Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Nachweis von Antibiotikarückständen im Rahmens des NRKP
2013 bis 2017

Hintergrund

Im Rahmen des Nationalen Rückstandskontrollplanes (NRKP) untersucht das LGL jährlich etwa 4.000 Proben auf Rückstände von Antibiotika. Neben Fleisch-und Fischproben sowie Eiern, Milch und Honig kontrolliert das LGL je nach Untersuchungsziel auch Plasma-, Urin-oder Tränkwasserproben. Die Probenzahlen des jeweiligen Jahres richten sich nach den Schlacht-und Tierbestandszahlen des Vorjahres. Da diese gewöhnlich keinen großen Schwankungen ausgesetzt sind, ist auch die Probenzahl mit dem Untersuchungsziel Antibiotikarückstände relativ konstant (siehe Abbildung 1). Dabei kontrolliert das LGL die Einhaltung der Höchstmengen für zugelassene Wirkstoffe auf Ebene der Schlachtbetriebe, zur Prüfung auf verbotene Stoffe untersucht das LGL zusätzlich Proben aus Erzeugerbetrieben. Die Beanstandungsquote bewegt sich dabei erfreulicherweise unter einem Prozent, in jüngerer Vergangenheit sogar deutlich darunter. Im Mittel beanstandete das LGL in den letzten fünf Jahren 0,56 % der Proben mit Untersuchungsziel Antibiotikarückstände. In diesem Zeitraum lässt sich ein leichter Abwärtstrend beobachten. Etwa drei Viertel der beanstandeten Proben stammen aus der Nachuntersuchung von positiven Hemmstoffproben.

Abbildung 1 zeigt ein Balkendiagramm, das die Probenzahl für die Jahre 2013 bis 2017 wiedergibt. Die Probenzahl bewegt sich dabei jährlich auf einem gleichbleibenden Niveau von etwa 4000 Proben. Auf einer zweiten Skala wird die Beanstandungsquote dargestellt. Sie schwankt mit Werten von 0,96% in 2013, 0,39% in 2014, jeweils 0,56% in den Jahren 2015 und 2016 sowie 0,31% im Jahr 2017 in einem niedrigen Bereich.

Abbildung 1: Probenzahl und Beanstandungsquote [%] der Jahre 2013 bis 2017
bei der Untersuchung auf Antibiotika im Rahmen des NRKP

 

Anteil der Proben mit Antibiotikarückständen auf gleichbleibendem Niveau

Der Anteil der Proben mit Antibiotikarückständen vom Spurenbereich bis zur Überschreitung festgelegter Höchstmengen bewegt sich im Mittel in den letzten fünf Jahren zwischen 2,8 % (2014) und 3,9 % (2013) und damit im niedrigen einstelligen Prozentbereich (siehe Abbildung 2). Im Mittel wies das LGL in 3,3 % der Proben mit entsprechendem Untersuchungsziel Rückstände von Antibiotika nach. Am häufigsten stellte das LGL Rückstände aus der Gruppe der Tetrazykline fest. Während bei Schweinen und Puten der Anteil von Proben mit Rückständen deutlich über dem Durchschnitt liegt, ist der Anteil von rückstandspositiven Proben bei Rindern und Masthähnchen unterdurchschnittlich. Im Gegensatz zur Beanstandungsquote lässt sich beim Antibiotikanachweis jedoch kein Trend zur Abnahme erkennen. Insofern bleibt die Überwachung von Antibiotikarückständen im Rahmen des NRKP eine wichtige Aufgabe des LGL.

Die Abbildung zeigt ein Liniendiagramm, das den Anteil der Proben mit Antibiotikarückständen wiedergibt. Mit 3,9% in 2013, 2,8% in 2014, 3,0% in 2015, 3,8% in 2016 und 2,9% in 2017 ist der Anteil von rückstandspositiven Proben auf einem gleichbleibenden Niveau. Der Anteil der Proben mit Rückständen bei Schweinen und Puten liegt jeweils deutlich oberhalb des Mittelwertes für alle rückstandspositiven Proben. Bei Rindern und Masthähnchen ist der Anteil an Proben mit Antibiotikarückständen jeweils deutlich geringer als im Durchschnitt.

Abbildung 2: Anteil der Proben mit Antibiotikarückständen