Behördenbezeichnung mit Staatswappen: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Meldepflichtige Infektionserkrankungen

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) soll helfen Infektionen frühzeitig zu erkennen, ihre Weiterverbreitung zu verhindern und übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen. Es trat am 1. Januar 2001 in Kraft und regelt unter anderem, welche übertragbaren Krankheiten in Deutschland meldepflichtig sind.

Die Meldepflicht richtet sich in erster Linie an den behandelnden Arzt beziehungsweise das befunderhebende Labor, die auftretende Fälle an das örtliche Gesundheitsamt melden. Die Gesundheitsämter übermitteln alle Fälle an das LGL, das die Daten für Bayern auswertet. Das LGL übermittelt die Daten weiter an das Robert Koch Institut (RKI), das die Meldezahlen für das Bundesgebiet zusammenstellt.

Aktuelle Statistik ausgewählter meldepflichtiger Krankheiten in Bayern

Die Darstellungen beinhalten die Fälle, die der Referenzdefinition des RKI entsprechen (vgl. aktuelle Falldefinitionen des RKI). Meldungen, bei denen keine Angaben zum klinischen Bild vorliegen, fallen nicht unter die Referenzdefinition. Dadurch können sich Abweichungen zu anderen Darstellungen ergeben.

Durch nachträgliche Übermittlungen, Änderungsmeldungen oder Löschungen können sich die Zahlen noch ändern. Als Meldewoche wird die Woche bezeichnet, in der die Meldung beim Gesundheitsamt eingegangen ist.

Tabellarische Übersicht

Meldewoche 30/2022 (Datenstand: 01.08.2022)

Ausgewählte meldepflichtige Infektionskrankheiten in Bayern pro Regierungsbezirk (Mittelfranken, Niederbayern, Oberbayern, Oberfranken, Oberpfalz, Schwaben, Unterfranken.)
Meldewoche 30/2022
Diagnose MFR NB OB OFR OPF SCH UFR
Darm-Infektionen Campylobacter8214723101124
EHEC-Inf.5020000
Norovirus4141615686
Rotavirus03410504
Salmonellose2234340
Shigellose0000000
Yersiniose1011100
Hepatitiden Hepatitis A0000001
Hepatitis B728311110
Hepatitis C0222033
Hepatitis E0021000
Impfpräventable Erkrankungen Masern0000000
Mumps0010000
Röteln0000000
Keuchhusten0020000
Influenza*4563322
FSME1011120
Meningokokkenerkr.0000000
Weitere Erkrankungen Lyme Borreliose32563420101811
Hantavirus0000001
Legionellose1031210
Tuberkulose0402001

Die Darstellungen beinhalten die Fälle, die der Referenzdefinition des RKI entsprechen (vgl. aktuelle Falldefinitionen des RKI). Meldungen, bei denen keine Angaben zum klinischen Bild vorliegen, fallen teilweise nicht unter die Referenzdefinition. Dadurch können sich Abweichungen zu anderen Darstellungen ergeben.

Durch nachträgliche Übermittlungen, Änderungsmeldungen oder Löschungen können sich die Zahlen noch ändern. Als Meldewoche wird die Woche bezeichnet, in der die Meldung beim Gesundheitsamt eingegangen ist.
*siehe oben

Ausgewählte meldepflichtige Infektionskrankheiten in Bayern pro Woche und kumulativ
Kumulativ
Diagnose Meldewoche 2022 (01.-30. Woche)
27 28 29 30 2022 2021
Darm-Infektionen Campylobacter18618313214430003492
EHEC-Inf.1447102104
Norovirus609148693922516
Rotavirus595247262216327
Salmonellose34291818541524
Shigellose0110186
Yersiniose4314116166
Hepatitiden Hepatitis A85316465
Hepatitis B486358421443823
Hepatitis C28163012601503
Hepatitis E87103259254
Impfpräventable Erkrankungen Masern000030
Mumps1011139
Röteln000011
Keuchhusten7752170115
Influenza*31432925312152
FSME21896129112
Meningokokkenerkr.1100111
Weitere Erkrankungen Lyme Borreliose20120619318121272266
Hantavirus000111250
Legionellose716128188132
Tuberkulose101757302349

*Ab dem 01.01.2019 gilt für die Bewertung der an das LGL übermittelten Influenza-Meldefälle eine neue Referenzdefinition. Die alte Referenzdefinition nach der nur klinisch-epidemiologisch und klinisch-labordiagnostisch bestätigte Erkrankungen veröffentlicht wurden, wurde erweitert. Nun werden neben den klinisch-epidemiologisch und klinisch-labordiagnostisch bestätigten Erkrankungen auch alle labordiagnostisch nachgewiesenen Infektionen mit nicht erfülltem oder unbekanntem klinischen Bild veröffentlicht. Die Zahlen für 2018 und früher werden nach wie vor nach der alten Referenzdefinition veröffentlicht.