Vitamin D

Vitamin D ist ein essenzielles, fettlösliches Vitamin. Mit dem Begriff wird eine Familie aus strukturell verwandten Stoffen umschrieben. Wichtige Vertreter sind Ergocalciferol (Vitamin D2) und Cholecalciferol (Vitamin D3).


Welche Aufgaben hat Vitamin D?

Vitamin D ist die Vorstufe eines lebensnotwendigen Hormons. Es reguliert den Phosphat- und Calciumstoffwechsel und beeinflusst Muskelentwicklung und -stärke, Zellbildung und -differenzierung und das Immunsystem.

 

Wie wird der Körper mit Vitamin D versorgt, wann besteht eine Unterversorgung und welche Folgen kann dies haben?

Der Mensch nimmt Vitamin D2 und Vitamin D3 mit der Nahrung auf. Vitamin D2 ist Bestandteil pflanzlicher und Vitamin D3 tierischer Lebensmittel. Am höchsten ist die Konzentration in fettreichen Fischsorten, wie Lachs, Hering oder Makrele. Den Hauptanteil des Tagesbedarfs an Vitamin D produziert der Mensch jedoch in der Haut unter Sonneneinstrahlung selbst. Bei regelmäßigem Aufenthalt im Freien in den sonnenreichen Monaten des Jahres kann der Bedarf größtenteils gedeckt werden. Dafür genügt es, Hände, Gesicht und Teile von Armen und Beinen der Sonnenstrahlung auszusetzen. Ein ausgedehntes Sonnenbad mit der Gefahr eines Sonnenbrandes ist nicht notwendig. Auch wird das in den Sommermonaten im Überschuss gebildete Vitamin D in gewissen Mengen im Körper gespeichert, um in der sonnenarmen Jahreszeit für die Versorgung zu Verfügung zu stehen.
Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss über den Versorgungsstatus. Ein Blutwert von mindesten 50 nmol/l 25-Hydroxy-Vitamin D3. zeigt, dass der Körper ausreichend versorgt ist.
Liegt der Spiegel zwischen 30 und 50 nmol/l, gilt die Person zwar als unterversorgt, hat aber noch keinen medizinisch relevanten Mangel.
Bei Säuglingen besteht ein erhöhtes Risiko für eine Vitamin-D-Unterversorgung sowie für einen Vitamin-D-Mangel, der aus einer längerdauernden Unterversorgung resultiert. Denn Babys werden vor der direkten Sonnenstrahlung geschützt und in ihrer Haut wird weniger Vitamin D gebildet. Um einem Mangel an Vitamin D bei Säuglingen vorzubeugen, erhalten Säuglinge im ersten Lebensjahr und im Winter des zweiten Lebensjahres Vitamin-D-Präparate.
Bei Erwachsenen, die einen Blutspiegel unterhalb von 30 nmol/l und somit einen Vitamin-D-Mangel haben, kann es ebenfalls vor allem zu Erkrankungen am Knochen wie zu Osteomalazie (Knochenerweichung) oder Osteoporose (schleichender Knochenschwund) kommen. Besonders gefährdet sind alte und bettlägerige Menschen, da sie sich wenig im Freien aufhalten. Auch Patienten mit Erkrankungen des Dünndarms, der Leber und der Niere können einen Vitamin-D-Mangel haben. Um einen solchen Mangel auszugleichen, erhalten sie Arzneimittel.


Ist zu viel Vitamin D schädlich?

Eine Vergiftung mit Vitamin D (Hypervitaminose) ist selten und kann nur durch eine zu große orale Aufnahme (z. B. überdosierte Vitamin-D-Präparate) entstehen. Als Symptome können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Schwindel, Gelenk- und Muskelschmerzen auftreten. In schweren Fällen kann es auch zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung, Bewusstseinsstörungen, Herzrhythmusstörungen, Nierenschäden und Entzündungen der Hirn- oder Rückenmarkshäute kommen. Um eine Überdosierung zu vermeiden, gibt es altersabhängige Empfehlungen für maximal zulässige Tagesdosen (nachzulesen z. B. auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts und der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung).

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