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Tetanus (Wundstarrkrampf)
Der Erreger des Wundstarrkrampfes kommt bei uns überall vor, z. B. in Gartenerde. Wie der Name Wundstarrkrampf schon sagt, erfolgt die Infektion vor allem über Verletzungen und Wunden.
Die Erreger bilden ein Nervengift, das schwere Krankheitserscheinungen mit äußerst schmerzhaften Muskelkrämpfen auslöst. Tetanuserkrankungen enden auch heute noch zu einem großen Teil tödlich.
Erkrankungen an Wundstarrkrampf lassen sich durch entsprechende Impfungen zuverlässig vermeiden. Die Tetanusimpfung gehört zu den wichtigsten Impfungen des Säuglings- und Kindesalters und ist auch für jeden Erwachsenen unbedingt zu empfehlen. Dank hoher Impfquoten ist die Erkrankung inzwischen in Deutschland sehr selten.
Impfung
Es wird empfohlen, den Tetanus-Toxoidimpfstoff sinnvollerweise als Kombinationsimpfung zu verabreichen. Bei Säuglingen wird zur Grundimmunisierung ein Sechsfachimpfstoff empfohlen, der gleichzeitig gegen Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Pertussis (Keuchhusten), Polio (Kinderlähmung), Hib (Haemophilus influenzae Typ b) und Hepatitis B gerichtet ist.
Bei Kindern und Erwachsenen wird zur Auffrischimpfung in der Regel ein Kombinationsimpfstoff gegen Tetanus und Diphtherie sowie ggf. gegen Keuchhusten und Kinderlähmung verwendet.
Wer soll sich impfen lassen?
Der Tetanusimpfschutz ist für jeden notwendig. Bei durchgeführter Grundimmunisierung und regelmäßiger Auffrischung bietet die Impfung ausreichend Schutz vor dieser schmerzhaften Erkrankung mit meist tödlichem Ausgang.
Im Falle einer Verletzung sollte bei nicht ausreichendem oder unbekanntem Impfschutz umgehend eine Impfung durchgeführt werden. Unter bestimmten Umständen sollte auch eine Gabe von Tetanus-Immunglobulin, eine passive Impfung, durchgeführt werden.
Zeitpunkt der Impfung
Im Säuglingsalter erfolgt, ab dem vollendeten 2. Lebensmonat, die dreimalige Impfung zur Grundimmunisierung in der Regel als Kombinationsimpfung im Abstand von mindestens vier Wochen. Ein Mindestabstand von 6 Monate zwischen zweiter und dritter Impfung sollte eingehalten werden.
Auffrischimpfungen sollten – ebenfalls als Kombinationsimpfungen – nach dem vollendeten 5. bis 6. Lebensjahr (vorzugsweise mit einem dreifachen Impfstoff gegen Tetanus-Diphtherie-Pertussis) und nach vollendetem 9. bis 17. Lebensjahr (vorzugsweise mit einem vierfachen Impfstoff gegen Tetanus-Diphtherie-Pertussis-Polio) durchgeführt werden. Weitere Auffrischimpfungen werden im Erwachsenenalter nach jeweils zehn Jahren empfohlen.
Häufigste Impfreaktionen
Gelegentlich treten Rötung, Schwellung und leichte Schmerzen an der Impfstelle auf. Noch seltener werden Allgemeinreaktionen, wie z. B. Fieber und Kopfschmerzen, beobachtet.
Weitere Informationen zu Tetanus auf den Seiten des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit (BIÖG) und des Robert Koch-Instituts (RKI).

