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    Sommer, Sonne, Hitze: So schützen Sie Ihre Gesundheit bei hohen Temperaturen

    Welche Symptome sind bei mangelnder Flüssigkeit im Körper möglich?

    Wenn der Körper zu wenig Flüssigkeit bekommt und wenn Sie im Sommer stärker schwitzen als sonst, können sich bestimmte Symptome einstellen:

    Bild von der strahlenden Sonne am wolkenlosen blauen Himmel
    • stark gerötetes, heißes Gesicht
    • Kopfschmerzen
    • Erschöpfungs- oder Schwächegefühl
    • Kreislaufbeschwerden
    • Übelkeit
    • Muskelkrämpfe
    • Bauchkrämpfe
    • ungewohnte Unruhegefühle
    • Verwirrtheit
    • trockene Haut und trockene Schleimhäute (z. B. Lippen)
    • Verstopfung
    • konzentrierter Urin
    • erhöhte Körpertemperatur (höher als 37,5° C).
      Achtung!: wird oft mit infektionsbedingtem Fieber verwechselt!

    Welche Sofortmaßnahmen bei Hitzebeschwerden sind möglich?

    • Kühlung, z. B. mit kaltem Waschlappen auf Gesicht, im Nacken, als Wadenwickel
    • Viel trinken!
    • Schatten bzw. einen kühlen Ort aufsuchen
    • Falls keine Besserung eintritt: Gehen Sie zum Arzt!

    Wie können Sie auf sich achten?

    Frau am Strand trinkt Wasser

    Viel trinken:

    Sie sollten täglich mindestens 1-2 Liter Flüssigkeit mehr trinken als sonst, z. B. Trinkwasser und Mineralwasser (> 20 mg Na/l), wenn sie sehr stark schwitzen u. U. auch natriumhaltiges Mineralwasser (>200 mg Na/l), außerdem Fruchtsaftschorlen (3 Teile Wasser, 1 Teil Saft), Früchte- und Kräutertees. Trinken Sie keine zu kalten Getränke!

    Alkohol, Kaffee und Schwarztee sollten Sie allenfalls in geringen Mengen trinken

    Achtung!: Zu viel Flüssigkeit schadet dem Körper!

    Leicht verdauliche Speisen:

    Nehmen Sie am besten leichte Kost zu sich (viel wasserreiches Obst, Salate, Gemüse)

    Medikamenteneinnahme:

    Es gibt Krankheiten oder Medikamente, die die Mechanismen des Körpers, wenn dieser großer Hitze ausgesetzt ist, beeinflussen können. Deshalb empfiehlt es sich, bei bestehenden gesundheitlichen Problemen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme, sich vorsorglich mit Ihrem Hausarzt zu besprechen.

    Schatten:

    Halten Sie sich nicht in der prallen Sonne auf

    Leichte Kleidung:

    Achten Sie auf bequeme und luftige Kleidung

    Tragen Sie in der Sonne immer eine Kopfbedeckung

    Schlaf und Ruhe:

    Wenn möglich, halten Sie eine Mittagsruhe

    Schlafen Sie mit leichter Bettwäsche, wenigen Kissen und nur einem Laken als Zudecke

    Kühle Räume:

    Halten Sie Ihre Wohnung, besonders das Schlafzimmer, möglichst kühl, d. h. morgens und abends gut lüften, Räume tagsüber verdunkeln

    Keine körperlichen Anstrengungen:

    Vermeiden Sie an besonders n Tagen sehr anstrengende Tätigkeiten und Leistungssport, falls dies nicht möglich ist, achten Sie darauf, ausreichend zu trinken.

    Keine Kosmetika:

    Verzichten Sie auf Kosmetika und Parfum, da diese in Verbindung mit Sonne zu irreversiblen Pigmentstörungen führen können.

    Baden:

    Tragen Sie beim Schwimmen ein T-Shirt, dies gilt vor allem für Kinder.

    Wer ist besonders gefährdet?

    Diese Personengruppen können ein vermindertes Durstgefühl oder einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf aufweisen:

    • Säuglinge, Kinder bis 4 Jahre
    • Erwachsene ab 65 Jahren
    • Pflegebedürftige Menschen
    • Menschen mit Übergewicht
    • Menschen, die körperlich schwer arbeiten
    • Menschen mit chronischen Erkrankungen
    • Menschen mit fieberhaften Erkrankungen
    • Menschen mit Demenz
    • Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen, z. B. Antidepressiva, Schlafmittel, bestimmte Psychopharmaka, Anti-Parkinson-Medikamente und Beruhigungsmittel sowie Medikamente, die den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen
    • Drogen- und Alkoholkonsumenten

    Wie können Sie auf Ihre Angehörigen, Ihnen anvertraute Personen und Ihre Mitmenschen achten?

    Zu beachten sind natürlich alle Punkte, auf die Sie auch an sich selbst achten:

    Viel trinken:

    Achten Sie generell auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Pflegebedürftige und ältere Menschen haben oft ein mangelndes Durstgefühl, Kinder vergessen das Trinken.

    Trinken Sie gemeinsam mit Ihren Angehörigen

    Stellen Sie zu den Mahlzeiten ein Getränk bereit

    Erstellen Sie zur Übersicht einen Trinkplan

    Stellen Sie die Tagesmenge an Getränken sichtbar bereit

    Regelmäßige Gewichtskontrollen können auf Flüssigkeitsverluste aufmerksam machen

    Medikamenteneinnahme:

    Wenn Medikamente genommen werden, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt gut absprechen, wie sich diese auf den Flüssigkeitshaushalt auswirken könnten

    Kühle Räume:

    Sorgen Sie für kühle Zimmer

    Keine körperlichen Anstrengungen:

    Vermeiden Sie an heißen Tagen größere Aktivitäten

    Beobachtung von Verhalten und Symptomen:

    Beobachten Sie Ihre Angehörigen, Ihnen anvertraute Personen und Ihre Mitmenschen gut: ist ihr Verhalten auffällig, wirken sie verwirrt, wie ist die Gesichtsfarbe, klagen sie über Kopfschmerzen oder über ein anderes Symptom.

    Kontrollieren Sie bei großer Hitze täglich ggf. auch mehrmals die Körpertemperatur

    Kühlende Waschungen und Einreibungen können hilfreich sein

    Ein Trinkplan kann dabei helfen, den Überblick über die Trinkmenge zu behalten.

    Tabelle 1: Beispiel für einen Trinkplan
    Zum Frühstück 2 Tassen Tee oder Kaffee 300 ml
    Am Vormittag 2 Gläser Saftschorle oder Mineralwasser 400 ml
    Zum Mittagessen 1 Glas Saftschorle oder Mineralwasser, 1 Tasse Suppe oder Brühe 200 ml, 150 ml
    Am Nachmittag 1 bis 2 Tassen Tee oder Kaffee, 1 Glas Saftschorle oder Mineralwasser 150-300 ml, 200 ml
    Zum Abendessen 1 bis 2 Tassen Früchte- oder Kräutertee 150-300 ml
    Am Abend 1 Glas Saftschorle, Mineralwasser 200 ml
    Gesamt   1,75 - 2 l