahme der Hantavirus-Erkrankungen zu rechnen ist. Ähnliche Häufungen traten bereits in den Jahren 2007, 2010, 2012 und 2015 auf. Bekannte Risikogebiete sind die Region um Würzburg, Teile des Bayerischen Waldes sowie die Schwäbische Alb. Sporadisch kann das Hantavirus aber auch in anderen Regionen Bayerns auftreten. Hantavirus-Erkrankungen verlaufen zumeist mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber-, Kopf- und Gliederschmerzen. Darüber hinaus kann es auch zu einer Nierenbeteiligung bis hin zum akuten Nierenversagen kommen.

Das Hantavirus wird in Deutschland über Rötelmäuse übertragen. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt entweder über die Atemwege, indem virushaltiger Staub oder Aerosole (Tröpfcheninfektion) eingeatmet werden oder durch Schmierinfektionen über die Hände nach Kontakt mit lebenden oder toten Nagetieren bzw. deren Ausscheidungen. Besondere Vorsicht ist deshalb geboten bei Tätigkeiten in Räumen (z. B. Schuppen, Keller, Dachböden, Gartenhäuschen), in denen Mäuse hausen, aber auch im Freien z. B. bei Kompost- oder Holzarbeiten. Staubentwicklung sollte bei Reinigungsarbeiten durch vorheriges Befeuchten vermieden werden. Bei sichtbarem Mäusebefall sollten Handschuhe und ggf. Mundschutz getragen werden um sich vor einer Infektion zu schützen.

Bayerisches Forum AIDS-Prävention

Am 27. und 28.Juni 2017 fand das 16.Bayerisches Forum AIDS-Prävention statt. Es wird jährlich vom Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege veranstaltet.

Zum dritten Mal in Folge trafen sich die bayerischen Fachkräfte und Experten der HIV und AIDS-Prävention im Schloss Fürstenried im Stadtrand von München zum Bayerischen Forum AIDS-Prävention. Nach der Einführung in die aktuelle Entwicklung und in spezielle Phänomene der HIV-Epidemie, fokussierten die Vortragsreihen diesmal auf vier Hauptzielgruppen der präventiven Arbeit: Drogengebrauchende, Migranten, Jugendliche und Männer, die Sex mit Männern haben. Die Referate wurden durch Beispiele aus der praktischen Arbeit von Fachkräften der AIDS-Prävention in Bayern aufgelockert.

Kontrollen in Bäckereien

In den vergangenen Jahren wurden unter Beteiligung der Spezialeinheit des LGL zahlreiche Bäckereien, Backbetriebe und Konditoreien im Rahmen von Schwerpunktprogrammen kontrolliert. Darunter waren auch Großbäckereien.
Weitere Informationen:

„Alternative Ernährungsformen - Neuartige Lebensmittel“
„LGL-Gespräche zu Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz“

Am 10.07.2017 fand am LGL in Oberschleißheim die zweite Veranstaltung zur Vortragsreihe „Gespräche zur Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz“ mit dem diesjährigen Schwerpunkt „Alternative Ernährungsformen – Neuartige Lebensmittel“ statt. Die Veranstaltungsreihe dient als Plattform zur umfassenden Information über aktuelle Themen aus dem Bereich Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz und zur Intensivierung des Dialogs zwischen den Behörden, Verbrauchervertretern, der Wissenschaft und der Wirtschaft.

Das Europäische Netzwerk für GVO Laboratorien (ENGL) – Neuer ENGL-Report zur GVO-Analytik veröffentlicht

Das Europäische Netzwerk für GVO Laboratorien (ENGL) wurde 2002 auf Grundlage der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 über genetisch veränderte (gv) Lebensmittel und Futtermittel gegründet. Alle Laboratorien in diesem Netzwerk sind mit der amtlichen Überwachung bzw. Analytik von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln sowie Saatgut beauftragt. Das LGL ist seit 2002 aktives Mitglied im ENGL, stellt einen Vertreter Deutschlands im Steuerungskomitee und beteiligt sich kontinuierlich an diversen Arbeitsgruppen des Netzwerks.
Da der Bereich der Gentechnik und die Analytik auf diesem Gebiet außerordentlich komplex sind, werden innerhalb des Netzwerks fortlaufend Arbeitsgruppen gebildet, die zu verschiedensten Themenbereichen Übersichten, Empfehlungen und Leitlinien erarbeiten. In diesem Rahmen wurde ein detaillierter Bericht über den Nachweis, die Interpretation und Ergebnismitteilung von zugelassenen und nicht zugelassenen gv Bestandteilen unter Beteiligung des LGL erstellt. Der jetzt veröffentlichte Bericht fasst neue technische Entwicklungen zusammen und dient damit als Grundlage für eine Harmonisierung der amtlichen Überwachung von (gv) Lebensmitteln und Futtermitteln in Europa.

Tierschutz bei der Schlachtung

Das LGL führt derzeit zusammen mit den Vollzugsbehörden vor Ort ein „Sonderkontrollprogramm Tierschutz im Schlachthof“ durch. Das Sonderkontrollprogramm soll die Eigenkontrollen der Betriebe im Tierschutz überprüfen. Nur wenn der Schlachthofunternehmer seine Verantwortung zur betrieblichen Eigenkontrolle konsequent wahrnimmt, ist zu erwarten, dass keine Tierschutzmängel auftreten.
Außerdem hat die Bayerische Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf das LGL zusätzlich mit der Durchführung eines „Sonderkontrollprojektes Tierschutz“ beauftragt. Es werden derzeit außerdem unter Leitung der Spezialeinheit des LGL große Schlachtbetriebe in Bayern kontrolliert, um die Übergabe von Schlachthöfen an die neue Kontrollbehörde vorzubereiten, die im Rahmen der geplanten Reform der Veterinärverwaltung in Bayern Anfang 2018 ihre Arbeit aufnehmen soll.

Bayerisches Krebsregister am LGL

Mit dem In-Kraft-Treten des neuen Bayerischen Krebsregistergesetzes am 1.4.2017 hat das LGL die Aufgabe, das neu geordnete klinisch-epidemiologische Landesregister zu führen. Alle bereits bestehenden Strukturen im Bereich der klinischen Krebsregistrierung und der epidemiologischen Krebsregistrierung werden dabei weiter genutzt und unter Erhaltung der Standorte Teil des LGL.

Das künftige integrierte klinisch-epidemiologische Krebsregister Bayern dient der Qualitätssicherung, der Gewinnung von genaueren Erkenntnissen über die Behandlung von Krebserkrankungen, der Gesundheitsberichterstattung und der Forschung mit Krebsregisterdaten.

Die nun verpflichtenden Meldungen zur medizinischen Diagnostik und Behandlung an das Krebsregister richten sich nach dem bundeseinheitlichen onkologischen Basisdatensatz der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland.

Weitere Informationen:

Nicht zugelassene gentechnisch veränderte Petunien nachgewiesen

Die finnische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Evira) hat gentechnische Veränderungen in orangefarbenen Petunien und in Saatgut solcher Petunien festgestellt.

In der EU gibt es keine Zulassung für den Anbau oder die Vermarktung von gentechnisch veränderten (gv) Petunien.

Aufgefallen sind die Pflanzen aufgrund ihrer untypischen orangenen Blütenfarbe. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat die zuständigen Behörden der Länder sowie die Öffentlichkeit mit einer Fachmeldung informiert. Eine Gefahr für die menschliche Gesundheit oder Umwelt besteht nicht.

Ein Liste der in Deutschland und in den Niederlanden positiv getesteten Petunien wurde vom BLV unter folgendem Link veröffentlicht:

Gentechnisch veränderte Petunien auch in Deutschland - Untersuchungsbehörden bestätigen finnische Ergebnisse (BLV)

Die Ergebnisse der vom LGL durchgeführten Untersuchungen von Petunien auf gentechnische Veränderungen sind hier zu finden:

Gesundheitsministerin Melanie Huml ruft am LGL zur FSME-Schutzimpfung auf

Zu Beginn der diesjährigen Zeckensaison hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml in einer Pressekonferenz am LGL in Erlangen über die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) informiert und zur FSME-Schutzimpfung aufgerufen. Die gefährliche Infektionskrankheit FSME wird durch Viren ausgelöst, die über Zeckenstiche auf den Menschen übertragen werden können. Das Virus kann zu einer Hirnhautentzündung, für die es keine entsprechende Therapie gibt, führen. Man kann sich aber durch eine Impfung vor dieser Erkrankung schützen. Nach einer Begrüßung durch den Präsidenten des LGL, Dr. Andreas Zapf, informierte die Ministerin gemeinsam mit dem Präsidenten der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen e.V. , Dr. Nikolaus Frühwein, über die Infektionsrisiken durch Zeckenstiche, über die steigende Anzahl von FSME-Risikogebieten und über die FSME-Schutzimpfung. Die Ministerin, die auch Ärztin ist, impfte bei der Veranstaltung den Präsidenten des Bayerischen Jagdverbands, Professor Dr. Jürgen Vocke.

Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse aktualisiert

Nach langen Beratungen der deutschen Lebensmittelbuchkommission wurde die Neufassung der Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse veröffentlicht. Neuerungen gab es insbesondere zu Kochschinken, zu Geflügelfleischprodukten und zur Wiederverarbeitung von Brühwurst in Spitzenqualität.

Untersuchung von Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile 2016

Das LGL untersucht regelmäßig Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile. In diesem Jahr wurden in keiner der untersuchten 121 Saatgutproben (3 Luzerneproben, 88 Maisproben, 20 Sojaproben, 10 Winterrapsproben) gentechnisch veränderte Bestandteile nachgewiesen. Der Anteil der positiv getesteten Proben hat in den letzten Jahren abgenommen. Noch im Jahr 2010 wurden in 5 von 54 untersuchten Mais-Saatgutproben gentechnisch veränderte Verunreinigungen gefunden.

"Laktosefreie" Produkte – Wie verlässlich sind Angaben zur Laktosefreiheit?

Laktose (Milchzucker) ist vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Da Laktose aber auch sehr häufig als Trägerstoff für Aromen, zur Verbesserung der Beschaffenheit oder zur Geschmacksabrundung eingesetzt wird, können auch viele andere Lebensmittel Laktose enthalten.
Die meisten Menschen vertragen Laktose-enthaltende Lebensmittel gut, weil sie den Milchzucker von einem körpereigenen Enzym (Laktase) im Dünndarm in seine beiden Bestandteile, Galaktose und Glukose, spalten können und diese Spaltprodukte dann in das Blut aufgenommen werden können. Daher sind laktosefreie Produkte für die meisten Menschen nicht erforderlich und bringen keinen Zusatznutzen. Bei Menschen mit einer Laktoseintoleranz hingegen fehlt die Laktase, so dass Laktose nicht gespalten und aufgenommen werden kann. Die Folge sind dann Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Übelkeit und Durchfall. Laktoseintolerante Personen sind daher auf eine korrekte Kennzeichnung der Lebensmittel angewiesen.
Das LGL untersucht immer wieder unterschiedlichste Lebensmittel, die mit dem Hinweis "laktosefrei" beworben werden. Dabei wird geprüft, ob die Erzeugnisse tatsächlich weniger als die genannte Grenzkonzentration an Laktose enthalten.


Kennzeichnung von Allergenen

Lebensmittelallergene sind nur dann kennzeichnungspflichtig, wenn sie dem Lebensmittel absichtlich als Zutat hinzugesetzt wurden. Sie können jedoch auch als unbeabsichtigte Verunreinigung bei der Herstellung oder beim Transport in das Lebensmittel gelangen. Zur Sicherheit der Verbraucher gehen die Behörden solchen Spuren nicht deklarierter allergener Bestandteile nach.