Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Verbesserte Verbraucherinformation für Duftstoff-Allergiker

Die unverwechselbare Parfümierung ist oft das Markenzeichen eines kosmetischen Mittels.

Duftstoffe dienen dabei nicht nur der Überdeckung des Eigengeruches der Rohstoffe, sondern sollen auch das Kaufverhalten positiv beeinflussen.

Duftkompositionen bestehen aus synthetischen und natürlichen Substanzen. Wie jede Substanz können auch Riechstoffe toxische Eigenschaften haben. Abhängig von Konzentration, Anwendungsdauer und individueller Disposition des Verwenders können sie reizen, sensibilisieren oder allergische Reaktionen auslösen.

Im Rahmen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes wird deshalb der Verbraucher ab 11. März 2005 über Duftstoffe informiert, bei denen Kontaktallergien beobachtet wurden.

Mit den Bezeichnungen "Parfüm", "Parfum" , "Aroma" wird der Verbraucher bei kosmetischen Mitteln ganz allgemein auf den Zusatz von synthetischen und natürlichen Duftstoffen hingewiesen.

Zusätzlich müssen nun 26 Duftstoffe deklariert werden, wenn bestimmte Einsatzmengen im Fertigprodukt überschritten werden:

Tabelle 1: Einsatzmengen im Fertigprodukt
Erzeugnisse, die auf der Haut verbleiben: 0,001%
Erzeugnisse, die ausgespült werden: 0,01%

Diese deklarationspflichtigen Duftstoffe sind an den folgenden Bezeichnungen in der Liste der Bestandteile zu erkennen:

Tabelle 2: Liste der Bestandteile
Bezeichnung deklarationspflichtiger Duftstoffe:
Alpha-Isomethyl Ionone
Amyl Cinnamal
Amylcinnamyl Alcohol
Anise Alcohol
Benzyl Alcohol
Benzyl Benzoate
Benzyl Cinnamate
Benzyl Salicylate
Butylphenyl Methylpropional
Cinnamal
Cinnamyl Alcohol
Citral
Citronellol
Coumarin
Eugenol
Evernia Furfuracea Extract
Evernia Prunastri Extract
Farnesol
Geraniol
Hexyl Cinnamal
Hydroxycitronellal
Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyde
Isoeugenol
Limonene
Linalool
Methyl 2-Octynoate

Die rechtlichen Vorgaben sehen keine Ausnahmen für die Deklarationspflicht bei natürlichen Ölen vor, wenn diese Substanzen enthalten sind.

Da der Allergiker sich nur schützen kann, wenn er die Gefahr erkennt, sollte diese Deklarationspflicht der Riechstoffe auch auf alle Produkte des täglichen Bedarfs ausgeweitet werden, wie z. B. Wasch- und Reinigungsmittel, Raumluftaromatisierung, alternative Medizin, Aromatherapie.

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