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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Breiter Schulterschluss gegen Antibiotikaresistenzen

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Resistente Erreger in der Veterinärmedizin (ARE-Vet) und der Landesarbeitsgemeinschaft Resistente Erreger (LARE) trafen sich kürzlich im Haus der Bayerischen Landwirtschaft im Rahmen einer Klausurtagung zum intensiven Austausch. Die Human- und Veterinärmediziner arbeiteten die spezifischen Anforderungen des Antibiotikaeinsatzes sowohl in der Human- als auch der Veterinärmedizin heraus und entwarfen Strategien zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen.

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Hinweise für Verbraucher zu Listerienfunden in tiefgekühlten Gemüseprodukten

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) berichten von einem europaweiten Listeria (L.) monocytogenes Ausbruch im Zeitraum 2015 – 2018 mit mehreren Erkrankungs- und Todesfällen. Aus Deutschland liegt nach Informationen des Robert-Koch-instituts (RKI) und des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bisher kein bestätigter Erkrankungs- bzw. Todesfall vor.

Die Erkrankungsfälle können mit Lebensmittel- und Umweltisolaten aus der ungarischen Betriebsstätte eines europaweit agierenden Lebensmittelunternehmens in Zusammenhang gebracht werden. In der Betriebsstätte werden TK-Gemüse, u. a. TK-Mais, Spinat und verschiedene gefrorene Gemüsemischungen hergestellt. Ein Vertrieb betroffener Produkte erfolgte auch nach Bayern. Der Hersteller hat zwischenzeitlich alle Produkte zurückgenommen, die unter Verwendung von Zutaten aus der ungarischen Betriebsstätte produziert wurden.

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PFOA-Blutprobenanalysen aus dem Landkreis Altötting

Das LGL hat Blutproben von 965 Personen aus Teilen des Landkreises Altötting auf perfluorierte Substanzen untersucht. Das Resultat: Wie erwartet weisen nahezu alle Studienteilnehmer höhere PFOA-Werte auf als Einwohner anderer bayerischer Regionen. Dies ist aber gemäß den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mit einer Gesundheitsgefährdung gleichzusetzen. Dort, wo bereits seit Längerem Maßnahmen der Trinkwasseraufbereitung umgesetzt worden sind, weisen Probanden niedrigere PFOA-Gehalte als der Studiendurchschnitt auf. Dies belegt die Wirksamkeit der Aufbereitungsmaßnahmen sowie die zentrale Bedeutung des Trinkwassers als Eintragspfad. Im Fall noch offener Fragen können sich Probanden an das Gesundheitsamt Altötting oder die Infoline des LGL (09131 6808- 2497) wenden.

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Perfluorierte Chemikalien (PFC) – Infoline an Landesämtern

Perfluorierte Chemikalien (PFC), darunter PFOA, lassen sich an einzelnen Standorten in Bayern nachweisen, so z. B. im Raum Gendorf/Altötting. Das LGL und das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) bieten daher eine gemeinsame Infoline für Fragen zu PFC an. Die PFC-Infoline ist für Bürger, Kommunen und Behörden erreichbar jeweils Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 12 Uhr und Donnerstag von 13 bis 16 Uhr.

Bei Fragen zu Gesundheit, Trinkwasser und Lebensmitteln stehen Ansprechpartner des LGL unter der Rufnummer 09131 6808 – 2497 oder per E-Mail an pfc@lgl.bayern.de zur Verfügung.

Bei Fragen zu Wasser, Boden, Luft, Natur erreichen Interessierte die „PFC-Infoline“ am LfU unter: 0821 9071 – 5102, oder per E-Mail an pfc-umwelt@lfu.bayern.de.

Bitte beachten Sie: Fragen zur Situation vor Ort können meist nur das jeweils zuständige Landratsamt bzw. die zuständige Kommune beantworten. Medienvertreter können sich bei Fragen zum Thema weiterhin an die Pressestellen der Landesämter wenden.

Informationen zu den Themen Gesundheit, Lebensmitteln und Trinkwasser:

LGL veröffentlicht Jahresbericht 2017

2017 untersuchte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) knapp 70.000 Proben von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, kosmetischen Mitteln und Tabakwaren. Darüber hinaus arbeiteten LGL-Fachleute an zahlreichen Studien mit gesundheitsbezogenen Fragestellungen, wie z. B. bundesweiten Unterschieden bei der Häufigkeit von Krebserkrankungen. Diese und weitere Themen sind dem Anfang Juli im Landtag vorgestellten LGL-Jahresbericht zu entnehmen.

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Symposium „Klimawandel und Gesundheit“.

Erste Zeichen des Klimawandels wie z. B. ein allgemeiner Temperaturanstieg oder eine Zunahme von Starkniederschlägen sind bereits zu beobachten. Dies hat auch Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Die genauen Zusammenhänge von Klimawandel und Gesundheit müssen jedoch noch erforscht und entsprechende Klimaanpassungsstrategien entwickelt werden. Vor diesem Hintergrund veranstaltete das LGL am Donnerstag, 12. Juli 2018 die Fachtagung Klimawandel und Gesundheit. Fachpublikum und interessierte Verbraucher erfuhren dort z. B. mehr über das elektronische Polleninformationssystem oder konnten sich über das das Verbundprojekt Klimawandel und Gesundheit informieren.

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Haselnusseis – ist drin was draufsteht?

Speiseeis, gerne auch das beliebte Haselnusseis, stellt bei hohen Temperaturen eine Verlockung dar, der fast nicht zu widerstehen ist. Da es 2016 aufgrund von Ernteeinbußen zu Verfälschungen bei knapp 10 % der Proben von Haselnussprodukten kam, legte das LGL auch 2017 einen Untersuchungsschwerpunkt darauf. Untersucht wurde auch handwerklich hergestelltes Speiseeis in Eisdielen und Gaststätten, für das Haselnusspasten als Rohware dienen. 2017 fand das LGL sowohl für Allergiker gefährliche Anteile von „Fremdnüssen“ im Spurenbereich, als auch Produkte mit deutlichen Gehalten an Mandeln (bis zu 10 %) oder Cashewnüssen (bis zu 27 %). Bei einem derart hohen Fremdanteil kommt der Verdacht einer bewussten Verfälschung auf. In diesen Fällen informierte das LGL die für den Hersteller zuständige Behörde im Herstellerland.

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EUA bestätigt gute Wasserqualität europäischer Badegewässer

Der Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) zur Qualität der europäischen Badegewässer 2017 zeigt, dass die große Mehrzahl der Badegewässer eine gute Wasserqualität, nahezu 85 % sogar den in der Badegewässerrichtlinie festgelegten strengsten Standard einer „ausgezeichneten“ Badegewässerqualität erreichten. Damit ist der Anteil der Badegewässer in der EU mit „ausgezeichneter“ Wasserqualität gestiegen.

In Bayern führt das LGL von April bis September mindestens einmal monatlich Routineuntersuchungen von Badegewässern durch. Die hygienische Qualität der Badegewässer in Bayern ist insgesamt zu über 98 Prozent ausgezeichnet oder gut und nur vereinzelt ausreichend oder mangelhaft. Diese Zahlen sind seit Jahren weitgehend konstant.

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Ergebnisse zu antibiotikaresistenten Erregern in südbayerischen Badeseen

Das LGL hat zehn Badegewässer aus dem südbayerischen Raum auf antibiotikaresistente Bakterien untersucht. Diese wissenschaftlich orientierten Untersuchungen fanden 2017 zusätzlich zu den Routineuntersuchungen von Badegewässern statt, die jährlich von April bis September mindestens einmal monatlich durchgeführt werden. Da Antibiotikaresistenzen auch natürlicherweise vorkommen, fanden sich erwartungsgemäß Keime mit Resistenzen gegen einzelne Antibiotika. Die Mehrheit der untersuchten Badegewässer wies aber keine Belastung mit multiresistenten Erregern auf. Untersucht wurden die Seen u.a. auf Staphylokokken, Darmbakterien und Pseudomonaden.

Elektronisches Polleninformationsnetzwerk

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml eröffnete am 27. April 2018 in Garmisch-Partenkirchen offiziell den ersten automatischen Pollenmonitor im Rahmen des neuen elektronischen Polleninformationsnetzwerkes (ePIN).
Neben Garmisch-Partenkirchen werden noch in folgenden sieben Landkreisen weitere elektronische Pollenmonitore (POMO) errichtet, die zunächst im Testbetrieb laufen: Altötting, Feucht, Garmisch-Partenkirchen, Hof, Marktheidenfeld, Mindelheim, München und Viechtach.
Es ist geplant, dass jeder Bürger ab 2019 die aktuelle Pollenbelastung standort- und pollenspezifisch online über das LGL abrufen können wird.
"ePIN" ist Teil der bayerischen Klimaanpassungsstrategie. Es wird unter Leitung des LGL in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Umwelt (LfU) und verschiedenen wissenschaftlichen Beratern und Projektpartnern durchgeführt.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter:

Fünf neue FSME-Risikogebiete in Bayern

Das Robert Koch-Institut bewertet jährlich die FSME-Risikogebiete in Deutschland neu.
In Bayern zählen jetzt 88 der 96 Landkreise und Kreisfreien Städte zu den FSME-Risikogebieten. Neu hinzu gekommen sind die fünf Landkreise Starnberg, München (nicht München Stadt), Günzburg, Weilheim-Schongau und Augsburg (nicht Augsburg Stadt).
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist die zweithäufigste zeckenübertragene Krankheit in Deutschland. Verursacht wird sie durch das FSME-Virus. Bei der Erkrankung kommt es zunächst zu grippeähnlichen Symptomen. Rund 10 Prozent der Patienten können eine Hirnhaut- und Gehirnentzündung entwickeln, davon endet jeder 100. Fall tödlich. In Bayern werden dem LGL jedes Jahr rund 150 Fälle von FSME nach Infektionsschutzgesetz gemeldet. 2017 wurden insgesamt 234 Fälle gemeldet. Eine ursächliche Therapie der FSME gibt es nicht. Neben allgemeinen Abwehrmaßnahmen gegen Zecken stellt die Impfung die einzige wirksame Schutzmaßnahme dar. Sie wird von der Ständigen Impfkommission für alle Personen, die in den Risikogebieten gegenüber Zecken exponiert oder beruflich gefährdet sind, empfohlen.

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